Über Myanmar

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Myanmar Basics

Fast Facts Myanmar

Klima

Myanmar befindet sich – mit Ausnahme des äußersten Nordens – im Einflussbereich des Indischen Monsuns. Durch das Relief bedingt sind die Ausprägungen des Monsuns in den einzelnen Landesteilen unterschiedlich.
Im Wesentlichen lassen sich drei Jahreszeiten unterscheiden:
Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober,
kühle Jahreszeit von Ende November bis Ende Februar und
heiße Jahreszeit in den Monaten März bis Mai

Impfungen

Detaillierte und immer aktuelle Impfempfehlungen finden Sie auf der Website des Tropeninstitutes Hamburg.

Kleidung

Zu empfehlen ist leichte, luftige Kleidung aus Baumwolle oder aus modernen Kunststofffasern.

Kleidungsstandards

Auf angemessene Kleidung achten; vor allem beim Besuch von buddhistischen Tempelanlagen sollten Frauen keine schulterfreien Oberteile tragen; lange Röcke und Hosen sind angebracht.

Unverzichtbar sind Sandalen oder Flip-Flops, denn vor jedem Tempel oder Privathaus müssen die Schuhe ausgezogen werden. In Laos ist Respekt vor älteren Generationen besonders wichtig. Wird die Familie von Freunden besucht, ist es angebracht, mit einer kurzen Verbeugung den Älteren Respekt zu zeigen. Innerhalb der Familie wir beim Besuch der ältesten Generation normalerweise mit verschränkten Armen die ältesten Familienmitglieder begrüßt. Anders als in westlichen Ländern, leben meist mehrere Generationen unter einem Dach. Da ist das Wort der älteren Generation oberstes Gebot.

Respekt

Besucher, die zum ersten Mal nach Myanmar reisen, sollten sich vor allem über die Geschichte und die politische Situation des Landes im Klaren sein und entsprechend ihr Verhalten anpassen. Viel zu viele Touristen reisen mit der Vorstellung eines zweiten Thailands ins “Land der 1.000 Pagoden” und beklagen sich dann vor Ort über mangelnde Abwechslung oder die schlechte Infrastruktur.

Wer jetzt nach Myanmar reist, erlebt ein unverfälschtes Asien, in dem seit 50-60 Jahren die Zeit stehen geblieben ist. Züge sind alt und langsam, ausländische Handys funktionieren im Mobilfunknetz nicht und das Internet ist Mangelware. Außerhalb der großen Städte wird nur sehr wenig Englisch gesprochen und verstanden, so dass die Kommunikation in der Regel “mit Händen und Füßen” stattfinden muss (Burmesen können die westliche Schrift genauso wenig lesen wie wir die burmesische Schrift, so dass es auch nichts hilft, mit dem Finger mehrfach ungeduldig auf Ortsbezeichnungen im deutschen Reiseführer zu tippen!).
– See more at: http://www.myanmar-burma-reisetipps.de/verhalten/#sthash.pNsUacjY.dpuf

Auch wenn Myanmar zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, legt man Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Deshalb tragen fast alle Männer – neben dem für den Europäer ungewohnten Wickelrock (Longyi) – ein gepflegtes Hemd. Daher sollte auch der Tourist einiges beachten. Die Knie und Schultern sollten immer bedeckt sein. Bademode gehört nur an den Strand und den Hotel-Pool. So gibt auch einige Verhaltensregeln, die es zu beachten gilt. Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern Südostasiens hat die Regierung die Bevölkerung jahrzehntelang von der Außenwelt isoliert. So ist niemand in diesem Land an Massentourismus gewöhnt. Begegnen Sie deshalb den Menschen bescheiden und zurückhaltend. Durch Heben der Stimme oder gar Wutausbrüche verlieren sie in den Augen eines Myanmaren Ihr Gesicht. Eine große Portion Gelassenheit zur Kompensation von Unzulänglichkeiten gehört unbedingt in das Gepäck eines Myanmar-Touristen. Im Gegensatz zu Europa sind Umarmungen und Zärtlichkeiten bei Paaren in der Öffentlichkeit unmöglich. Das Händeschütteln als Begrüßung ist nicht beliebt. Als besonders heiliger Teil des Körpers gilt der Kopf. So berührt man niemals ohne besonderen Grund den Kopf eines Kindes. Vor Pagoden und Tempeln müssen prinzipiell die Schuhe ausgezogen werden. (Quelle: Wikitravel)

