Über Kambodscha

Vietnam Tours - Karte von Kambodscha

Kambodscha Basics

Fast Facts Cambodscha

Sehenswert

Siem Reap

Angkor

Tonle-Sap-See

Phnom Penh 

Battambang

Kep

Kampot

Bokor Hill Station

Koh Rong

Sihanoukville

Klima

Kambodscha ist geprägt von einem tropischen Klima, was im Jahresverlauf grundsätzlich zu gleichmäßig hohen Tagestemperaturen zwischen 26 und 33 °C führt. Da Kambodscha nur wenige Breitengrade vom Äquator entfernt ist, gibt es keine allzu großen Unterschiede zwischen Sommer und Winter. Die klassischen, bei uns vorherrschenden vier Jahreszeiten gibt es hier demnach nicht. – Siehe hierzu auch: http://www.kambodscha-reise.info/klima/#sthash.bzdYbSkn.dpuf

Impfungen

Detaillierte und immer aktuelle Impfempfehlungen finden Sie auf der Website des Tropeninstitutes http://www.gesundes-reisen.de

Kleidung

Zu empfehlen ist leichte, luftige Kleidung aus Baumwolle oder aus modernen Kunststofffasern.

Sicherheit

Kambodscha ist ein sicheres Reiseland. Selbst als Frau kann man allein durch das Land reisen. Vorsicht ist allerdings in größeren Städten vor allem am späteren Abend geboten. Wenn man abends aus der Kneipe kommt, sollte man den Mopedfahrer anweisen, keine dunklen Nebenstraßen zu benutzen. Für die nächtliche Tour reichen auch $US 20. Es empfiehlt sich, im Gästehaus zu fragen, wann die Türen geschlossen werden, denn Wartezeiten vor der Tür sollte man dann vermeiden. Beim Reisen mit dem Zug sollte man verstärkt aufs Gepäck achten, denn hier wurde schon Diebstahl-Delikten berichtet. Telefonnummern der Polizei findet man auch auf den Städteseiten.

Landminen

Kambodscha ist nach wie vor eines der am stärksten verminten Länder der Welt. Laut UN-Angaben von 1997 liegen in Kambodscha noch 6 Millionen Minen. Die Gefahr, von einer Mine verletzt zu werden, besteht immer. Die touristisch frequentierten Areale wie Siem Reap oder Angkor Wat sind weitgehend minenfrei. In allen anderen Regionen, wie z.B. in der Grenzregion Preah Vihear, sollte man nie den Weg verlassen. Warnschilder weisen auf die Gefahr hin. (Die Frage nach Minen auf Khmer lautet: mian minh te?)

Respekt

Die Khmer sind ein tolerantes und harmoniebedürftiges Volk, das darauf bedacht ist, sich nicht zu blamiern oder das Gesicht zu verlieren. Ein Heben der Stimme oder Wutausbrüche lassen den Respekt bei ihren Zuhörern schwinden. Dies sollte man als Tourist bei der Kommunikation beachten. Schimpfen kann also auch das Gegenteil von dem bewirken, was man eigentlich will. Wenn man eine Person zu sich heranwinkt sollte man darauf achten, dass dabei der Handrücken nach oben zeigt. Die Khmer achten stets peinlich darauf, sauber und ordentlich gekleidet zu sein. Deshalb sollte man dies als Tourist auch beachten. Kleidung, die die weibliche Figur betont, gilt als unanständig. Hosen und Röcke sollten bis übers Knie gehen. Obwohl es in Siem Reap den ersten offiziellen Gay-Pub gibt, wird Homosexualität in Kambodscha noch kaum akzeptiert. Die Offenheit eines Europäers über das Thema kann bei einem Einheimischen etwas Verwunderung auslösen.

Visa upon Arrival

Das für Kambodscha erforderliche Touristenvisum erhalten Sie problemlos bei der Einreise auf dem Flughafen für ca. USD 30,-. Dafür benötigen SieIhre Originalreisepässe (sie müssen nach Rückkehr von der Reise noch 6 Monate gültig sein) und zwei zusätzliche Passfotos.

