Über Myanmar

Vietnam Tours Map Myanmar Quelle Wikitravel

Myanmar Basics

Fast Facts Myanmar

Klima

Myanmar befindet sich – mit Ausnahme des äußersten Nordens – im Einflussbereich des Indischen Monsuns. Durch das Relief bedingt sind die Ausprägungen des Monsuns in den einzelnen Landesteilen unterschiedlich.
Im Wesentlichen lassen sich drei Jahreszeiten unterscheiden:
Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober,
kühle Jahreszeit von Ende November bis Ende Februar und
heiße Jahreszeit in den Monaten März bis Mai

Impfungen

Detaillierte und immer aktuelle Impfempfehlungen finden Sie auf der Website des Tropeninstitutes Hamburg.

Kleidung

Zu empfehlen ist leichte, luftige Kleidung aus Baumwolle oder aus modernen Kunststofffasern.

Kleidungsstandards

Auf angemessene Kleidung achten; vor allem beim Besuch von buddhistischen Tempelanlagen sollten Frauen keine schulterfreien Oberteile tragen; lange Röcke und Hosen sind angebracht.

Unverzichtbar sind Sandalen oder Flip-Flops, denn vor jedem Tempel oder Privathaus müssen die Schuhe ausgezogen werden. In Laos ist Respekt vor älteren Generationen besonders wichtig. Wird die Familie von Freunden besucht, ist es angebracht, mit einer kurzen Verbeugung den Älteren Respekt zu zeigen. Innerhalb der Familie wir beim Besuch der ältesten Generation normalerweise mit verschränkten Armen die ältesten Familienmitglieder begrüßt. Anders als in westlichen Ländern, leben meist mehrere Generationen unter einem Dach. Da ist das Wort der älteren Generation oberstes Gebot.

Respekt

Besucher, die zum ersten Mal nach Myanmar reisen, sollten sich vor allem über die Geschichte und die politische Situation des Landes im Klaren sein und entsprechend ihr Verhalten anpassen. Viel zu viele Touristen reisen mit der Vorstellung eines zweiten Thailands ins “Land der 1.000 Pagoden” und beklagen sich dann vor Ort über mangelnde Abwechslung oder die schlechte Infrastruktur.

Wer jetzt nach Myanmar reist, erlebt ein unverfälschtes Asien, in dem seit 50-60 Jahren die Zeit stehen geblieben ist. Züge sind alt und langsam, ausländische Handys funktionieren im Mobilfunknetz nicht und das Internet ist Mangelware. Außerhalb der großen Städte wird nur sehr wenig Englisch gesprochen und verstanden, so dass die Kommunikation in der Regel “mit Händen und Füßen” stattfinden muss (Burmesen können die westliche Schrift genauso wenig lesen wie wir die burmesische Schrift, so dass es auch nichts hilft, mit dem Finger mehrfach ungeduldig auf Ortsbezeichnungen im deutschen Reiseführer zu tippen!).
– See more at: http://www.myanmar-burma-reisetipps.de/verhalten/#sthash.pNsUacjY.dpuf

Auch wenn Myanmar zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, legt man Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Deshalb tragen fast alle Männer – neben dem für den Europäer ungewohnten Wickelrock (Longyi) – ein gepflegtes Hemd. Daher sollte auch der Tourist einiges beachten. Die Knie und Schultern sollten immer bedeckt sein. Bademode gehört nur an den Strand und den Hotel-Pool. So gibt auch einige Verhaltensregeln, die es zu beachten gilt. Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern Südostasiens hat die Regierung die Bevölkerung jahrzehntelang von der Außenwelt isoliert. So ist niemand in diesem Land an Massentourismus gewöhnt. Begegnen Sie deshalb den Menschen bescheiden und zurückhaltend. Durch Heben der Stimme oder gar Wutausbrüche verlieren sie in den Augen eines Myanmaren Ihr Gesicht. Eine große Portion Gelassenheit zur Kompensation von Unzulänglichkeiten gehört unbedingt in das Gepäck eines Myanmar-Touristen. Im Gegensatz zu Europa sind Umarmungen und Zärtlichkeiten bei Paaren in der Öffentlichkeit unmöglich. Das Händeschütteln als Begrüßung ist nicht beliebt. Als besonders heiliger Teil des Körpers gilt der Kopf. So berührt man niemals ohne besonderen Grund den Kopf eines Kindes. Vor Pagoden und Tempeln müssen prinzipiell die Schuhe ausgezogen werden. (Quelle: Wikitravel)

Sicherheit

In den für Touristen frei zugänglichen Gebieten kann man sich in der Regel ohne Sicherheitsbedenken frei bewegen. Auch allein reisende Frauen brauchen keine Bedenken haben. Wie eigentlich immer im Urlaub sollte man immer ein Auge auf seine Besitztümer haben. Diebstahl ist in Myanmar sehr selten. Für die eigene Reise ist das sehr positiv. Aber: Wie uns Einheimische mitteilten, liegt das unter anderem an exorbitanten Strafen. In der Regel ist das Volk sehr ehrlich und gibt sogar zu viel bezahltes Geld wieder heraus. Das einzige Sicherheitsrisiko stellen die weltweite Terrorgefahr sowie möglicherweise aufflammende interne Unruhen dar. So kam es am 26.04.05 und am 7.5.2005 zu Bombenanschlägen in Mandalay und Yangon. Eventuelle Auswirkungen auf den Tourismus lassen sich aufgrund der spärlichen Informationspolitik des Landes kaum abschätzen. Man sollte sich daher vor der Reise über die aktuelle Situation informieren.

