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Das ist Laos

 
 

 

 
Laos
- herrliche Gebirgslandschaften mit malerischen Flussläufen und gewaltigen tosenden Wasserfällen - nahezu unberührte unendliche Wälder, die z.T. noch nie ein Mensch betreten hat - Jahrtausende alte Tempelanlagen, die noch älter sind als die von Angkor Wat - rätselhafte riesige Steinkrüge, deren Herkunft und Zweck bis heute nicht erforscht ist, auf einer geheimnisumwitterten Hochebene - eine Vielfalt von Bergvölkern, die ihre Sprache und Kultur bis heute bewahrt haben - ein Land, das vom Buddhismus geprägt ist und unendlich viele wohlgepflegte Tempelanlagen unterhält Unberührt von den hektischen Entwicklungen in Südostasien hat Laos sich seine liebenswerte Verträumtheit bewahrt und ist immer noch eine Insel der Ruhe und Langsamkeit. Das Land hat zwar keinen Zugang zum Meer, aber der beschaulich dahinfließende Mekong, der das Land von Norden nach Süden durchzieht, ist seine wichtigste Verkehrsader. An seinem Ufer stehen zwei der charmantesten Städte Indochinas, das kolonial anmutende Vientiane und die prunkvolle Königsstadt Luang Prabang im Norden.  

 

Geschichte Lan Chang, das Reich der Millionen Elefanten, wurde 1353 gegründet und war im Laufe der Jahrhunderte in mancherlei kriegerische Auseinandersetzungen mit den Nachbarländern verwickelt. Ende des 19. Jh. fiel das Gebiet der französischen Kolonialmacht zu und wurde in ihr indochinesisches Protektorat integriert. Erst durch die Beschlüsse der Genfer Indochina-Konferenz im Jahre 1954 wurde Laos die volle Unabhängigkeit zugesprochen. In den darauffolgenden Jahren gewann die kommunistisch-nationalistisch orientiert Bewegung des Pathet Lao mehr und mehr an Bedeutung und es kam zu Kämpfen zwischen Regierungskräften und dem Pathet Lao, die schließlich in einen Bürgerkrieg mündeten. Als Laos auch in den vietnamesischen Krieg gegen die Amerikaner verwickelt war, unternahmen die amerikanischen Streitkräfte ab 1964 auch regelmäßig Bombenangriffe auf Laos, vor allem auf den HoChiMinh-Pfad, der von Nordvietnam über Laos nach Südvietnam führt. Nach dem Sieg der Kommunisten in Vietnam und Kambodscha wurde 1975 die demokratische Volksrepublik Laos ausgerufen. In der Folgezeit unterhielt Laos enge Beziehungen mit der UdSSR und Vietnam, bis 1986 marktwirtschaftliche Reformen notwendig wurden, die u.a. die Privatisierung staatlicher Unternehmen vorsahen. Ein weiteres Ziel der Regierung war es, von Vietnam unabhängiger zu werden und gleichzeitig die Beziehungen zum Nachbarstaat Thailand zu intensivieren.  

 

Geschichte Von den 5 Mio Einwohnern des Landes machen die ethnischen Laoten mit 56 % die Mehrheit der Bevölkerung aus. Der Rest verteilt sich auf die rund 68 Bevölkerung. Volksgruppen, die oft in schwer zugänglichen Bergregionen leben. Chinesen, Thai und Vietnamesen stellen nur einen geringen Teil der Bevölkerung. Etwa 60 % der Menschen sind Theravada-Buddhisten, 35 % üben den Ahnenkult und animistische Rituale aus. Die Übergänge zwischen den einzelnen Glaubensrichtungen sind oft fließend. Die Landessprache Laotisch ist eng mit dem Thai verwandt. Einzelne Volksgruppen sprechen eigene Sprachen und Dialekte. Ältere Leute sprechen oft noch Französisch, jüngere Leute eher Englisch, und seit dem Krieg gegen die Amerikaner wird auch viel Vietnamesisch gesprochen. Die laotische Tierwelt ist äußerst vielfältig, aber leider auch reich an gefährdeten und vom Aussterben bedrohte Tieren. Javanashorn und Kouprey, eine seltene Wildrindart, stehen an der Spitze der in Laos unter Naturschutz stehenden Tierarten. Aber auch Elefanten, wilde Büffel, Bären, Panther, Leoparden, Antilopen und Gibbons sind in Laos geschützt. Von den 609 in Laos vorkommenden Vogelarten sind 3 akut vom Aussterben bedroht. Besonders prachtvoll sind die 39 im Lande vorkommenden Schwalbenschwanz-Schmetterlinge. Land der Millionen Elefanten und des weißen Schirms hieß Laos früher. Der dreiköpfige Elefant ist Sinnbild und Wappen des Königshauses, und der weiße Schirm steht für die königliche Würde, denn ein solcher Schirm krönte den königlichen Thron und schützte das königliche Haupt vor Sonne und Regen. Weiße Elefanten gelten als heilige Tiere, und in früheren Zeiten gab es sogar Kriege um weiße Elefanten. Bis heute gibt es vor allem im Süden wild lebende Elefanten, und auch als Arbeitstiere in der Forstwirtschaft werden Elefanten eingesetzt.  