Geld

Die Landeswährung ist der Kambodschanische Riel.

* 1 € = ca. 5500 KHR
* 1 US$ = ca. 4100 KHR

In Kambodscha sind drei Währungen in Gebrauch. Die einheimische Währung ist der Riel. Im ganzen Land ist auch der US-Dollar üblich. Dabei ist der Wechselkurs auf der Straße ein Dollar zu 4000 Riel. In den Wechselstuben bekommt man in der Regel einen besseren Kurs. Im weitläufigen Grenzgebiet zu Thailand wird ebenso der Thai-Baht benutzt. So kann es vorkommen, dass in einem Restaurant die Speisekarte in Dollar ausgewiesen ist, die Rechnung in Baht ausgestellt ist und dass man als Wechselgeld Riel herausbekommt. Aber immerhin sind alle Währungen problemlos verwendbar. Mit dem Euro kann man noch kaum bezahlen. Es ist aber möglich, ihn umzutauschen. Dabei ist 1 Euro ca. 5000 Riel wert. Kreditkarten kann man in allen besseren Hotels inzwischen nutzen. Allerdings wird die VISA-Card eindeutig öfter angenommen. Geldautomaten (ATM), die Dollarnoten abgeben, gibt es bereits in Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville bei der ANZ und der Canadia Bank; die Netze werden weiter ausgebaut. Entsprechende Adressen findet man in den Städteartikeln. In Phnom Penh, Siem Reap, Sihanoukville, Battambang und Kampot kann man aber auf einigen Banken mit der Kreditkarte Geld per cash in advance bekommen. Einige Banken verlangen dafür aber eine Gebühr. Fast alle Banken des Landes bieten auch den internationalen Geldtransfer über Western Union an. (Quelle: Wickitravel)

Telefon

Telefonieren geht in Kambodscha unproblematisch. Auf dem Lande gibt es zwar kaum ein Festnetz, aber in der Zwischenzeit ist das Mobilfunknetz gut ausgebaut. Es gibt mehrere Mobilfunkanbieter (Vorwahlen: 011, 012, 015, 016, 092). Roaming funktioniert in Kambodscha, ist aber recht teuer. Wer öfter telefonieren muss, sollte sich überlegen, sich eine Pre-Paid-Karte eines einheimischen Anbieters zu besorgen. Allerdings werden die oben genannten nicht an Ausländer abgegeben. Es gibt aber eine extra Pre-Paid-Karte für Touristen: MFone (099). Diese kostet etwa 10US$. Für den Erwerb einer normalen Karte ist die ID-Karte eines Einheimischen notwendig für MFone der Reisepass. Aber oftmals sind die Leute gerne bereit, eine Karte zu besorgen. Hier kann man einfach mal im Gästehaus nachfragen. Sollte man öfter nach Kambodscha reisen, muss man die SIM-Karte aber im Land lassen. Nach 3 Monaten Nichtbenutzung verfällt die Nummer. Hier kann man aber auch eine Person des Vertrauens fragen, ob sie nicht mal die Karte von Zeit zu Zeit in das eigene Telefon steckt, um sie aktiv zu halten. In Kambodscha gibt es 37.500 Telefonanschlüsse und bereits 2,583 Millionen Mobiltelefone (Quelle: Wikipedia).

Trinkgeld

Es ist üblich, Kellnern, Portiers, Fremdenführern und Fahrern Trinkgeld zu geben. In Rechnungen sind Trinkgelder nicht enthalten. Beim Reiseführer sollre man 2-5$ pro Tag einplanen und beim Fahrer 1-2$ pro Tag.