Sicherheit

In den für Touristen frei zugänglichen Gebieten kann man sich in der Regel ohne Sicherheitsbedenken frei bewegen. Auch allein reisende Frauen brauchen keine Bedenken haben. Wie eigentlich immer im Urlaub sollte man immer ein Auge auf seine Besitztümer haben. Diebstahl ist in Myanmar sehr selten. Für die eigene Reise ist das sehr positiv. Aber: Wie uns Einheimische mitteilten, liegt das unter anderem an exorbitanten Strafen. In der Regel ist das Volk sehr ehrlich und gibt sogar zu viel bezahltes Geld wieder heraus. Das einzige Sicherheitsrisiko stellen die weltweite Terrorgefahr sowie möglicherweise aufflammende interne Unruhen dar. So kam es am 26.04.05 und am 7.5.2005 zu Bombenanschlägen in Mandalay und Yangon. Eventuelle Auswirkungen auf den Tourismus lassen sich aufgrund der spärlichen Informationspolitik des Landes kaum abschätzen. Man sollte sich daher vor der Reise über die aktuelle Situation informieren.

Visum

Für die Einreise sind ein noch sechs Monate gültiger Reisepass und ein Visum erforderlich. Hierzu muss man den Visa-Antrag und ein Arrival Report Form ausfüllen. Beides kann man sich von der Myanmarischen Botschaft in Berlin zufaxen lassen oder auf deren Website herunterladen. Der Reisepass wird zusammen mit den Formularen, der Gebühr und einem für ein Einschreiben frankierten Rückumschlag an die Botschaft geschickt. Nach einer Woche liegt der Reisepass mit dem Visum wieder im Briefkasten. Das Arrival Report Form ist bei der Einreise nach Myanmar mit sich zu führen.

http://www.botschaft-myanmar.de/

Botschaft der Republik Union Myanmar Berlin Bundesrepublik Deutschland.
Thieleallee 19, 14195 Berlin

Geld

Die in Myanmar gültige Währung ist der Kyat (gesprochen: Tschatt).
Es sind nur Scheine im Umlauf. Für die Bezahlung von Eintrittsgeldern und in Hotels sind allerdings Euro oder der Dollar gefragt. Myanmar ist wohl das Land mit dem komplizierten System. Neben der Währung und den Devisen gibt es auch noch sog. Exachnge Certificates, die zu einem USD äquivalent sind. Ehe die Bevölkerung Devisen annehmen durfte, musste man als Tourist zunächst Exchange Certificates kaufen. Das ist heute nicht mehr nötig. Daher: Ignorieren.