Visum

Für die Einreise sind ein noch sechs Monate gültiger Reisepass und ein Visum erforderlich. Hierzu muss man den Visa-Antrag und ein Arrival Report Form ausfüllen. Beides kann man sich von der Myanmarischen Botschaft in Berlin zufaxen lassen oder auf deren Website herunterladen. Der Reisepass wird zusammen mit den Formularen, der Gebühr und einem für ein Einschreiben frankierten Rückumschlag an die Botschaft geschickt. Nach einer Woche liegt der Reisepass mit dem Visum wieder im Briefkasten. Das Arrival Report Form ist bei der Einreise nach Myanmar mit sich zu führen.

http://www.botschaft-myanmar.de/

Botschaft der Republik Union Myanmar Berlin Bundesrepublik Deutschland.
Thieleallee 19, 14195 Berlin

Geld

Die in Myanmar gültige Währung ist der Kyat (gesprochen: Tschatt).
Es sind nur Scheine im Umlauf. Für die Bezahlung von Eintrittsgeldern und in Hotels sind allerdings Euro oder der Dollar gefragt. Myanmar ist wohl das Land mit dem komplizierten System. Neben der Währung und den Devisen gibt es auch noch sog. Exachnge Certificates, die zu einem USD äquivalent sind. Ehe die Bevölkerung Devisen annehmen durfte, musste man als Tourist zunächst Exchange Certificates kaufen. Das ist heute nicht mehr nötig. Daher: Ignorieren.

Geldautomaten und Verfügbarkeit

Es gibt ab 2013 ATMs, zumindest in Yangon (Airport, Strandhotel), Mandalay, Nyaung-U und Tachileik, wo man mit Maestro- oder Visa-karten Geld abheben kann. Aber besser vorher die Bank fragen, ob sie ihre Karten in Myanmar freigeschaltet hat. Da Myanmar jetzt an das internationale Bankennetz angeschlossen ist, ist es daher nicht mehr unbedingt nötig sich vorher genug Geld zu besorgen und es bar einzuführen. Die einzigen aktzeptierten Währungen sind Euro, US-Dollar und Singapurdollar. Andere Währungen werden nur auf dem Schwarzmarkt gehandelt und dort sind die Kurse generell etwas schlechter und illegal ist es obendrein.
Der US-Dollar ist als Währung nicht zu empfehlen, da es eine starke Kultur der Banknotenschönheit gibt (siehe unten). Von offizieller Seite werden nur einwandfreie Scheine akzeptiert, was unter Umständen schwierig werden kann. Daher: Bevorzugt EUR oder SGD mitbringen. Die dürfen so zerknüllt sein, wie sie gerade sind. Sie werden angenommen. Es empfiehlt sich daher folgendes Vorgehen: Wer in DACH losfliegt, nimmt sich die entsprechende Menge EUR-Bargeld mit. Wer vorort entscheidet und sowieso durch Singapur muss, der holt sich dort aus dem Geldautomatwn die entsprechende Menge Singapurdollar (Tip: OCBC-ATM). Wer via Bankok (siehe Botschaft) einreist, kann sich dort an den Geldautomaten Baht abheben (Fast alle ATMs verlangen 150฿ Gebühr. Evtl. Bei Heimbank rückerstattbar. Wechselstuben oder Touristen können das dann in EUR/SGD wechseln. Achtung: Tages, Wochen und Kartenlimits beachten!

Für Notfälle kann man in internationalen Hotels via Kreditkarte und gegen üble Abzüge Bargeld bekommen. Die Kartenterminals sind dann typischerweise per Telefonleitung ins Ausland verbunden und rechen in USD. Allerdings gibt es diese internationalen Hotels bei weitem nicht überall.

Wechselkurs und Geldwechsel

Es gibt in Myanmar ein System der zwei Umtauschkurse. In Banken und öffentlichen Wechselstuben erhält man aber den besseren Kurs. Der Außenkurs liegt ca. bei 1 EUR = 1140 Kyat! Überschüssiges Geld kann problemlos zurückgetauscht werden. In manchen Gegenden ist es auch üblich beim Zahnarzt (Hpa-an) zu wechseln. In Hotels sind die Wechselkurse signifikant schlechter. In Yangon ist es ratsam direkt am Flughafen das Geld zu tauschen, ansonsten kann das Geld auch in den Wechselstuben an der Sule Pagode oder im Bogyoke Aung San Market getauscht werden, obwohl hier viele Touristen bereits schlechte Erfarungen gemacht haben. Nicht ratsam ist es auf offener Straße oder in den Gängen des Marktes zu tauschen, worauf man oft angesprochen wird, insbesondere von Indern. Es gibt Fälle, in denen der Händler, den Dollar-Schein entgegennimmt und begutachtet und dann einfach wegrennt. Auch werden Taschenspielertricks angewendet und ein Teil der ausgegeben Scheine wieder zurückgeholt bzw. 100 US-Dollar Noten gegen 1 US-Dollar Noten ausgetauscht. Diese Fälle häufen sich, wenn man sich einschlägige Foren (Stefan Loose, Lonely Planet) etc. durchliest. Es können in der Regel nur saubere, ungeknickte 100 Dollar Noten ohne Risse getauscht werden, die nicht älter sind als 1996 und nicht mit der Seriennummer CB versehen sind. Hierbei gilt, je höher der Wert der Note ist desto besser ist der wechselkurs(Stand März 2012) Zudem werden die Scheine mit einem kleinen Gerät elektronisch getestet. Der Umtausch ist an sich sehr pingelig. Sogar mit einer Lupe rücken die Mitarbeiter der Wechselstuben an. Der Umtausch dauert zwar, aber in der Regel bekommt man den Gegenwert in Kyat. Auch bei EUR-Scheinen soll darauf geachtet werden, dass sie wie neu aussehen und keinerlei Markel wie Flecken oder Knicke aufweisen, da diese auch oftmals abgelehnt werden. (Quelle: Wikitravel)