Einkaufen

Typische Souvenirs aus Kambodscha sind Edel- und Halbedelsteine, Gold- und Silberschmuck, Seidenstoffe und kleine Angkor-Statuen (Imitate natürlich). Auf jeden Fall die Rückreise nicht ohne ein Kramas antreten! Die karierten Schals kann man überall kaufen, es gibt sie in den verschiedensten Variationen. Für Kunsthandwerk ist der Russische Markt in Phnom Penh berühmt, dort kann man Antiquitäten, Masken, Steinmetzarbeiten und traditionelle Musikinstrumente kaufen. Aber auch Sarongs und Kleidung aller Art.

Zeitzonen: UTC + 7
Deutschland-Kambodscha: + 6
Stromspannung: 230 V, 50 Hz; ein Adapter ist notwendig.

Kambodscha

„Warum gerade Kambodscha?“. Viele, selbst weitgereiste Globetrotter bringen höchstens noch Angkor Wat und den Mekong mit diesem neuen und doch so alten Königreich in Verbindung. Schade, denn dieses noch kaum entdeckte Schmuckkästchen Südostasiens ist gefüllt mit atemberaubenden Schätzen. Das breite Spektrum, das dem Reisenden geboten wird, bewegt sich zwischen kunsthistorischen Höhepunkten und verklärter Beschaulichkeit. Einen der schönsten, aber verborgensten Reize Kambodschas findet der Besucher auf dem Land. Dort trifft er auf Menschen, die in paradiesischen Gärten zwischen prächtigen Pagoden leben, wo safrangelb gekleidete Mönche auf stoische Weise dem friedlichen buddhistischen Glauben nachgehen, als hätte es nie einen Holocaust in diesem Land gegeben.

Siem Reap

Siem Reap liegt rund zehn Kilometer nördlich des westlichen Endes des Tonle-Sap-Sees, des größten Sees Südostasiens und eines der fischreichsten Binnengewässer der Erde, an beiden Seiten des Siem-Reap-Flusses (Stung Seam Reap) und etwa sechs Kilometer südlich des Angkor Wat. Wie viele andere kleinere Städte Kambodschas – Siem Reap hatte bis zum Einsetzen des Touristenzustroms wegen der Tempellandschaft von Angkor gegen Ende des 20. Jahrhunderts nur etwa 60.000 Einwohner – entwickelte sie sich als Zusammenschluss einer Reihe von Dörfern, die rund um die zahlreichen Wats (buddhistische Tempel und Klöster) entstanden waren. Das Stadtzentrum von Siem Reap bildet der alte Markt, der von Häusern im französischen Kolonialstil umgeben ist.

Es hat sich als Epizentrum des schicken Kambodscha neu erfunden, mit allem, was dazu gehört, von Backpacker-Party-Pads bis hin zu trendigen Hotels, Weltklasse-Weinen und Essen in einer Reihe von Restaurants, üppigen Spas, tollen Einkaufsmöglichkeiten, lokalen Touren für Gourmets und Abenteurer und einer kreativen Kulturszene, die unter anderem Kambodschas führenden zeitgenössischen Zirkus präsentiert.

Die Gegend um Siem Reap gehörte lange Jahrhunderte zu Siam oder war den siamesischen Königen tributpflichtig. Während der Kolonialzeit bemächtigte sich Frankreich weiter Gebiete in Südostasien. Zu diesem „Französisch-Indochina“ gehörten neben Kambodscha auch Laos und Vietnam. Mit dem Vertrag vom 25. März 1907 verleibte sich die Kolonialregierung auch Siem Reap, Battambang und Sisophon mit einer Gesamtfläche von mehr als 20.000 km² ein.

In den Jahren der Herrschaft der Roten Khmer ab 1975 wurden die Bewohner Siem Reaps, wie jene aller anderen Städte des Landes, zur Zwangsarbeit auf den Feldern verschleppt. Erst nach dem Sieg der vietnamesischen Truppen im Januar 1979 kehrten sie in ihre Stadt zurück, die noch bis zum Beginn der 1990er Jahre das Ziel von Überfällen der in die Wälder der Umgebung vertriebenen Roten Khmer war. Jahrelang mussten die Einwohner das Stadtzentrum mit Barrikaden schützen. Der letzte Überfall durch ein ganzes Bataillon auf die Stadt und die Lager der UNTAC-Friedenstruppen (United Nations Transitional Authority in Cambodia) erfolgte 1993.