Geldautomaten und Verfügbarkeit

Es gibt ab 2013 ATMs, zumindest in Yangon (Airport, Strandhotel), Mandalay, Nyaung-U und Tachileik, wo man mit Maestro- oder Visa-karten Geld abheben kann. Aber besser vorher die Bank fragen, ob sie ihre Karten in Myanmar freigeschaltet hat. Da Myanmar jetzt an das internationale Bankennetz angeschlossen ist, ist es daher nicht mehr unbedingt nötig sich vorher genug Geld zu besorgen und es bar einzuführen. Die einzigen aktzeptierten Währungen sind Euro, US-Dollar und Singapurdollar. Andere Währungen werden nur auf dem Schwarzmarkt gehandelt und dort sind die Kurse generell etwas schlechter und illegal ist es obendrein.
Der US-Dollar ist als Währung nicht zu empfehlen, da es eine starke Kultur der Banknotenschönheit gibt (siehe unten). Von offizieller Seite werden nur einwandfreie Scheine akzeptiert, was unter Umständen schwierig werden kann. Daher: Bevorzugt EUR oder SGD mitbringen. Die dürfen so zerknüllt sein, wie sie gerade sind. Sie werden angenommen. Es empfiehlt sich daher folgendes Vorgehen: Wer in DACH losfliegt, nimmt sich die entsprechende Menge EUR-Bargeld mit. Wer vorort entscheidet und sowieso durch Singapur muss, der holt sich dort aus dem Geldautomatwn die entsprechende Menge Singapurdollar (Tip: OCBC-ATM). Wer via Bankok (siehe Botschaft) einreist, kann sich dort an den Geldautomaten Baht abheben (Fast alle ATMs verlangen 150฿ Gebühr. Evtl. Bei Heimbank rückerstattbar. Wechselstuben oder Touristen können das dann in EUR/SGD wechseln. Achtung: Tages, Wochen und Kartenlimits beachten!

Für Notfälle kann man in internationalen Hotels via Kreditkarte und gegen üble Abzüge Bargeld bekommen. Die Kartenterminals sind dann typischerweise per Telefonleitung ins Ausland verbunden und rechen in USD. Allerdings gibt es diese internationalen Hotels bei weitem nicht überall.

Wechselkurs und Geldwechsel

Es gibt in Myanmar ein System der zwei Umtauschkurse. In Banken und öffentlichen Wechselstuben erhält man aber den besseren Kurs. Der Außenkurs liegt ca. bei 1 EUR = 1140 Kyat! Überschüssiges Geld kann problemlos zurückgetauscht werden. In manchen Gegenden ist es auch üblich beim Zahnarzt (Hpa-an) zu wechseln. In Hotels sind die Wechselkurse signifikant schlechter. In Yangon ist es ratsam direkt am Flughafen das Geld zu tauschen, ansonsten kann das Geld auch in den Wechselstuben an der Sule Pagode oder im Bogyoke Aung San Market getauscht werden, obwohl hier viele Touristen bereits schlechte Erfarungen gemacht haben. Nicht ratsam ist es auf offener Straße oder in den Gängen des Marktes zu tauschen, worauf man oft angesprochen wird, insbesondere von Indern. Es gibt Fälle, in denen der Händler, den Dollar-Schein entgegennimmt und begutachtet und dann einfach wegrennt. Auch werden Taschenspielertricks angewendet und ein Teil der ausgegeben Scheine wieder zurückgeholt bzw. 100 US-Dollar Noten gegen 1 US-Dollar Noten ausgetauscht. Diese Fälle häufen sich, wenn man sich einschlägige Foren (Stefan Loose, Lonely Planet) etc. durchliest. Es können in der Regel nur saubere, ungeknickte 100 Dollar Noten ohne Risse getauscht werden, die nicht älter sind als 1996 und nicht mit der Seriennummer CB versehen sind. Hierbei gilt, je höher der Wert der Note ist desto besser ist der wechselkurs(Stand März 2012) Zudem werden die Scheine mit einem kleinen Gerät elektronisch getestet. Der Umtausch ist an sich sehr pingelig. Sogar mit einer Lupe rücken die Mitarbeiter der Wechselstuben an. Der Umtausch dauert zwar, aber in der Regel bekommt man den Gegenwert in Kyat. Auch bei EUR-Scheinen soll darauf geachtet werden, dass sie wie neu aussehen und keinerlei Markel wie Flecken oder Knicke aufweisen, da diese auch oftmals abgelehnt werden. (Quelle: Wikitravel)