1 € = ca. 1.309 KYAT
1 US$ = ca. 944 KYAT

Essen und Trinken

Es gibt in Myanmar eine Reihe von Curries, die sich in den einzelnen Regionen unterscheiden. Beispielsweise sind die Curries im Rakhine State bedeutend schärfer als im Rest des Landes. In Rakhine werden auch Stäbchen benutzt, während in anderen Gegenden mit der Hand, bzw. mit Löffel und Gabel gegessen wird. Ein Allrounder ist die Suppe Mohinga. Ohne feste Rezeptur kann sie zu jeder Tageszeit gegessen werden. Einige Hotels und Gästehäuser bieten sie auch als Alternative zum eher langweiligen Kontinentalfrühstück an, welches normalerweise bei der Übernachtung inklusive ist. Dieses besteht immer aus Toast, Butter, Marmelade und 2 Eiern. In manchen Hotels sind auch Pancakes ein willkommende Abwechslung. Schälbares Obst in Myanmar ist ein Genuss. Auf den Märkten sind insbesondere Mangos erhältlich (besonders ganz gelbe), Bananen und vieles mehr. (siehe Hinweise dazu unten) Eine warme Mahlzeit bekommt man fast zu jeder Tageszeit nahezu überall. An fast jeder Ecke sind Restaurants in denen man sehr günstig essen kann (ca. 2-3 Euro pro Portion). Selbst westliche Getränke wie Cola etc. sind überall erhältlich. Myanmar ist nach wie vor ein Entwicklungsland. Wasser in Trinkqualität kommt durch nicht direkt aus der Leitung sondern ist abgepackt in Plastikflaschen. Es ist ratsam nur dieses Wasser zu trinken. In der Regel bekommt man überall für enorm wenig Geld (ca. 100 Kyat) eine Flasche Wasser, die noch nicht geöffnet wurde. Absolut tabu sollte das Wasser aus den typischen Bechern sein. In der Regel stehen überall Trinkwassertanks mit einem Zapfhahn und einem Becher (aus dem jeder trinkt) darunter. Auch in Zügen wird der Becher herumgereicht und für wenige Kyats bekommt man etwas zu trinken. Die Hygiene bleibt dabei außen vor. Die Einheimischen sind aber die Bakterien längst gewöhnt. Fast alles kauft man auf Märkten. Supermärkte und Discounter sind dort noch fast unbekannt. Die Regel: „Koch es, schäl es oder wirf es weg“ gilt auch in Myanmar. Zu verlockend ist natürlich der Anblick von Salat und Obst. Allerdings werden diese Lebensmittel mit dem lokalen Leitungswasser (auch in Hotels) gewaschen und führen bei Westlern zu starken Magenverstimmungen. Essbar ist zudem aber noch der morgendliche Toast etc. Geschält werden sollte aufgrund oft sehr verschmutzter Messer selbst. Hierzu ist es ratsam ein eigenes kleines Reisetaschenmesser mitzuführen. (Quelle: Wikitravel)

Trinkgeld

Es ist üblich, Kellnern, Portiers, Fremdenführern und Fahrern Trinkgeld zu geben. In Rechnungen sind Trinkgelder nicht enthalten.

Einkaufen

Die wahrscheinlich populärsten Souvenirs aus Myanmar sind Lackwaren. Das Zentrum für die Herstellung dieser Waren ist Bagan, wo eine große Auswahl zum Kauf einlädt.

Lackwaren sind erhältlich als Schüsseln, Teller, Vasen und in vielen anderen Formen. Die Qualität hängt von der Flexibilität der Produkte ab, sowie von der Präzision und der Farbgebung ihrer Gravuren. Ein anderes beliebtes Mitbringsel sind bemalte Schirme, so genannte Htis, die in Bassein und Pindaya produziert werden.

Edelsteine wie Rubine, Smaragde und Jade sowie Schmuck werden in staatlichen Läden oder Geschäften mit staatlicher Lizenz, vor allem in Yangon und Mandalay verkauft.

Die dort ausgestellte Quittung ist für die Ausfuhr notwendig. (Quelle: Wikitravel)

Zeitzonen

Zeitzonen: UTC + 6,5
Deutschland-Myanmar: + 5,5
Stomspannung: 230 V, 50 Hz; ein Adapter ist notwendig.

Myanmar

Nach jahrzehntelanger Isolation hat sich Myanmar nun verstärkt dem Tourismus zu geöffnet. Die lang andauernde und strikt gehandhabte politische, wirtschaftliche und kulturelle Abschottung hat dafür gesorgt, dass sich die Zahl der ausländischen Besucher bisher in engen Grenzen hielt – und es ist auf absehbare Zeit auch nicht zu erwarten, dass das Land zu einem Ziel des Massentourismus wird. Dafür ist die touristische Infrastruktur heute immer noch nicht ausreichend entwickelt. Erst seit Kurzem bemüht man sich um einen verstärkten Ausbau des Transportwesens und des Straßenbaus und um die Ausweitung und Verbesserung des Hotelangebots.
Aber gerade wegen der touristischen Unterentwicklung und der jahrzehntelangen Isolation erwartet den Reisenden eine ungeheure exotische Vielfalt in dem Land, das die Brücke zwischen dem indischen Subkontinent und Südostasien bildet.

Schon das Straßenbild der Hauptstadt Yangon (dem früheren Rangun) übt den verführerischen Reiz des Fremdartigen aus: Die männliche Bevölkerung trägt hier nicht die überall in der Welt üblichen Hosen sondern den „Longyi“, einen langen Wickelrock, der für Männer immer kariert und für Frauen geblümt ist. Frühmorgens ziehen die Mönche in roten, manchmal auch safrangelben Gewändern und Ihren Almosenschalen stumm von Haus zu Haus, und in den zahlreichen Garküchen an den Straßen brutzeln vielfarbige wundersam riechende Speisen.

Myanmar hat seit Ende des Zweiten Weltkrieges eine sozialistische Regierung. An der tiefen Religiosität seiner Bewohner hat auch das politische System nicht zu ändern vermocht. Der Buddhismus bestimmt noch immer die Lebensgestaltung der allermeisten Myanmaren, und die zahlreichen alten Kulturdenkmäler – die Stupas, Pagoden, Tempel und Buddha-darstellungen – genießen bei der Bevölkerung nach wie vor größte Verehrung.