Angkor

Angkor Wat, ist die größte Ansammlung von sakralen Bauwerken auf der Welt. In Kambodscha bildet die Vergangenheit, deren glorreichste Epoche durch die Tempelanlage von Angkor symbolisiert wird, eine der wenigen Gemeinsamkeiten, die alle im Laufe der Jahrhunderte untereinander verfeindeten Parteien des Landes verbindet. Zeichen dafür ist, dass das Abbild des prächtigsten Tempels, des Tempels Angkor Wat, auf sämtlichen Fahnen der verschiedenen Gruppierungen zu finden ist. Es ist auch bemerkenswert, dass alle kriegführenden Parteien des Landes die Monumente Angkors verschont haben. Doch nicht nur in Angkor, sondern im ganzen Land trifft der Besucher die stummen Zeugen dieser geheimnisvollen Hochkultur.

Tonle-Sap-See

Der Tonle-Sap-See in Kambodscha ist der größte See Südostasiens und eines der fischreichsten Binnengewässer der Erde. Von Norden wird der See durch mehrere Zuflüsse gespeist. Im Süden ist der See mit dem Tonle-Sap-Fluss verbunden, welcher im jahreszeitlichen Wechsel jeweils den Zu- oder Ablauf bildet und weiter südlich in Phnom Penh in den Mekong mündet. Flutregionen und Zuflüsse des Sees. Jedes Jahr im Juni ist dort ein weltweit einzigartiges Naturphänomen zu beobachten. Der Mekong führt zu dieser Zeit auf Grund der Monsunregenfälle und durch das Schmelzwasser aus dem Himalaya bis zu viermal mehr Wasser als in den trockenen Monaten. Da Kambodscha größtenteils ein sehr flaches und ebenes Land ist, drängt das Wasser des Mekong in den Tonle-Sap-Fluss, dieser wechselt daraufhin seine Fließrichtung.

An dessen Ende füllen die Wassermassen nun das Becken des Sees. Während der trockenen Jahreszeit weist er eine Oberfläche von 2.600–3.000 km² auf, bis er auf ca. 10.400 km² (inkl. umliegende Flusslandschaften: bis zu 25.000 km²) anwächst und bis zu fünfmal so tief ist (von 2–3 m auf 14 m). Der Höhepunkt der Überflutung wird im September erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ist knapp ein Drittel der landwirtschaftlichen Kulturfläche Kambodschas von Wasser bedeckt.

Erst im November, wenn der Mekong wieder weniger Wasser führt, wechselt der Fluss erneut die Richtung, und das Wasser des Sees fließt langsam ab. Dieses Ereignis ist Anlass für das sogenannte Wasserfest, das auch gleichzeitig den Beginn der Fischereisaison darstellt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tonle_Sap_(See)

Phnom Penh

Phnom Penh, die geschäftige Hauptstadt Kambodschas mit ihren rund 1,5 Millionen Einwohnern, liegt im Süden des Landes, am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap. Es war ein wichtiges Zentrum sowohl des Khmerreichs, als auch der französischen Kolonialzeit. Heute, eine chaotische Mischung aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Asiens, ist es mit Abstand das wichtigste Wirtschaftszentrum des Landes. Die Stadt beherbergt die Royal University of Phnom Penh und ein Technikum. Die Promenade des Mekong, gesäumt von Parks, Restaurants und Bars, beherbergt den Königspalast, die Silberpagode und das Nationalmuseum. Im Herzen der Stadt befindet sich der große Art Deco Central Market. Es gibt einen internationalen Flughafen und einen Hafen. Über den Mekong kann die Stadt auch mit kleineren Schiffen erreicht werden.

