Sehenswürdigkeiten in Laos

Boloven Plateau Es ist eine Hochebene, die sich bis zu 1000 m erhebt zwischen den großen Ebenen am Mekong in Savannaketh und Champasak sowie dem Gebirgszug im Osten, der Laos von Vietnam abgrenzt. Hier sind die Temperaturen angenehm kühl im Vergleich zum heißeren, regenreicheren Süden und zum Klima in der Hauptstadt Vientiane. Wirtschaftlich bedeutend ist auf der Hochebene der Anbau von Kaffee, Tee, Kardamon, Obst und Gemüse. Bewohnt wird die Region von einem bunten Gemisch unterschiedlicher Völkerschaften, von denen sich die meisten der Mon-Khmer-Gruppe zuordnen lassen. Diese Völker zählen zu den am meisten zurückgebliebenen des Landes. Viele von ihnen leben vom Brandrodungsfeldbau. In zentralen Gebieten des Boloven Plateaus leben fortschrittlichere Völker, die während der französischen Kolonialherrschaft mit dem Anbau von Kaffee, Tee, Kardamon oder Obst und Gemüse für den Verkauf.Champasak - Wat Phou War vor Pakse Hauptstadt des laotischen Südens. Acht Kilometer südwestlich von Champasak am Fuße des Phou Pasak liegt die großflächige Tempelanlage Wat Phou, die neben der Ebene der Steinkrüge die archäologische Hauptattraktion von Laos darstellt. Die Ruinen der ältesten Tempelanlage stammen aus dem 5./6. Jh. und sind damit 200 Jahre älter als die ältesten Teile von Angkor, der zu den Weltwundern zählenden Tempelstadt in Kambodscha. Hier soll sich die Hauptstat des Khmer-Reiches Chenla befunden haben. Eine andere Theorie besagt, dass sich die Cham hier ein Heiligtum errichtet haben. Die Anlage ist streng symmetrisch angeordnet und nach Ost-West ausgerichtet. Drei Ebenen werden von einer schnurgeraden Promenade mit einander verbunden. Von der 1. Ebene, die früher den Königen als Ruheplatz bei der Betrachtung von Prozessionen oder Wasserspielen in dem davor liegenden Becken diente, führt eine 280 m lange Prozessionsstraße zum Heiligtum. Die Prozessionsstraße war ursprünglich durchgehend von Löwenfiguren, Darstellungen mystischer Tiere und Phallus-Stelen gesäumt, von denen heute nur noch wenige erhalten sind. Die Prozessionsstraße wird der Herrschaft König Jayavarmans VI. (1080-1107) zugeschrieben. Nördlich und südlich der Prozessionsstraße sind zwei große Wasserbecken angelegt, die rituellen Waschungen gedient haben sollen. Am Ende dieser zentralen Achse folgt eine Esplanade von rund 80 x 150 m Ausdehnung. Bestimmt wird diese Fläche von den Ruinen zweiter Pavillons, die auch aus dem 12. Jh. stammen. Vor allem die Portale dieser schön äußerlich stark an Angkor-Gebäude erinnernden Pavillons sind erstaunlich gut erhalten. Die reichen Verzierungen und Reliefs sind sehr kunstvoll gearbeitet. Einer der Giebel über dem Hauptportal zeigt Shiva und Parvati sitzend auf Nandi, dem Reittier Shivas. Über allem thront Lakulisa, eine fast schon buddha-ähnliche Darstellung einer Shiva-Göttin. Weitere Reliefs zeigen Shiva, Vishnu oder Kala, die Göttin des Todes und der Finsternis. Folgt man der zentralen Achse weiter, so schließt sich der Nandi-Pavillon an. Nandi, das Reit- und Zugtier Shivas, war ein Bulle. Ein Nandi-Pavillon gehört fast unausweichlich zu Hindu-Heiligtümern. Hinter dem Nandi-Pavillon steigt das Gelände steil an zur 2. Ebene. Die Treppe aus Lateritgestein war einst von 6 kleinen Pavillons gesäumt, die völlig zerstört sind. Ihre Funktion ist bis heut unklar. Über die Treppe gelangt man auf die 3. Ebene der Anlage, ca. 90 m hoch über dem Fluss. Durch ein Tor kommt man zum eigentlichen Hauptheiligtum. Dieses war ursprünglich Shiva gewidmet. Der hintere aus Ziegeln bestehende Teil stammt aus dem 6. Jh.. Durch die Rückwand