Das für den Reisenden aus unseren Breitengraden noch weitgehend unbekannte Myanmar ist ein faszinierendes, geheimnisvolles Land mit besonders liebenswürdigen Menschen und unendliche vielen kulturellen Schätzen aus der Vergangenheit, die zugleich unverzichtbare Bestandteile der lebendigen Gegenwart sind. (Quelle: Reise Know-How)

Yangon

Yangon, die ehemalige Hauptstadt Myanmars wird seit der Öffnung des Landes 2011 täglich immer moderner. Überall wird zwischen britischer Kolonialarchitektur Neues gebaut und viele der heute über 5 000 000 Einwohner leben einen modernen, asiatischen Alltag. Und doch behält die Stadt an der Mündung von Yangon- und Bago-River auch den Charme ihrer Vergangenheit.
Die fast 100m hohe Shwedagon-Pagode ist das bekannteste Wahrzeichen Myanmars. Ihre rundum vergoldete Stupa sieht man von weit her in der Sonne blinken, sogar aus der Luft.
Legendär auch: der 66m lange liegende Buddha im Chaukhtatgyi-Tempel, gleichermaßen bedeutsam wie der nur unwesentlich kleinere liegende Buddha in der Chauk Htat Gyi Pagode.
Die Saint Mary´s Kathedrale, die Musmeah Yeshua Synagoge und Moscheen bezeugen die Weltoffenheit Yangons.
Etwas außerhalb: der Taukkyan-Friedhof der an die gefallenen Commonwealth-Soldaten Zweiten Weltkrieges in Myanmar des erinnert.
Am Kandawgyi-See entspannt man vom Sightseeing-Tag in der weitläufigen, naturbelassenen Parkanlage. Ein Marktbesuch darf aber auch nicht fehlen. Der Bogyoke Aung San Markt ist der Größte der Stadt und man kauft hier vor allem Schmuck, Kleidung und Stoffe.

Bagan

Die alte 22 000 Einwohner zählende Königsstadt am Ufer des Irrawaddy besticht durch ihre ca 3000 Monumente und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Asiens.
Bekannt als die Stadt der vier Millionen Pagoden, fällt die Entscheidung, schwer. Die Shwezigon Pagode ist der Inbegriff birmanischer Baukunst – vollständig vergoldet und verziert.
Der heiligste Tempel Bagans ist der 50m hohe Ananda Tempel. Er ist einer der größten und schönsten und man sieht ihn von fast überall auf dem Pagodenfeld.
Für eine Besichtigung der Tempel, Stupas und Klosteranlagen – hauptsächlich aus Holz und Ziegelsteinen errichtet, empfiehlt sich aufgrund des weitläufigen Geländes ein E-Bike oder eine Pferdekutsche mit Fahrer. Den Sonnenaufgang von einem der Tempel aus mitzuerleben lohnt sich, egal von welchem Tempel aus. Die Auswahl ist ja groß genug und die Aussicht von überall wunderschön.
Ein Besuch des 737 Meter hohen Mount Popa oder eine Bootsfahrt auf dem Irrawaddy – besonders schön am Abend, zum Sonnenuntergang – sollte man auch nicht auslassen, ebensowenig wie einen Streifzug über den Nyaung U Markt. Hier findet man Lebensmitteln, Kleidung und Lacquerwaren, und natürlich den Alltag der Menschen.

Mandalay

Die junge zweitgrößte Stadt hat über eine Million Einwohner und ist eine ehemalige Hauptstadt Myanmars. Sie wird auch ‚die Stadt des Fahrrads‘ genannt, denn
ca 300 000 Fahrräder sind hier unterwegs.
Der Wandel Myanmars hat auch in Mandalay Einzug gehalten, dennoch wirkt die Stadt immer noch mehr wie ein Dorf und nicht wie eine Metropole. Viele Straßen sind noch ungeteert und verwandeln sich schnell mal in Staubwolken. Des nachts legt sich breite Dunkelheit über die Stadt, da Beleuchtung Mangelware ist.
Neben einem Besuch der Kuthodaw-Pagode mit den 729 kleinen weißen Pagoden, in denen Marmortafeln mit Teilen der buddhistischen Lehre untergebracht sind, muss man die zweitwichtigste Pagode Myanmars, die Mahamuni-Pagode, gesehen haben. In ihr ist eine der fünf Buddha-Statuen aufgestellt, die zu dessen Lebzeiten entstanden.
Ein Abstecher in die Handwerkerviertel sollte bei keinem Aufenthalt in Mandalay fehlen. Außerdem muss man ans Ufer des Ayeyarwaddy am besten in der Morgenstimmung und mit dem Roller die nähere Umgebung zu entdecken. Eine wirklich unvergessliche Variante der Stadterkundung bietet auch hier eine Fahrt mit dem Heißluftballon über die Stadt.
Insgesamt 72 verschiedene Säugetier-Arten kommen in Khao Yai vor. Zusammen mit drei benachbarten Nationalparks, die alle zur Welterbestätte der Unesco zählen, beherbergt der Reservatskomplex 112 Säugetierarten. Der Park ist insbesondere ein Refugium für große Säuger, wie dem Asiatischen Elefant und Indochinesischen Tiger, die in vielen Teilen Südostasiens bereits ausgerottet sind. Auch seltenen Wildrindern bietet der Park noch eine Heimat. So leben etwa 150 Gaure und etwa zehn Exemplare der seltenen Bantengs im Park. Gelegentlich gibt es auch unbestätigte Berichte über Vorkommen des Wilden Wasserbüffels. Der Gesamtbestand der Elefanten wird auf rund 300 Tiere geschätzt. Weitere große Pflanzenfresser sind der Sambarhirsch und Waldziegenantilopen. Unter den zahlreichen Raubtierarten sind Leopard, Nebelparder, Marmorkatze, Bengalkatze, Asiatischer Wildhund, Binturong, Indischer Fischotter, Kragenbär und Malaienbär hervorzuheben. Die Affen sind durch Javaneraffe, Schweinsaffe, Bärenmakak, Haubenlangur und zwei Gibbonarten (Weißhandgibbon und der seltene Kappengibbon) vertreten. 358 verschiedene Vogelarten können im Nationalpark beobachtet werden. In einer Höhle am Rande des Parks leben etwa eine Million Fledermäuse, die sich von Insekten ernähren.
Kalaw liegt hoch oben am westlichen Rand des Shan-Plateaus und hat etwa 26 000 Einwohner. Es liegt 70 km westlich von Taungyi, etwa auf halbem Weg entlang der Thazi-Taungyi-Straße. Zur Kolonialzeit war hier eine beliebte Bergstation der Briten für die Soldaten und ihre Angehörigen, und auch heute ist es noch ein ruhiger, beschaulicher Ort auf 1320 m Höhe, sehr angenehm zum Wandern durch knorrige Kiefern, Bambushaine und zerklüftete Berglandschaft. Kalaw ist der Ausgangspunkt für Touren zum Inle-See und nach Pindaya und gilt als das Trekking-Mekka Myanmars. Die Bevölkerung besteht zum Teil aus den Nachfahren der Nepalesen und Inder, die von den Engländern zum Eisenbahn- und Straßenbau ins Land geholt wurden. Sie haben die Küche dieser Region stark mitgeprägt, und so duftet es aus den Restaurants und Garküchen nach frischen Curries, aber auch nach den traditionellen Gerichten der Shan Region. Die Restaurants reihen sich im Herzen Kalaws um den Markt, auf dem die Bewohner der umliegenden Hügel ihre Produkte verkaufen. Gleich daneben glänzt die Aung Chang Tha Stupa schon von weitem, kostbar verziert mit Silber- und Goldglasmosaiken.