Battambang

Battambang ist mit 200 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt. Sie liegt im Westen an der Grenze zu Thailand und ist ein wichtiger Knotenpunkt für Wirtschaft und Tourismus. Ein Großteil der Architektur ist auf die Kolonialzeit zurückzuführen und sehr gut erhalten. Außer dem Provinzmuseum mit Artefakten der Angkor-Ära ist auch eine alte Pepsi-Abfüllanlage aus den 1960er Jahren sehenswert.

Im Umland Battambangs ist neben dem Bambus Zug, einer durch ein Motorrad fortbewegten Bambusplattform auf Schmalspurschienen, der Zirkus Phare Ponleu Selpak zu empfehlen. Er bringt Kindern der Landbevölkerung die Kunst -, und Zirkuskultur des Landes nahe. Flyer mit dem aktuellen Programm sind überall erhältlich.

Das absolute Muss ist es allerdings, abseits der Touristenpfade zu gehen, um den Alltag hier kennen zu lernen. Auf den Reisfeldern und in den Werkstätten wird noch so gearbeitet wie schon vor Generationen. War man hier einmal bei der Klebreisproduktion oder der traditionellen Fischpasten-Herstellung dabei, oder hat den Seidenwebern und Messerfabrikanten über die Schulter geschaut, vergisst man das nie. Vor allem, weil man dabei von den „Hallos“ der winkenden Einheimischen begleitet wird.

Kep

Kep war lange Zeit Kambodschas Top-Seebad, bis es in den 1960er Jahren gegen Sihanoukville erblasste und bald darauf durch den Bürgerkrieg Schaden nahm. Die zerstörten Kolonialvillen werden neuerdings liebevoll restauriert. Es schmiegt sich an einen dicht bewaldeten Hügel, den Kep Mountain und mit seinem direkten Zugang zum Golf von Thailand liegt es nur wenige Kilometer westlich der vietnamesischen Grenze.

Sehenswert sind der Angkaul Beach, einst der Badestrand der kambodschanischen Elite. Er liegt etwas außerhalb, ist sauber und bis auf einige Fischer völlig verlassen.

Auch lohnt sich ein Ausflug zu den drei Höhlen vor der Stadt.  Die wichtigste liegt in der Nähe des Kompong Trach (30 km von Kep entfernt) und verfügt über wunderschöne Kalksteinformationen und eine nahegelegene Schwimmhöhle. Ein Muss ist ein Besuch der Pfefferplantage. Der Pfeffer von hier war früher mal die Nummer eins weltweit, und alle guten französischen Restaurants hatten ihn. Jetzt erlebt er ein Revival.

Und natürlich: Kep Beach. Ein kilometerlanger Halbmond aus Sand in der Nähe der Spitze der Halbinsel Kep. Ein Ess-Stand neben dem anderen säumt hier die Straße hinter dem Strand.

Kampot

Kampot ist eine Küstenstadt im Süden von Kambodscha und gleichzeitig die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Von hier aus kann man Ausflüge zu den Pfefferplantagen, zum Bokor Hill  und zum Popok Vil Wasserfall machen.

Bokor Hill Station

Bokor Hill Station liegt 1080 m hoch. Die französischen Kolonialbehörden bauten 1917 eine Straße nach Bokor. 1925 wurde das Hotel Bokor Palace gegründet. Seit dem Rückzug der Roten Khmer stehen die Gebäude leer und verfallen. Heutzutage hat Bokor Hill Station die Atmosphäre einer Geisterstadt. Zu besichtigen sind die verlassene katholische Kirche, das ehemalige Hotel, das Casino und weitere Gebäude. Bei gutem Wetter sieht man sogar bis nach Phu Quoc und Sihanoukville. Häufig zieht jedoch dichter Nebel auf.  Quelle: vikitravel.org

Koh Rong

Die größte Insel Kambodschas, liegt in den Küstengewässern im Westen des Landes – im Golf von Siam – und gehört zur Provinz Koh Kong. Die Meerenge, welche die Insel im Norden vom Festland trennt, ist weniger als 500 m breit.