wurde Wasser aus der heiligen Quelle, die direkt mit dem Lingam auf dem Gipfel des Berges verbunden sein soll, auf den im Innern der Kapelle befindlichen Lingam geleitet. Von dort floss das Wasser zu einem Becken, in dem es sich sammelte und Gläubigen zu heiligen Waschungen diente. Der tiefste Süden der Provinz Champasak, der fast auch südlichste Zipfle von Laos heißt Siphandone - "4000 Inseln". Hier teilt sich der Mekong in unzählige Arme und erreicht hier die größte Breite seines gesamten Laufes. Rund 14 Kilometer liegen zwischen den entferntesten Armen, die eben diese mehr als 4000 Inseln von unterschiedlichster Größe bilden. Khong, die Hauptinsel, bringt es auf stolze 16 mal 8 km Größe und bietet Platz für mehr als 25.000 Einwohner. Hauptort der Inselwelt ist die Kreisstadt Khong auf der gleichnamigen Insel. Hier gibt es ein Hotel, und von hier aus lassen sich Ausflüge in die Welt der 4000 Inseln bis hin zu den großen Wasserfällen des Mekong unternehmen. In Siphandone und in den Nebenflüssen dieser Region finden sich noch Delfine, die allerdings durch exzessiven Fischfang (Bombenfischen) bedroht sind.
Khong Papheng ist der größte Wasserfall Asiens. Hier stürzen die Wasserfälle eines der Mekong-Arme etwa 18 Meter in die Tiefe. Der sonst so gemächlich dahin fließende Mekong tost hier in weißer brodelnder Gischt durch die Felsspalten. Khong Papheng heißt wörtlich "Getöse des Mekong". Luang Prabang Die gesamte Region besteht aus zerklüfteten Gebirgen mit Höhen bis weit über 2000 m, aus denen der Phou Bia mit 2.820 m als höchster Berg des Landes herausragt. Durchzogen wird das Gebiet von einer Vielzahl von Nebenflüssen des Mekong. So zerklüftet wie die Berglandschaft ist auch die Siedlungsstruktur der Provinz, sowohl in ethnischer als auch in geografischer Hinsicht. Die Dörfer liegen vereinzelt in den Bergen, und viele sind nur währen der Trockenzeit mit Landfahrzeugen erreichbar. Insgesamt gibt es in der Provinz 12 ethnische Gruppen. Die Provinz Luang Prabang ist das Schmuckstück des Nordens. Hier vereinen sich ethnische und kulturelle Vielfalt mit laotischer Tradition und Geschichte. Die frühere Hauptstadt von Laos ist mit ihren 38 Tempelanlagen das religiöse Zentrum des Landes. Hier wird der Lebensrhythmus noch immer vom sanften Klang der Tempelglocken bestimmt. Jeden Morgen ziehen die Mönche in ihren leuchtend gelb-organgefarbenen Gewändern durch die Straßen, um die Gaben der Bevölkerung entgegenzunehmen und danach wieder in die Ruhe der Pagoden zurückzukehren. Die Stadt Luang Praban selbst verkörpert schlechthin Laos. Sie ist und bleibt die Königsstadt, das kulturhistorische Zentrum des Landes, eine Art heimliche Hauptstadt. Seit 1995 steht sie als Ganzes als eine der am besten in ihrer ursprünglichen Form erhaltenen Städte Asiens auf der UNESCO-Liste des kulturellen Welterbes. Herrliche Gebirge mit malerischen Flußläufen und tosenden Wasserfällen geben der Umgebung von Luang Prabang jenen Reiz, der Besucher in seinen Bann zieht und für die oft noch vorhandenen Mängel bei Unterkunft und Transport mehr als entschädigt. Luang Prabang verkörpert mehr als jede andere Stadt das traditionelle Laos. Pakse Liegt am Zusammenfluss von Mekong und Se Done und ist Ausgangspunkt für Ausflüge zum Bolaven-Plateau, zu den Ruinen von Wat Phou und Oup Moung, der Region der 4000 Inseln und den Mekongwasserfällen an der kambodschanischen Grenze. Phonesavan - Xieng Khouang - die Ebene der Steinkrüge 12 km südlich von Phonesavan liegt die ebenso legendäre wie mysteriöse Ebene der Steinkrüge, jene geheimnisumwitterte Hochebene, Zeugnis einer hochentwickelten