Inle See

Der Inle See ist der zweitgrößte See Myanmars, ein Süßwassersee im Shan-Staat, in der Mitte des Landes. Er ist von Schilf und Feuchtgebieten (Vogelschutzgebiete) gesäumt, die für die legendären schwimmenden Gärten genutzt werden. Im Osten und Westen befinden sich große bewaldete Areale, und rund um den See ragen die 2000 m hohen Shan-Berge empor, die das eindrucksvolle Bild des 22 km langen Sees und der abwechslungsreichen Umgebung abrunden. Etwa 170 000 Menschen leben hier, von denen 100 000 zur Volksgruppe der Intha gehören, die sich hier vor Jahrhunderten aus verschiedenen Regionen Myanmars zusammengefunden hat. Vor allem die Handwerker sind für ihre Keramik-, Messing- und Lackarbeiten bekannt, aber auch der handgewebte Stoff gilt als ihr Markenzeichen. Zur Unterhaltung finden über das Jahr verteilt viele Veranstaltungen zumeist religiöser Art statt. So können Besucher beim Phaung Daw U-Festival das Verehren von Buddha live miterleben und am 5-Tage-Markt teilnehmen. Neben ausgedehnten Spaziergängen und Stippvisiten bei den Ureinwohnern besteht für Reisende die Möglichkeit, ihren strapazierten Rücken bei einer traditionellen Win Nyunt Massage kurieren zu lassen.

Amarapura

(Stadt der Unsterblichen)
11 km südlich von Mandalay gelegen wird die 23.200 Einwohner zählende Stadt gern als Vorort Mandalays bezeichnet. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die 1200 m lange U-Bein Brücke, benannt nach dem Bürgermeister, der sie 1850 erbauen ließ. Sie führt über den Taungthaman-See und steht auf 1.060 Teakholzpfählen.
Mönche in orangefarbenen Roben, Einheimische und Touristen, mit dem Rad und zu Fuß. Unaufhörlich strömen Menschen über diese Brücke die auch von Bettlern gesäumt ist, die dankbar sind für kleine Spenden.
Für den Besuch eignet sich der geradezu magische Moment vor dem Sonnenuntergang und auch die Zeit morgens zwischen 7 und 9 Uhr, zu der exzellente Lichtverhältnisse herrschen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kyauktawgyi-Pagode und das Mahagandayon-Kloster, eines der größten und bekanntesten Klöster Myanmars. Es liegt am Ortsausgang von Amarapura, nahe der U-Bein-Brücke und man kann die morgendliche Übergabe von Essensspenden an die Mönche miterleben.
Auch interessant ist der Guan Yin-Tempel, das einzige Heiligtum hier, das seit der Gründung der Stadt ohne Unterbrechung bewohnt wird. Zu seinen Besonderheiten gehören die typisch chinesischen Dächer und bunten Figuren.

Sagaing

Sagaing ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und befindet sich in deren Süden. Sie ist eines der buddhistischen Zentren Myanmars und liegt zu Füßen des Sagaing-Hügels, auf dem über 6000 Mönche und Nonnen leben und sich mehr als 600 Stupas und Klöster sowie 100 Meditationszentren befinden. Ein spirituelles Feuerwerk, das Touristen aus aller Welt anzieht.
Sagaing zählt etwa 307 000 Einwohner und liegt 20 km südwestlich von Mandalay nahe der früheren Königsstadt Ava am Irrawaddy . Das Wahrzeichen Sagaings ist die 700 m lange von den Briten erbaute Ava-Brücke mit den 16 großen Bögen. Sie verbindet Sagaing mit Manadalay und war bis 1998 die einzige Brücke, die den 2170 km langen Irrawaddy überquerte.
Der beste Ort, um die Aussicht zu genießen, ist der Sagaing Hügel. Hier kann man einen Tag damit verbringen, die Pagoden, Tempel und Höhlen zu erkunden. Wohin man schaut, überall blitzen das Gold eines Stupa oder die leuchtenden Farben von Tempeln. Oben auf dem Hügel befindet sich der wichtigste Schrein, die Soon U Ponya Shin Pagode. Im Innern dieser Anlage erwarten den Besucher ein großer goldener Stupa, einige Gebetshallen und ein etwa 6m hoher sitzender Buddha.

Heho

Heho ist eine kleine Stadt im Amtsbezirk Kalaw, District Taunggyi, im Shan Staat und das primäre Lufttor zu touristischen Gebieten wie dem Inle See.
Heho ist durch den National Highway Nr. 4 (NH4) mit Sakangyi und Taunggyi, der Hauptstadt des Shan-Staates im Osten, verbunden. Ein Feldweg nordwestlich von Heho führt zu den alten Silberbleiminen von Maw Son (Baw Zaing).
Zunächst war Heho ein kleines Dorf der Danu, welches in den 1920er Jahren zu einer Stadt heranwuchs. Seitdem die einspurige Eisenbahnlinie von Aungban nach Shwenyaung verlängert wurde, ist Heho als bequemer Zwischenstopp und Umsteigepunkt festgelegt worden. Später wurde der Flughafen 4 km nordwestlich der Stadt gebaut der während des Zweiten Weltkrieges sowohl von den Alliierten als auch von den Japaner genutzt wurde. Später dann allerdings bombardierten die Alliierten ihn heftig. Am südlichen Ende des Flugplatzes sind noch immer Spuren der Flugzeugbunkerverkleidungen und Bombenkrater zu sehen; besonders gut erkennbar aus der Luft.
Heute landen hier Flugzeuge aus Yangon und Mandalay. Sollte man auf der Durchreise in Heho landen, so lohnt sich auf jeden Fall ein Abstecher zum Viehmarkt.