Auf der Insel gibt es drei kleine Fischerdörfer: Alatang an der Südostküste, Phumi Koh Kong an der Westküste und Phumi Thmei an der Ostküste. Das Inland von Koh Kong ist hügelig und von dichtem Dschungel bedeckt. Nahe dem höchsten Gipfel im Norden (360 m) erzeugen zerklüftete Felsformationen einige Wasserfälle. Flüsse, die von den Hügeln herunterkommen, enden in unzähligen Lagunen, umgeben von malerischen Stränden.

Die gesamte Öko-Region Koh Kong befindet sich noch in einem relativ ursprünglichen Zustand und beherbergt verschiedenste Säugetierarten wie Makaken, Wildschweine und Eichhörnchen sowie eine Vielfalt an Vögeln, Reptilien und Amphibien, Wirbellosen Tieren, Pilzen und Pflanzen.

Große Teile der Ostküste Koh Kongs und der Bucht von Koh Kong sind von ausgedehnten Mangrovenwäldern bedeckt, die die Lebensgrundlage für diverse Wasser- und Meerestierarten bilden.

Sihanoukville

Vor rund 70 Jahren errichtete ein französisch-kambodschanisches Konsortium ein Lager am Rand des küstennahen Dschungels und begann mit dem Bau des ersten Hochseehafens des gerade unabhängig gewordenen Kambodschas. Der nach dem damals regierenden Prinzen Sihanouk benannte entstehende Ort gelangte schnell zu wirtschaftlicher Blüte, und seine Sandstrände zogen die gesellschaftliche Elite an. Jaqueline Kennedy wohnte zum Beispiel während einer Rundreise im modernen Independence-Hotel.

Von 1970 bis 1991 herrschte Krieg in Kamboscha und als endlich Frieden war, bauten die Bewohner Sihanoukvilles aus den Trümmern ihrer Stadt schnell wieder eine funktionierende Infrastruktur auf.

Die ersten Gäste waren unerschrockene Rucksacktouristen, aber nach und nach ließen sich immer mehr Kambodschaner und auch Ausländer hier nieder, um Hotels, Bars und Restaurants zu betreiben. Heute ist die Küstenperle im Süden der primäre Badeort Kambodschas mit paradiesisch feinsandigen Stränden und über 200 000 Einwohnern.

Sihanoukville verfügt über einen internationalen Flughafen und ist über die Nationalstraße Nr. 4 mit Phnom Penh und dem restlichen Kambodscha verbunden.

Kratie

Kratie liegt mit knapp 90 000 Einwohnern im Osten des Landes und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz am Mekong. In den letzten Jahren gewann Kratie immer mehr an Bedeutung, weil es als Zwischenstopp auf der Überlandroute von Phnom Penh nach Champasak in Südlaos genutzt wird.

Der Krieg hat hier verhältnismäßig wenig Spuren im Stadtbild hinterlassen, so dass die Stadt eine gut erhaltene interessante Mischung aus französischer und Khmer-Architektur aufweist. Hier steht auch die älteste Pagode Kambodschas, die Roka Kandal Pagode. Malerisch am Mekong gelegen gilt Kratie als einer der besten Ausgangspunkte zu den Plätzen, wo man die hier beheimateten Irrawaddy Süßwasser-Delfine beobachten kann. Während es in den 1970er Jahren noch einige Tausend von ihnen im Mekong gab, ist ihre Zahl inzwischen stetig gesunken, so dass es hier heute gerade mal noch etwa 120 Exemplare gibt. Entsprechende Schutzzonen wurden eingerichtet, und für die Fischerei und für passierende Schiffe wurden Verbote und Auflagen ausgesprochen. So ist die niedrige Zahl der Delfine während der letzten Jahre zumindest stabil geblieben. Am besten kann man die Tiere beim niedrigen Wasserstand der Trockenzeit von Dezember bis Mai beobachten.