1 € = ca. 1.309 KYAT
1 US$ = ca. 944 KYAT

Essen und Trinken

Es gibt in Myanmar eine Reihe von Curries, die sich in den einzelnen Regionen unterscheiden. Beispielsweise sind die Curries im Rakhine State bedeutend schärfer als im Rest des Landes. In Rakhine werden auch Stäbchen benutzt, während in anderen Gegenden mit der Hand, bzw. mit Löffel und Gabel gegessen wird. Ein Allrounder ist die Suppe Mohinga. Ohne feste Rezeptur kann sie zu jeder Tageszeit gegessen werden. Einige Hotels und Gästehäuser bieten sie auch als Alternative zum eher langweiligen Kontinentalfrühstück an, welches normalerweise bei der Übernachtung inklusive ist. Dieses besteht immer aus Toast, Butter, Marmelade und 2 Eiern. In manchen Hotels sind auch Pancakes ein willkommende Abwechslung. Schälbares Obst in Myanmar ist ein Genuss. Auf den Märkten sind insbesondere Mangos erhältlich (besonders ganz gelbe), Bananen und vieles mehr. (siehe Hinweise dazu unten) Eine warme Mahlzeit bekommt man fast zu jeder Tageszeit nahezu überall. An fast jeder Ecke sind Restaurants in denen man sehr günstig essen kann (ca. 2-3 Euro pro Portion). Selbst westliche Getränke wie Cola etc. sind überall erhältlich. Myanmar ist nach wie vor ein Entwicklungsland. Wasser in Trinkqualität kommt durch nicht direkt aus der Leitung sondern ist abgepackt in Plastikflaschen. Es ist ratsam nur dieses Wasser zu trinken. In der Regel bekommt man überall für enorm wenig Geld (ca. 100 Kyat) eine Flasche Wasser, die noch nicht geöffnet wurde. Absolut tabu sollte das Wasser aus den typischen Bechern sein. In der Regel stehen überall Trinkwassertanks mit einem Zapfhahn und einem Becher (aus dem jeder trinkt) darunter. Auch in Zügen wird der Becher herumgereicht und für wenige Kyats bekommt man etwas zu trinken. Die Hygiene bleibt dabei außen vor. Die Einheimischen sind aber die Bakterien längst gewöhnt. Fast alles kauft man auf Märkten. Supermärkte und Discounter sind dort noch fast unbekannt. Die Regel: „Koch es, schäl es oder wirf es weg“ gilt auch in Myanmar. Zu verlockend ist natürlich der Anblick von Salat und Obst. Allerdings werden diese Lebensmittel mit dem lokalen Leitungswasser (auch in Hotels) gewaschen und führen bei Westlern zu starken Magenverstimmungen. Essbar ist zudem aber noch der morgendliche Toast etc. Geschält werden sollte aufgrund oft sehr verschmutzter Messer selbst. Hierzu ist es ratsam ein eigenes kleines Reisetaschenmesser mitzuführen. (Quelle: Wikitravel)

Trinkgeld

Es ist üblich, Kellnern, Portiers, Fremdenführern und Fahrern Trinkgeld zu geben. In Rechnungen sind Trinkgelder nicht enthalten.

Einkaufen

Die wahrscheinlich populärsten Souvenirs aus Myanmar sind Lackwaren. Das Zentrum für die Herstellung dieser Waren ist Bagan, wo eine große Auswahl zum Kauf einlädt.

Lackwaren sind erhältlich als Schüsseln, Teller, Vasen und in vielen anderen Formen. Die Qualität hängt von der Flexibilität der Produkte ab, sowie von der Präzision und der Farbgebung ihrer Gravuren. Ein anderes beliebtes Mitbringsel sind bemalte Schirme, so genannte Htis, die in Bassein und Pindaya produziert werden.

Edelsteine wie Rubine, Smaragde und Jade sowie Schmuck werden in staatlichen Läden oder Geschäften mit staatlicher Lizenz, vor allem in Yangon und Mandalay verkauft.