Kyaiktiyo

Kyaiktiyo ist eine kleine Stadt im Mon-Staat, etwa 160 km entfernt von Yangon, im Südosten Myanmars. Sie liegt am Fuße der Bergkette an der Hauptstraße zwischen Mawlamyine und Bago/Yangon. Hier befindet sich auch der 1102 m hohe Mount Kyaiktiyo, auf dem eine Pagode auf einem massiven Granitfelsen errichtet wurde, der bereits seit der Antike am Rande einer Felswand balanciert. Der legendäre Goldene Felsen ist Wallfahrtsort für Buddhisten (Hauptzeit: November bis März) und wichtigstes Touristenziel Myanmars. Die waghalsig schwach anmutende Standstelle des Felsbrockens auf der Klippe besteht schon so lange, dass goldene Koloss sogar in der buddhistischen Mythologie vorkommt: Er soll allein durch zwei Kopfhaare Buddhas am Berg verankert sein. Ein ziemlich außergewöhnlicher Anblick, besonders bei Sonnenuntergang, wenn sich Pilger und Mönche hier versammeln und der Fels noch zusätzlich zum natürlichen Licht mit einem immensen Aufgebot an künstlicher Beleuchtung in Szene gesetzt wird. Ein 4 bis 5 Std. dauernder Pilgerweg führt zum goldenen Felsen hinauf, überwiegend im Schatten und damit auch an heißen Tagen angenehm. Unterwegs laden Tee-Shops mit spektakulärer Aussicht zu einer erfrischenden Pause ein.

Bago

Bago ist die viertgrößte Stadt Myanmars und Hauptstadt der Verwaltungseinheit Bago-Division und hat eine so hohe Dichte an sehenswerten Heiligtümern, Pagoden, Buddha Statuen, Klostern und Palästen wie kaum eine andere Stadt in Myanmar und ist dabei großartig untouristisch und authentisch.
Direkt am Ortseingang: die vier großen sitzenden weißen Buddhas von Kyaikpun aus dem 15 Jhd.. Rücken an Rücken schauen sie in die vier Himmelrichtungen und ihre Fingernägel sind glitzernde Spiegelmosaike.
Dann ist da der 55 m lange liegende Buddha in der Shwethalyaung Pagode. Er stammt aus dem Jahre 994 und symbolisiert Buddha bei seinem Eintritt ins Nirvana. Schulgruppen, Familien und Gläubige strömen mit Picknick Körben in die Halle was wegen der Akustik für eine Art Marktflair sorgt.
Direkt daneben: der 90 m lange Mya Tharlyaung Buddha, dessen Gold hell im Sonnenlicht glänzt. Und dann ist da die majestätische Kanbawzathadi Palastanlage, golden, mitten in der saftig grünen Fülle aus Palmen und Bananenhainen.
Und: die goldene Shwemawdaw Pagode, einer der wichtigsten religiösen Orte in Bago und ganz Myanmar. Auch hier trifft man sich für einen Plausch oder ein Picknick. Und noch vieles mehr.

Pindaya

Pindaya ist eine Stadt im Shan-Staat in Myanmar. Bekannt ist die Stadt wegen der Kalkstein-Höhlen in einem nahegelegenen Höhenzug, die ein Wallfahrtsort für die Buddhisten und für die Touristen ein interessantes Ziel sind, denn sie beherbergen mehr als 8000 Buddhastatuen. In Pindaya findet zudem ein Fünf-Tage-Markt statt, ein in ländlichen Gebieten Myanmars gebräuchliches Verfahren, bei dem in fünf verschiedenen Orten Märkte in einem rotierenden System stattfinden. Quelle: wikipedia

Ngapali Beach

Der beste Ort für alle, die nach einer Myanmar-Rundreise einfach noch am Strand in paradiesischer Umgebung ausspannen möchten und nicht unbedingt Entertainment oder sportliche Herausforderungen brauchen. Ngapali liegt im Rakhine Staat in der Nähe der Stadt Thandwe. Der Name Ngapali geht auf italienische Soldaten zurück, die 1860 während des zweiten anglo-burmesischen Krieges in Myanmar hier stationiert waren und das kleine Fischerdorf nach ihrer Heimatstadt Neapel benannten.
Ein tropisches Paradies, wie es im Buche steht. Endlose Strände mit feinem weißen Sand.
Wer will, kann im Hotel ein Fahrrad oder e-Bike mieten und damit die Fischerdörfer rundherum erkunden. Da ist z.B. das Dorf Kinmaw, das für seine Töpfereien bekannt ist, und wo sich die Meister auch gerne bei der Arbeit über die Schulter schauen lassen. Am Strand und in den Hotels werden auch Bootsausflüge zu den naheliegenden Inseln und in den Golf von Bengalen angeboten. Kulinarisch spielt sich das meiste auf der parallel zum Strand verlaufenden schmalen Straße ab, die von kleinen Restaurants und Garküchen gesäumt ist. Frische Meeresfrüchte und Fisch werden im Rakhine-Stil zubereitet. Eine scharfe, aber leichte Küche.