Zivilisation, die hier einmal bestanden haben muss. Noch immer rätseln die Wissenschaftler über Herkunft und Zweck der rund 300 großen Steingefäße von knapp einem bis zweieinhalb Meter Höhe und einer bis sechs Tonnen Gewicht, die Krieg und Plünderung überstanden haben und noch genauso rätselhaft sind wie vor Zeiten. Über die einstige Nutzung der Krüge gibt es diverse Hypothesen. Archäologen sehen in ihnen Grabstätten, in denen die Fürsten des damaligen Geschlechtes bestattet wurden. In den Töpfen sollen die Verpflegung für die lange Reise und andere Grabbeigaben gewesen sein. Die Lagerstelle Nr. 1 vor den Toren von Phonesavan ist die interessanteste. Hier eröffnet sich zudem ein weiter Rundblick über die gesamte Hochebene. Die an Steppen erinnernde Landschaft ist einmalig in ganz Laos. Trauriges Erbe - die gesamte Gegend ist immer noch von Bombenkratern übersät, und die seinerzeit von den Amerikanern versprühten Entlaubungsgifte verhindern bis heute normalen Bewuchs. Savannaketh Die Stadt lebt zum größten Teil vom Handel zwischen Thailand und Vietnam. Sehenswert sind Bauten aus der Kolonialzeit und die Tempel Wat Sayaphoum, die älteste und größte Tempelanlage der Stadt, und Wat Saygnamoungkoun. Ort höchster Verehrung ist für die Einwohner Savannakeths Ho Mahesak Khanthaboury, ein aus edlen Hölzern errichteter Schrein für den Schutzgeist von Khanthaboury. Interessant ist die Saurierausstellung im Provinzmuseum und der neue Markt, der 3 km außerhalb der Stadt liegt und 4 Etagen hoch ist. Savannaketh ist die flächenmäßig größte und bevölkerungsreichste Provinz des Landes. Es ist die Reiskammer des Landes und führend in der Haltung von Wasserbüffeln und Rindern, die zu einem großen Teil exportiert werden. Begünstigt werden Ackerbau und Viehzucht dieses Landstrichs durch die größere Ausdehnung der Mekongebene und die nicht mehr so hohen Berge, anderen Hängen sich vorzügliche Rinderweiden finden. Vang Vieng Vang Vieng liegt 153 km von Vientiane entfernt in einem langgestreckten Tal, das vom Nam Song durchflossen wird. Inmitten des Tals und als seine westliche Begrenzung ragt eine Kette bizarrer Kalksteinfelsen auf, in denen es eine Vielzahl von sehenswerten Höhlen und Grotten gibt. Um die Tham Tjang Höhle zu erreichen überquert man eine Brücke über den Nam Song und steigt dann über eine Treppe hinauf zum Höhleneingang. Von einer Felsöffnung in luftiger Höhe bietet sich ein herrlicher Blick über das Tal. Vientiane Die charmante südostasiatische Hauptstadt beeindruckt durch ihre im französischen Kolonialstil errichteten Villen und die breiten an Paris erinnernden Boulevards. Vientiane ist nicht nur Hauptstadt, Regierungssitz und Verwaltungszentrum der Laotischen Demokratischen Volksrepublik, sondern auch wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum des Landes. Nch i mer hält sich das Klischee vom verträumten Provinznest, in dem die Uhren langsamer gehen, doch die Wirklichkeit ist anders. Zwar teilen sich die Autos, Motorräder und Fahrräder immer noch die Staßen mit der Stadt mit Rindern, Ziegen, Hunden und verschiedenem Geflügel. Doch die Zahl der Autos und Motorräder steigt sprunghaft an, und schon gibt es in Vientiane mehrmals täglich eine Rush Hour. In Vientiane werden mehr als 100 aktive Tempelanlagen (Wats) unterhalten und fortlaufend renoviert. Diese Wats sind wie Perlen an einer Kette in mehreren Reihen parallel zum Mekong aufgefädelt. Die erste und wahrscheinlich auch älteste Schnur liegt dicht am Mekong-Ufer. Der That Luang ist das Wahrzeichen von Laos, eine Stupa, die Ausdruck höchster laotischer Kunst- und Architekturtradition ist.