Natur

Auch die Natur macht Kambodscha zu einem wundervollen Reiseziel. Im Herzen des Königreichs liegt der mächtige Tonle Sap, der größte Binnensee Südostasiens. Wegen seines Fischreichtums siedeln hier die Menschen schon seit Jahrtausenden in schwimmenden Dörfern auf dem Wasser. Die Ursache für die große Fruchtbarkeit des Landes ist der Mekong. Er bietet sich für tagelange romantische Bootsfahrten an, die zu einem unvergleichlichen Erlebnis werden können. Trotz des verhältnismäßig kurzen Küstenstreifens am Golf von Siam sind die Strände unberührt, und die vielen einsamen Inseln laden zu abenteuerlichen Robinsonaden ein. Endlose Urwälder, durchzogen von Hügeln, Sümpfen und Wasserläufen, machen die Region Rattanakiri in seiner Unwegsamkeit zu einem der am wenigsten erforschten Landstriche unserer Erde. Tiger, Leoparden, Rotwild, Elefanten, Krokodile und das fast ausgestorbene Kouprey leben hier noch im Schutz der dichten Tropenwälder. Die hier lebenden Bergvölker, die Khmer Loeu, die sich in 21 ethnische Gruppen mit unterschiedlicher Kultur und Sprache gliedern, siedeln bis in die unzugänglichsten Winkel der Provinz. Unter den etwa 80.000 Einwohnern von Rattanakiri leben neben den Bergvölkern viele Laoten und vietnamesische Minderheiten. Die Khmer sind hier im eigenen Land in der Minderheit. Aus touristischer Sicht gehört Rattanakiri zu den interessantesten Provinzen in Kambodscha. Außerdem gibt es weder Minen noch Straßenräuber noch Rote Khmer. Allerdings sollte man hier Malariaprophylaxe einplanen.

Land und Leute

Auch wenn der Krieg der Roten Khmer tiefe Narben auf den Seelen der Menschen hinterlassen hat, ihr berühmtes Lächeln, das „sourir khmer“, mit dem sie jeden Fremden verzaubern, haben sie nicht verloren. Mit Hilfe der Vereinten Nationen wurde die Voraussetzung für eine friedliche Zukunft für Kambodscha geschaffen. Vorsichtig öffnet sich der Vorhang eines Landes, das durch viele Jahre Bürgerkrieg für Reisende zu einem weißen Fleck auf dem Erdball geworden war und dessen eindrucksvolle Schönheiten nun endlich der Welt wieder zugänglich sind. (Texte z.T. frei nach Reise-Know-How, Andreas Neuhauser)

Politisches System

Die Verfassung Kambodschas, die von der UNTAC vorbereitet und durch die Verfassunggebende Versammlung am 29. April 1993 verabschiedet wurde, umfasst 14 Kapitel und 139 Artikel. Nach dem ersten Artikel des ersten Kapitels ist Kambodscha „ein Königreich, mit einem König, der übereinstimmend mit der Verfassung und den Prinzipien der liberalen Demokratie und des Pluralismus regiert. Das Königreich von Kambodscha soll ein unabhängiges, souveränes, friedliches, permanent neutrales und blockfreies Land sein.“ Laut Kapitel 3, Artikel 31 werden weiterhin die von der UN-Charta geforderten Menschenrechte garantiert. Die Todesstrafe ist abgeschafft, wobei Kambodscha als Vorreiter in ganz Asien gilt. Die Wirtschaft Kambodschas wird als marktwirtschaftlich ausgerichtet definiert, und Umwelt- und Naturschutz sind in der Verfassung verankert. Staatsreligion ist der Buddhismus. (Quelle: Wikipedia)