 

Vientiane Die charmante südostasiatische Hauptstadt beeindruckt durch ihre im französischen Kolonialstil errichteten Villen und die breiten an Paris erinnernden Boulevards. Vientiane ist nicht nur Hauptstadt, Regierungssitz und Verwaltungszentrum der Laotischen Demokratischen Volksrepublik, sondern auch wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum des Landes. Noch immer hält sich das Klischee vom verträumten Provinznest, in dem die Uhren langsamer gehen, doch die Wirklichkeit ist anders. Zwar teilen sich die Autos, Motorräder und Fahrräder immer noch die Straßen mit der Stadt mit Rindern, Ziegen, Hunden und verschiedenem Geflügel. Doch die Zahl der Autos und Motorräder steigt sprunghaft an, und schon gibt es in Vientiane mehrmals täglich eine Rush Hour. In Vientiane werden mehr als 100 aktive Tempelanlagen (Wats) unterhalten und fortlaufend renoviert. Diese Wats sind wie Perlen an einer Kette in mehreren Reihen parallel zum Mekong aufgefädelt. Die erste und wahrscheinlich auch älteste Schnur liegt dicht am Mekong-Ufer. Der That Luang ist das Wahrzeichen von Laos, eine Stupa, die Ausdruck höchster laotischer Kunst- und Architekturtradition ist.  

 

Nam-Ngum-Stausee Der Stausee, der umgeben ist von eindrucksvollen, bis zu 1500 m hohen Bergen, entstand Anfang der 70er Jahre, als das größte Wasserwerk des Landes am Fluß Ngum Nam errichtet wurde. Ihm mussten damals einige Dörfer weichen, und da der Wasserspiegel des Sees schneller anstieg als erwartet, wurden ausgedehnte Wälder unter Wasser gesetzt. Nach über 20jähriger Verwahrung unter Luftabschluß auf dem Grunde des Sees war das Holz wegen seiner Qualität sehr begehrt und wurde auf recht abenteuerliche Art von Tauchern geborgen. Eine andere Rarität sind einige vom Innenministerium als "Umerziehungslager" bzw. Strafvollzugseinrichtungen genutzte Inseln im See. Prostituierte und Kleinkriminelle landeten auf der landesweit bekannten "Fraueninsel" bzw. "Männerinsel". Da die meisten Laoten nicht schwimmen können, war für sie eine Flucht unmöglich.  

 

Vang Vieng Vang Vieng liegt153 km von Vientiane entfernt in einem langgestreckten Tal, das vom Nam Song durchflossen wird. Inmitten des Tals und als seine westliche Begrenzung ragt eine Kette bizarrer Kalksteinfelsen auf, in denen es eine Vielzahl von sehenswerten Höhlen und Grotten gibt. Um die Tham Tjang Höhle zu erreichen überquert man eine Brücke über den Nam Song und steigt dann über eine Treppe hinauf zum Höhleneingang. Von einer Felsöffnung in luftiger Höhe bietet sich ein herrlicher Blick über das Tal.  

 

Luang Prabang - der Norden Die gesamte Region besteht aus zerklüfteten Gebirgen mit Höhen bis weit über 2000 m, aus denen der Phou Bia mit 2.820 m als höchster Berg des Landes herausragt. Durchzogen wird das Gebiet von einer Vielzahl von Nebenflüssen des Mekong. So zerklüftet wie die Berglandschaft ist auch die Siedlungsstruktur der Provinz, sowohl in ethnischer als auch in geografischer Hinsicht. Die Dörfer liegen vereinzelt in den Bergen, und viele sind nur währen der Trockenzeit mit Landfahrzeugen erreichbar. Insgesamt gibt es in der Provinz 12 ethnische Gruppen. Die Provinz Luang Prabang ist das Schmuckstück des Nordens. Hier vereinen sich ethnische und kulturelle Vielfalt mit laotischer Tradition und Geschichte. Die frühere Hauptstadt von Laos ist mit ihren 38 Tempelanlagen das religiöse Zentrum des Landes. Hier wird der Lebensrhythmus noch immer vom sanften Klang der Tempelglocken bestimmt. Jeden Morgen ziehen die Mönche in ihren leuchtend gelb-organgefarbenen Gewändern durch die Straßen, um die Gaben der Bevölkerung entgegenzunehmen und danach wieder in die Ruhe der Pagoden zurückzukehren. Die Stadt Luang Praban selbst verkörpert schlechthin Laos. Sie ist und bleibt die Königsstadt, das kulturhistorische Zentrum des Landes, eine Art heimliche Hauptstadt. Seit 1995 steht sie als Ganzes als eine der am besten in ihrer ursprünglichen Form erhaltenen Städte Asiens auf der UNESCO-Liste des kulturellen Welterbes. Herrliche Gebirge mit malerischen Flußläufen und tosenden Wasserfällen geben der Umgebung von Luang Prabang jenen Reiz, der Besucher in seinen Bann zieht und für die oft noch vorhandenen Mängel bei Unterkunft und Transport mehr als entschädigt. Luang Prabang verkörpert mehr als jede andere Stadt das traditionelle Laos.  