Die dort ausgestellte Quittung ist für die Ausfuhr notwendig. (Quelle: Wikitravel)

Zeitzonen

Zeitzonen: UTC + 6,5
Deutschland-Myanmar: + 5,5
Stomspannung: 230 V, 50 Hz; ein Adapter ist notwendig.

Myanmar

Nach jahrzehntelanger Isolation hat sich Myanmar nun verstärkt dem Tourismus zu geöffnet. Die lang andauernde und strikt gehandhabte politische, wirtschaftliche und kulturelle Abschottung hat dafür gesorgt, dass sich die Zahl der ausländischen Besucher bisher in engen Grenzen hielt – und es ist auf absehbare Zeit auch nicht zu erwarten, dass das Land zu einem Ziel des Massentourismus wird. Dafür ist die touristische Infrastruktur heute immer noch nicht ausreichend entwickelt. Erst seit Kurzem bemüht man sich um einen verstärkten Ausbau des Transportwesens und des Straßenbaus und um die Ausweitung und Verbesserung des Hotelangebots.
Aber gerade wegen der touristischen Unterentwicklung und der jahrzehntelangen Isolation erwartet den Reisenden eine ungeheure exotische Vielfalt in dem Land, das die Brücke zwischen dem indischen Subkontinent und Südostasien bildet.

Schon das Straßenbild der Hauptstadt Yangon (dem früheren Rangun) übt den verführerischen Reiz des Fremdartigen aus: Die männliche Bevölkerung trägt hier nicht die überall in der Welt üblichen Hosen sondern den „Longyi“, einen langen Wickelrock, der für Männer immer kariert und für Frauen geblümt ist. Frühmorgens ziehen die Mönche in roten, manchmal auch safrangelben Gewändern und Ihren Almosenschalen stumm von Haus zu Haus, und in den zahlreichen Garküchen an den Straßen brutzeln vielfarbige wundersam riechende Speisen.

Myanmar hat seit Ende des Zweiten Weltkrieges eine sozialistische Regierung. An der tiefen Religiosität seiner Bewohner hat auch das politische System nicht zu ändern vermocht. Der Buddhismus bestimmt noch immer die Lebensgestaltung der allermeisten Myanmaren, und die zahlreichen alten Kulturdenkmäler – die Stupas, Pagoden, Tempel und Buddha-darstellungen – genießen bei der Bevölkerung nach wie vor größte Verehrung.

Das für den Reisenden aus unseren Breitengraden noch weitgehend unbekannte Myanmar ist ein faszinierendes, geheimnisvolles Land mit besonders liebenswürdigen Menschen und unendliche vielen kulturellen Schätzen aus der Vergangenheit, die zugleich unverzichtbare Bestandteile der lebendigen Gegenwart sind. (Quelle: Reise Know-How)

Geschichte

Im 11. Jahrhundert gründete König Anawrahta das erste birmanische Reich. Im 19. Jahrhundert fiel Birma nach mehreren Kriegen unter britische Herrschaft. Der letzte König von Birma wurde mit seiner Familie durch die britische Besatzung ins Exil nach Indien geschickt, wo er auch starb. Birma wurde Teil von Britisch-Indien.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Birma von Japan okkupiert und ein Marionettenstaat errichtet. Nach Kriegsende 1945 wurde das Land von den Briten besetzt und erneut in ihr Kolonialreich integriert.

1948 wurde Birma in die Unabhängigkeit entlassen. Seither halten bewaffnete Konflikte in verschiedenen Landesteilen an, wo ethnische Minderheiten gewaltsam für mehr Autonomie oder Unabhängigkeit kämpfen. Nach einer kurzen demokratischen Phase bis 1962 wurde Birma von verschiedenen Militärregimen kontrolliert.

Von 1961 bis 1971 war der birmanische Politiker Maha Thray Sithu U Thant der dritte Generalsekretär der Vereinten Nationen. Als es wegen der Weigerung der Regierung Ne Win, ihm ein Staatsbegräbnis auszurichten, in Rangun zu Unruhen kam, wurden diese gewaltsam niedergeschlagen.