Geschichte

Im 11. Jahrhundert gründete König Anawrahta das erste birmanische Reich. Im 19. Jahrhundert fiel Birma nach mehreren Kriegen unter britische Herrschaft. Der letzte König von Birma wurde mit seiner Familie durch die britische Besatzung ins Exil nach Indien geschickt, wo er auch starb. Birma wurde Teil von Britisch-Indien.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Birma von Japan okkupiert und ein Marionettenstaat errichtet. Nach Kriegsende 1945 wurde das Land von den Briten besetzt und erneut in ihr Kolonialreich integriert.
1948 wurde Birma in die Unabhängigkeit entlassen. Seither halten bewaffnete Konflikte in verschiedenen Landesteilen an, wo ethnische Minderheiten gewaltsam für mehr Autonomie oder Unabhängigkeit kämpfen. Nach einer kurzen demokratischen Phase bis 1962 wurde Birma von verschiedenen Militärregimen kontrolliert.
Von 1961 bis 1971 war der birmanische Politiker Maha Thray Sithu U Thant der dritte Generalsekretär der Vereinten Nationen. Als es wegen der Weigerung der Regierung Ne Win, ihm ein Staatsbegräbnis auszurichten, in Rangun zu Unruhen kam, wurden diese gewaltsam niedergeschlagen.
Am 18. Oktober 1965 verabschiedete der Revolutionsrat ein Gesetz, nach dem alle Wirtschaftsunternehmen verstaatlicht wurden. Wenig später wurden alle christlichen Missionare zum Ende des Jahres 1966 ausgewiesen.

Am 8. August 1988 gipfelten monatelange Unruhen (8888 Uprising) wegen der Wirtschaftspolitik des Militärs unter Führung von General Ne Win in der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in der Hauptstadt Rangun mit mehreren Tausend Toten. Ein neues Militärregime unter General Saw Maung etablierte sich als Staatsrat für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung (SLORC). 1989 wurde das Land in Myanmar umbenannt. Als 1990 bei demokratischen Wahlen die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD) einen Erdrutschsieg errang, wurden die Wahlen vom Militärregime für ungültig erklärt, und es kam zu einer blutigen Niederschlagung von friedlichen Studentenprotesten. Das Regime blieb an der Macht.

Im November 2005 begann die Regierung mit der Verlegung des Regierungssitzes von Rangun nach Naypyidaw in der Nähe der Stadt Pyinmana (Mandalay-Division). Begründet wurde der Schritt offiziell mit der gegenüber Rangun zentralen Lage der neuen administrativen Hauptstadt. Inoffizielle Spekulationen reichten von der Furcht vor einer ausländischen Invasion vom Meer aus, über Einflüsse von Astrologen auf die Militärmachthaber bis zur Abschottung des Regimes aus Furcht vor möglichen neuen Volksaufständen.
In der Reihe der Kritiker des Regimes erschienen im Dezember 2005 erstmalig auch die ASEAN-Staaten. Bereits im März 2005 hatte Myanmar auf die turnusmäßige Übernahme des jährlich wechselnden Vorsitzes innerhalb ASEAN zugunsten der Philippinen verzichtet. Ein von den USA im Weltsicherheitsrat eingebrachter Resolutionsentwurf, der das Militärregime zur Einhaltung der Menschenrechte und zur Freilassung aller politischen Gefangenen auffordern sollte, wurde im Januar 2007 mit den Stimmen der Vetomächte Volksrepublik China und Russland abgelehnt.

Die im August 2003 vom damaligen Premierminister Khin Nyunt verkündete „Road Map“ für den Weg zur Demokratie nahm mit der erneuten Einberufung der Nationalen Versammlung, die eine neue Verfassung erarbeiten sollte, ihren Lauf. Nach knapp zehnmonatigen Beratungen zwischen dem 17. Mai 2004 und dem 3. September 2007 erklärte der Vorsitzende der Kommission für die Einberufung der Nationalen Versammlung, Generalleutnant Thein Sein, dass man sich auf eine neue Verfassung geeinigt habe, die einen ersten Schritt zur Demokratisierung des Landes darstelle. Einen Termin für ein Referendum über den Verfassungsentwurf oder für freie Parlamentswahlen nannte er jedoch nicht.

Proteste in Myanmar 2007

Am 15. August 2007 wurden sämtliche Subventionen auf Kraftstoffe gestrichen. Die hierdurch auf bis zu 500 Prozent ansteigenden Preise für flüssigen Treibstoff und Gas waren der Anstoß zu Protestdemonstrationen, die sich bis Ende September auf das ganze Land ausweiteten. Sie wurden am 26. September gewaltsam niedergeschlagen. Dabei wurden nach unterschiedlichen Angaben zwischen zehn und mehreren Tausend Mönche und Demonstranten getötet.

Im Februar 2008 setzte die Militärjunta ein Referendum über die neue Verfassung im Mai 2008 an. Nach dem Terminplan sollten demokratische Wahlen 2010 stattfinden.

In der Nacht zum 3. Mai 2008 wurden Teile des Landes durch den Tropensturm Nargis verwüstet. Es starben nach Regierungsangaben vom 24. Juni 2008 84.537 Menschen, 53.836 gelten als vermisst. Nach UNO-Schätzungen vom 9. Mai 2008 starben 63.000 bis 101.000 Menschen und rund eine Million wurde obdachlos. Die Militärjunta verweigerte Helfern den Zugang zum Irrawaddy-Flussdelta und beschlagnahmte Hilfsgüterlieferungen aus dem Ausland.

Staatschef von Myanmar, Thein Sein

Ungeachtet der Katastrophe führte das Regime am 10. Mai 2008 das Verfassungsreferendum wie geplant durch. Lediglich in den am schwersten betroffenen Gebieten wurde der Termin um zwei Wochen verschoben. Nach massiver Wahlfälschung und Einschüchterung verkündete das Militär schließlich eine 92,48-prozentige Zustimmung der wahlberechtigten Bevölkerung zur neuen Verfassung.
Am 7. November 2010 fanden die ersten Wahlen seit 1990 statt, woraufhin am 4. Februar 2011 der vorherige Premierminister Thein Sein zum ersten Präsidenten Myanmars seit 1988 ernannt wurde; dieser ist ein Than Shwe nahestehender General. Während die Parlamentswahlen von 2010 noch von der NLD boykottiert wurden, beteiligte sich die führende Oppositionspartei am 1. April 2012 erstmals seit 1990 wieder bei Parlamentswahlen. Bei den Nachwahlen wurden 45 der 664 Sitze in der Volksversammlung neu vergeben. 43 dieser 45 Sitze erhielt die Opposition mit der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. (Quelle: Wikipedia)

Religion

Anteile der Religionen an der Bevölkerung:
Buddhismus (mit Lokalreligionen gemischt): nach offiziellen Angaben 87,2 %
Christentum: 5,6 % (zumeist Anhänger des Protestantismus und der katholischen Kirche: 1,04 %)
Islam: 3,6 %
Anhänger von indischen Religionen: 2,6 %.

