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Der Vietnamkrieg
Der Vietnamkrieg (als der Amerikanische Krieg bekannt) fand zwischen 1964 (mit vorangehenden Konflikten) und 1975 in Südvietnam und den Grenzgebieten von Kambodscha und Laos als Bodenkrieg und als Bombenkrieg (Rolling Thunder) über Nordvietnam statt.

Auf der einen Seite kämpfte ein Militärbündnis der USA, der Republik Vietnam (Südvietnam), Australiens und Südkoreas. Auf der anderen Seite stand ein Militärbündnis der Demokratischen Republik Vietnam (Nordvietnam) und der Nationalen Befreiungsfront (franz. FNL, engl. NLF, in westlichen Ländern meist Viet Cong genannt), einer südvietnamesischen kommunistischen Guerillaorganisation.

Die UdSSR wie auch die Volksrepublik China stellten Nordvietnam und der Nationalen Befreiungsfront militärische Hilfe zur Verfügung, griffen aber direkt nicht ein. Ab 1970 weiteten die USA ihre militärischen Aktionen, insbesondere die verheerenden Bombardierungen, auf die Nachbarstaaten Kambodscha und Laos aus.

Die USA setzten das Entlaubungsmittel (Herbizid) Agent Orange ein, ein sehr starkes Gift, das krebserregend wirkt und das Erbgut schädigt. Selbst Jahrzehnte später werden dadurch in Vietnam missgebildete Kinder geboren, und ebenso wurden geschädigte Kinder von Vätern gezeugt, die als amerikanische Soldaten mit Agent Orange in Kontakt gekommen waren. Die Folgen für die Umwelt Vietnams sind heute vor allem im Süden in der Nähe Saigons und im zentralen Hochland zu sehen. Wo vor dem Krieg dichter Dschungel war, wachsen heute nur noch kümmerliche Sträucher. Insgesamt wurden 6 Mio. ha Wald (im Süden) durch Agent Orange vernichtet. Unberührte Dschungelflächen sind heute durch Nationalparks in ganz Vietnam geschützt.

Das Kriegsmuseum (War Relics Museum) in Saigon verfügt über eine einzigartige Sammlung erschütternder Fotos und Dokumente aus der Zeit des Krieges. Wechselnde Ausstellung widmen sich immer wieder den Folgen des Krieges, die bis zum heutigen Tage (30 Jahre nach Kriegsende) beispiellos sind.

Ein weiteres Museum sind die Tunnel von Cuchi, 40 km westlich von Saigon. Das System unterirdischer Gräben und Stollen des Vietcong ist ein Muss für jeden Vietnamtouristen, der nach Saigon kommt. 1968 reichte das unterirdische Netzwerk mehrere hundert Kilometer lang, von der kambodschanischen Grenze bis direkt vor die Tore Saigons. Um der Tunnel, die in dichtem Dschungel lagen, Herr zu werden, versprühten die Amerikaner auch hier mehrere tausend Tonnen Agent Orange, was dazu führte, dass hier bis heute kaum nennenswerte Vegetation vorhanden ist.

 

 

  

  

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