Am 18. Oktober 1965 verabschiedete der Revolutionsrat ein Gesetz, nach dem alle Wirtschaftsunternehmen verstaatlicht wurden. Wenig später wurden alle christlichen Missionare zum Ende des Jahres 1966 ausgewiesen.

Am 8. August 1988 gipfelten monatelange Unruhen (8888 Uprising) wegen der Wirtschaftspolitik des Militärs unter Führung von General Ne Win in der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten in der Hauptstadt Rangun mit mehreren Tausend Toten. Ein neues Militärregime unter General Saw Maung etablierte sich als Staatsrat für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung (SLORC). 1989 wurde das Land in Myanmar umbenannt. Als 1990 bei demokratischen Wahlen die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD) einen Erdrutschsieg errang, wurden die Wahlen vom Militärregime für ungültig erklärt, und es kam zu einer blutigen Niederschlagung von friedlichen Studentenprotesten. Das Regime blieb an der Macht.

Im November 2005 begann die Regierung mit der Verlegung des Regierungssitzes von Rangun nach Naypyidaw in der Nähe der Stadt Pyinmana (Mandalay-Division). Begründet wurde der Schritt offiziell mit der gegenüber Rangun zentralen Lage der neuen administrativen Hauptstadt. Inoffizielle Spekulationen reichten von der Furcht vor einer ausländischen Invasion vom Meer aus, über Einflüsse von Astrologen auf die Militärmachthaber bis zur Abschottung des Regimes aus Furcht vor möglichen neuen Volksaufständen.
In der Reihe der Kritiker des Regimes erschienen im Dezember 2005 erstmalig auch die ASEAN-Staaten. Bereits im März 2005 hatte Myanmar auf die turnusmäßige Übernahme des jährlich wechselnden Vorsitzes innerhalb ASEAN zugunsten der Philippinen verzichtet. Ein von den USA im Weltsicherheitsrat eingebrachter Resolutionsentwurf, der das Militärregime zur Einhaltung der Menschenrechte und zur Freilassung aller politischen Gefangenen auffordern sollte, wurde im Januar 2007 mit den Stimmen der Vetomächte Volksrepublik China und Russland abgelehnt.

Die im August 2003 vom damaligen Premierminister Khin Nyunt verkündete „Road Map“ für den Weg zur Demokratie nahm mit der erneuten Einberufung der Nationalen Versammlung, die eine neue Verfassung erarbeiten sollte, ihren Lauf. Nach knapp zehnmonatigen Beratungen zwischen dem 17. Mai 2004 und dem 3. September 2007 erklärte der Vorsitzende der Kommission für die Einberufung der Nationalen Versammlung, Generalleutnant Thein Sein, dass man sich auf eine neue Verfassung geeinigt habe, die einen ersten Schritt zur Demokratisierung des Landes darstelle. Einen Termin für ein Referendum über den Verfassungsentwurf oder für freie Parlamentswahlen nannte er jedoch nicht.

Proteste in Myanmar 2007

Am 15. August 2007 wurden sämtliche Subventionen auf Kraftstoffe gestrichen. Die hierdurch auf bis zu 500 Prozent ansteigenden Preise für flüssigen Treibstoff und Gas waren der Anstoß zu Protestdemonstrationen, die sich bis Ende September auf das ganze Land ausweiteten. Sie wurden am 26. September gewaltsam niedergeschlagen. Dabei wurden nach unterschiedlichen Angaben zwischen zehn und mehreren Tausend Mönche und Demonstranten getötet.

Im Februar 2008 setzte die Militärjunta ein Referendum über die neue Verfassung im Mai 2008 an. Nach dem Terminplan sollten demokratische Wahlen 2010 stattfinden.