Die am weitesten verbreitete Religion in Myanmar ist der Buddhismus. Einige der berühmtesten buddhistischen Kunstwerke (Statuen) im asiatischen Raum befinden sich hier. Vorherrschend ist die frühbuddhistische Theravada-Schule, die im 20. Jahrhundert auch maßgeblichen Einfluss auf die Buddhismus-Rezeption im Westen hatte. So fußen viele der Standardwerke der Vipassana-Meditation (zum Beispiel Nyanaponika: „Geistesschulung durch Achtsamkeit“) auf den Lehren birmanischer Dharma-Meister wie Mahasi Sayadaw, Chanmyay Sayadaw U Janaka, Ledi Sayadaw oder Sayadaw U Pandita. Zu den wichtigsten Heiligtümern zählen vor allem die Shwedagon-Pagode in Rangun, der Goldene Fels südöstlich von Bago und der Mount PopaBagan.
Zum Christentum bekennen sich nach offiziellen Angaben 4 % der Bevölkerung, vor allem in den Volksgruppen der Chin und der Karen, die einem im Jahre 2007 bekannt gewordenen Regierungsprogramm „zur Zerstörung der christlichen Religion in Myanmar“ zufolge, systematisch vertrieben werden sollen. Besonders bei den ethnischen Minderheiten ist der Geisterglaube weit verbreitet. (Quelle: Wikipedia)

Gesundheit, Bildung Soziales

Myanmar ist seit einigen Jahren eines der Länder mit besonders hoher AIDS-Zuwachsrate. Dies wurde von der Junta lange bestritten, was das Problem verschlimmerte. Ursachen sind vor allem die Prostitution besonders in Rangun und die verbreitete, aufgrund leicht zu beschaffender, inländischer Stoffe traditionelle Drogenabhängigkeit, die infolge der durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg eingetretenen gesellschaftlichen Zerrüttung noch verschärft wird.

Der Bildungssektor ist in Myanmar, das eine ausgesprochene Bildungstradition hat, unter dem Militärregime besonders stark geschrumpft. Mehrere Hochschulen wurden vorübergehend oder ganz geschlossen, vor allem aus Angst vor Studentenaufständen und vor der Kritik einer intellektuellen Elite. Lernfreiheit und freie Fächerwahl bestehen nicht, dafür ist es möglich, gewisse Fächer per Fernkurs zu studieren. Auch die Verbreitung von Büchern im universitären Bereich ist stark beschränkt, so kann etwa ein Medizinstudent keine Geschichtsbücher ausleihen etc. (Quelle: Wikipedia)

Völker und Sprachen

Myanmar ist ein Vielvölkerstaat mit rund 54 Millionen Einwohnern, die 135 verschiedenen Ethnien angehören. Die größte Ethnie ist mit 70 % Bevölkerungsanteil die der Birmanen (Bamar). Die Shan sind die zweitgrößte Volksgruppe (8,5 %) und leben hauptsächlich im Shan-Staat des Landes, in Gebieten ab etwa 1000 Metern Höhe.

(Tschin) und 1,4 % 6,2 % stellen die überwiegend christlichen Karen und 2,4 % gehören zu den Mon. Die Padaung gehören zur Sprachgruppe der Mon-Khmer und umfassen etwa 150.000 Personen. Sie leben im südlichen Kachin- und im Shanstaat. 2,2 % sind ChinKachin.

Hauptsächlich im Rakhaing-Staat leben etwa 730.000 Arakanesen. Andere Quellen geben ihren Anteil an der Gesamtbevölkerung sogar mit 4 % an. Ebenfalls im Rakhaing-Staat leben die Rohingya, denen der Status als Volksgruppe verwehrt wird und die von der Regierung als bengalische Muslime bezeichnet werden. Viele von ihnen sind nach Bangladesch geflohen. Ferner stellen die Chinesen 1–2 % und die Inder 1 % der Bevölkerung. Die einzelnen Völker sprechen ihre eigenen Sprachen, Englisch ist Handelssprache. Amtssprache ist die Birmanische Sprache. (Quelle: Wikipedia)

Feiertage und Feste

Januar/Februar Vollmondfest Das Fest findet an drei Orten statt: im Ananada-Tempel in Bagan, der Shwedagon-Pagode in Yangon und der Shwenattaung-Pagode in Pyay
Januar/Februar htamane Reiserntefest
Februar/März Vollmond von Tabaung Pagodenfeste im ganzen Land
April/Mai Vollmond von Kason
April/Mai Thingyan Das Wasserfest wird zu Beginn des neuen Jahres gefeiert
Juni/Juli Vollmond von Waso Beginn der buddhistischen Fastenzeit
Juli Natfest Natfest auf dem Mt. Popa
Juli/August Vollmond von Wagaung Beginn der buddhistischen Fastenzeit September/Oktober Vollmond von Thadingyut Ende der buddhistischen Fastenzeit
September/Oktober Phaung Daw U Pagodenfest großes Fest auf dem Inle See
September/Oktober Dewali Lichterfest
Oktober/November Vollmond von Tazaungmon Vollmondfest in der Shwezigon Pagode in Bagan
November Ballonfest Heißluftballonfest in Taunggyi
November/Dezember Vollmond von Nadawt Natfeste
Dezember/Januar Vollmond von Pyatho
4. Januar Independence Day Nationalfeiertag
12. Februar Tag der Einheit (Union Day) Feiertag zur Erinnerung an die Gründung des Landes im Jahre 1947
2. März Tag des Bauern Paraden in der Hauptstadt
27. März Tag des Widerstandes Paraden in der Hauptstadt
1. Mai Tag der Arbeit
19. Juli Tag der Erinnerung an Bogyoke Aung San
4. Dezember Nationalfeiertag Nationalfeiertag (map © by wikimedia.org)

 

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