 

Champassak - Wat Phou
War vor Pakse Hauptstadt des laotischen Südens. Acht Kilometer südwestlich von Champasak am Fuße des Phou Pasak liegt die großflächige Tempelanlage Wat Phou, die neben der Ebene der Steinkrüge die archäologische Hauptattraktion von Laos darstellt. Die Ruinen der ältesten Tempelanlage stammen aus dem 5./6. Jh. und sind damit 200 Jahre älter als die ältesten Teile von Angkor, der zu den Weltwundern zählenden Tempelstadt in Kambodscha
.Hier soll sich die Hauptstat des Khmer-Reiches Chenla befunden haben. Eine andere Theorie besagt, dass sich die Cham hier ein Heiligtum errichtet haben.
Die Anlage ist streng symmetrisch angeordnet und nach Ost-West ausgerichtet. Drei Ebenen werden von einer schnurgeraden Promenade mit einander verbunden.

Von der 1. Ebene, die früher den Königen als Ruheplatz bei der Betrachtung von Prozessionen  oder Wasserspielen in dem davor liegenden Becken diente, führt eine 280 m lange Prozessionsstraße zum Heiligtum. Die Prozessionsstraße war ursprünglich durchgehend von Löwenfiguren, Darstellungen mystischer Tiere und Phallus-Stelen gesäumt, von denen heute nur noch wenige erhalten sind. Die Prozessionsstraße wird der Herrschaft König Jayavarmans VI. (1080-1107) zugeschrieben. Nördlich und südlich der Prozessionsstraße sind zwei große Wasserbecken angelegt, die rituellen Waschungen gedient haben sollen.

Am Ende dieser zentralen Achse folgt eine Esplanade von rund 80 x 150 m Ausdehnung. Bestimmt wird diese Fläche von den Ruinen zweiter Pavillons, die auch aus dem 12. Jh. stammen. Vor allem die Portale dieser schön äußerlich stark an Angkor-Gebäude erinnernden Pavillons sind erstaunlich gut erhalten. Die reichen Verzierungen und Reliefs sind sehr kunstvoll gearbeitet. Einer der Giebel über dem Hauptportal zeigt Shiva und Parvati sitzend auf Nandi, dem Reittier Shivas. Über allem thront Lakulisa, eine fast schon buddha-ähnliche Darstellung einer Shiva-Göttin. Weitere Reliefs zeigen Shiva, Vishnu oder Kala, die Göttin des Todes und der Finsternis.

Folgt man der zentralen Achse weiter, so schließt sich der Nandi-Pavillon an. Nandi, das Reit- und Zugtier Shivas, war ein Bulle. Ein Nandi-Pavillon gehört fast unausweichlich zu Hindu-Heiligtümern. Hinter dem Nandi-Pavillon steigt das Gelände steil an zur 2. Ebene. Die Treppe aus Lateritgestein war einst von 6 kleinen Pavillons gesäumt, die völlig zerstört sind. Ihre Funktion ist bis heut unklar.

Über die Treppe gelangt man auf die 3. Ebene der Anlage, ca. 90 m hoch über dem Fluss. Durch ein Tor kommt man zum eigentlichen Hauptheiligtum. Dieses war ursprünglich Shiva gewidmet. Der hintere aus Ziegeln bestehende Teil stammt aus dem 6. Jh.. Durch die Rückwand wurde Wasser aus der heiligen Quelle, die direkt mit dem Lingam auf dem Gipfel des Berges verbunden sein soll, auf den im Innern der Kapelle befindlichen Lingam geleitet. Von dort floss das Wasser zu einem Becken, in dem es sich sammelte und Gläubigen zu heiligen Waschungen diente.
 
Weitere Informationen z.B. unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Laos

 

 
 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
  

 

  

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