In der Nacht zum 3. Mai 2008 wurden Teile des Landes durch den Tropensturm Nargis verwüstet. Es starben nach Regierungsangaben vom 24. Juni 2008 84.537 Menschen, 53.836 gelten als vermisst. Nach UNO-Schätzungen vom 9. Mai 2008 starben 63.000 bis 101.000 Menschen und rund eine Million wurde obdachlos. Die Militärjunta verweigerte Helfern den Zugang zum Irrawaddy-Flussdelta und beschlagnahmte Hilfsgüterlieferungen aus dem Ausland.

Staatschef von Myanmar, Thein Sein

Ungeachtet der Katastrophe führte das Regime am 10. Mai 2008 das Verfassungsreferendum wie geplant durch. Lediglich in den am schwersten betroffenen Gebieten wurde der Termin um zwei Wochen verschoben. Nach massiver Wahlfälschung und Einschüchterung verkündete das Militär schließlich eine 92,48-prozentige Zustimmung der wahlberechtigten Bevölkerung zur neuen Verfassung.
Am 7. November 2010 fanden die ersten Wahlen seit 1990 statt, woraufhin am 4. Februar 2011 der vorherige Premierminister Thein Sein zum ersten Präsidenten Myanmars seit 1988 ernannt wurde; dieser ist ein Than Shwe nahestehender General. Während die Parlamentswahlen von 2010 noch von der NLD boykottiert wurden, beteiligte sich die führende Oppositionspartei am 1. April 2012 erstmals seit 1990 wieder bei Parlamentswahlen. Bei den Nachwahlen wurden 45 der 664 Sitze in der Volksversammlung neu vergeben. 43 dieser 45 Sitze erhielt die Opposition mit der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. (Quelle: Wikipedia)

Religion

Anteile der Religionen an der Bevölkerung:
Buddhismus (mit Lokalreligionen gemischt): nach offiziellen Angaben 87,2 %
Christentum: 5,6 % (zumeist Anhänger des Protestantismus und der katholischen Kirche: 1,04 %)
Islam: 3,6 %
Anhänger von indischen Religionen: 2,6 %.

Die am weitesten verbreitete Religion in Myanmar ist der Buddhismus. Einige der berühmtesten buddhistischen Kunstwerke (Statuen) im asiatischen Raum befinden sich hier. Vorherrschend ist die frühbuddhistische Theravada-Schule, die im 20. Jahrhundert auch maßgeblichen Einfluss auf die Buddhismus-Rezeption im Westen hatte. So fußen viele der Standardwerke der Vipassana-Meditation (zum Beispiel Nyanaponika: „Geistesschulung durch Achtsamkeit“) auf den Lehren birmanischer Dharma-Meister wie Mahasi Sayadaw, Chanmyay Sayadaw U Janaka, Ledi Sayadaw oder Sayadaw U Pandita. Zu den wichtigsten Heiligtümern zählen vor allem die Shwedagon-Pagode in Rangun, der Goldene Fels südöstlich von Bago und der Mount PopaBagan.
Zum Christentum bekennen sich nach offiziellen Angaben 4 % der Bevölkerung, vor allem in den Volksgruppen der Chin und der Karen, die einem im Jahre 2007 bekannt gewordenen Regierungsprogramm „zur Zerstörung der christlichen Religion in Myanmar“ zufolge, systematisch vertrieben werden sollen. Besonders bei den ethnischen Minderheiten ist der Geisterglaube weit verbreitet. (Quelle: Wikipedia)

Gesundheit, Bildung Soziales

Myanmar ist seit einigen Jahren eines der Länder mit besonders hoher AIDS-Zuwachsrate. Dies wurde von der Junta lange bestritten, was das Problem verschlimmerte. Ursachen sind vor allem die Prostitution besonders in Rangun und die verbreitete, aufgrund leicht zu beschaffender, inländischer Stoffe traditionelle Drogenabhängigkeit, die infolge der durch den jahrzehntelangen Bürgerkrieg eingetretenen gesellschaftlichen Zerrüttung noch verschärft wird.

Der Bildungssektor ist in Myanmar, das eine ausgesprochene Bildungstradition hat, unter dem Militärregime besonders stark geschrumpft. Mehrere Hochschulen wurden vorübergehend oder ganz geschlossen, vor allem aus Angst vor Studentenaufständen und vor der Kritik einer intellektuellen Elite. Lernfreiheit und freie Fächerwahl bestehen nicht, dafür ist es möglich, gewisse Fächer per Fernkurs zu studieren. Auch die Verbreitung von Büchern im universitären Bereich ist stark beschränkt, so kann etwa ein Medizinstudent keine Geschichtsbücher ausleihen etc. (Quelle: Wikipedia)

Völker und Sprachen

Myanmar ist ein Vielvölkerstaat mit rund 54 Millionen Einwohnern, die 135 verschiedenen Ethnien angehören. Die größte Ethnie ist mit 70 % Bevölkerungsanteil die der Birmanen (Bamar). Die Shan sind die zweitgrößte Volksgruppe (8,5 %) und leben hauptsächlich im Shan-Staat des Landes, in Gebieten ab etwa 1000 Metern Höhe.

(Tschin) und 1,4 % 6,2 % stellen die überwiegend christlichen Karen und 2,4 % gehören zu den Mon. Die Padaung gehören zur Sprachgruppe der Mon-Khmer und umfassen etwa 150.000 Personen. Sie leben im südlichen Kachin- und im Shanstaat. 2,2 % sind ChinKachin.

Hauptsächlich im Rakhaing-Staat leben etwa 730.000 Arakanesen. Andere Quellen geben ihren Anteil an der Gesamtbevölkerung sogar mit 4 % an. Ebenfalls im Rakhaing-Staat leben die Rohingya, denen der Status als Volksgruppe verwehrt wird und die von der Regierung als bengalische Muslime bezeichnet werden. Viele von ihnen sind nach Bangladesch geflohen. Ferner stellen die Chinesen 1–2 % und die Inder 1 % der Bevölkerung. Die einzelnen Völker sprechen ihre eigenen Sprachen, Englisch ist Handelssprache. Amtssprache ist die Birmanische Sprache. (Quelle: Wikipedia)

Feiertage und Feste

Januar/Februar Vollmondfest Das Fest findet an drei Orten statt: im Ananada-Tempel in Bagan, der Shwedagon-Pagode in Yangon und der Shwenattaung-Pagode in Pyay
Januar/Februar htamane Reiserntefest
Februar/März Vollmond von Tabaung Pagodenfeste im ganzen Land
April/Mai Vollmond von Kason
April/Mai Thingyan Das Wasserfest wird zu Beginn des neuen Jahres gefeiert
Juni/Juli Vollmond von Waso Beginn der buddhistischen Fastenzeit
Juli Natfest Natfest auf dem Mt. Popa
Juli/August Vollmond von Wagaung Beginn der buddhistischen Fastenzeit September/Oktober Vollmond von Thadingyut Ende der buddhistischen Fastenzeit
September/Oktober Phaung Daw U Pagodenfest großes Fest auf dem Inle See
September/Oktober Dewali Lichterfest
Oktober/November Vollmond von Tazaungmon Vollmondfest in der Shwezigon Pagode in Bagan
November Ballonfest Heißluftballonfest in Taunggyi
November/Dezember Vollmond von Nadawt Natfeste
Dezember/Januar Vollmond von Pyatho
4. Januar Independence Day Nationalfeiertag
12. Februar Tag der Einheit (Union Day) Feiertag zur Erinnerung an die Gründung des Landes im Jahre 1947
2. März Tag des Bauern Paraden in der Hauptstadt
27. März Tag des Widerstandes Paraden in der Hauptstadt
1. Mai Tag der Arbeit
19. Juli Tag der Erinnerung an Bogyoke Aung San
4. Dezember Nationalfeiertag Nationalfeiertag (map © by wikimedia.org)

 

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