Rechtssystem

Bereits im Jahr 2004 zeichnete der damalige Sondergesandte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Kambodscha Peter Leuprecht ein düsteres Bild von der demokratischen Situation des Landes. Sein 23seitiger Bericht an die UN-Menschenrechtskommission liest sich wie eine komprimierte Anklage in allen von ihm untersuchten Feldern staatlichen Handelns. Zu seinen Beobachtungen zählen u. a. massive Behinderungen der Justiz, Straffreiheit für Staatsbedienstete, Behinderungen der Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, die systematische Plünderung der natürlichen Ressourcen des Landes und eine endemische Korruption. Nachfolgende Berichte wie auch der Bericht des damaligen Sondergesandten Yash Ghai an den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen von 2008 wiederholten sämtliche Kritikpunkte. Mit seinem Schwerpunkt auf den Bereich Rechtsstaatlichkeit beklagte Yash Ghai insbesondere das Fehlen jeder Bereitschaft der kambodschanischen Regierung zu ernsthaften Reformen: Year after year, the Special Representative’s predecessors and others have addressed the problems of the legal and judicial system in Cambodia and made numerous recommendations, to no avail. The Government has no incentives for reform, as the international community continues to make large financial contributions regardless of widespread violations of human rights. Der derzeitige Sondergesandte Surya Subedi bezog sich in seinem ersten Bericht an den Menschenrechtsrat von 2009 auf die vorhergehenden Berichte und ergänzte diese lediglich in Bezug auf neuere Entwicklungen.
Im Rahmen ihrer jährlichen Demokratiemessung hat die US-amerikanische Nichtregierungsorganisation Freedom House in ihrem Bericht Freedom in the World 2009 Kambodscha als not free eingestuft. Dieses Ergebnis beruht auf der endemischen Korruption, Einschränkungen der Meinungsfreiheit sowie dem Fehlen einer unabhängigen Justiz. Der britische Economist platziert Kambodscha in seinem aktuellen Demokratieindex 2008 etwas vorsichtiger auf Rang 102 von 167 untersuchten Staaten, 2010 belegte Kambodscha Rang 100 beim Demokratieindex.

Die Beurteilung eines Staatswesens nach demokratischen Maßstäben gestaltet sich aufgrund der fehlenden Schärfe des Demokratiebegriffs als schwierig. Zudem sind die definitorischen Übergänge zu Begriffen wie Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Gute Regierungsführung, Pluralismus usw. fließend. (Quelle: Wikipedia)

Bildungswesen

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport ist für nationale Richtlinien zuständig, auf tieferen Ebenen ist das Bildungssystem stark dezentralisiert. Es sieht sich vieler Schwierigkeiten gegenüber, darunter ein Mangel an qualifizierten Lehrern und Lehrmaterialien, sowie fehlender Moral aufgrund niedriger Löhne. Dies kann so weit gehen, dass Lehrer von Schülern Geld verlangen, damit diese am Unterricht teilnehmen können, oder dass der Unterricht aufgrund von Nebenbeschäftigungen des Lehrers teilweise ausfällt. Der Schulbesuch in ländlichen Gebieten bleibt begrenzt, da von den Kindern erwartet wird, auf den Feldern zu helfen. Daraus resultieren Qualitätsunterschiede zwischen der Bildung in städtischen und ländlichen Gebieten. Insgesamt bezahlen die Eltern im Vergleich zum Staat sechs Mal so viel für die Ausbildung der Kinder, was dazu führt, dass manchmal nicht alle Kinder einer Familie zur Schule gehen können. Dadurch erklären sich der Überschuss an männlichen Schülern, besonders an weiterführenden Schulen, und das allgemein schlechtere Bildungsniveau der Frauen. Auf allen Ebenen existieren zusätzlich Privatschulen, etwa für die Kinder ethnischer Minderheiten oder westlicher Ausländer. Buddhistische Schulen sollen staatliche Fördergelder erhalten. (Quelle: Wikipedia)

Religion

In Kambodscha hängen rund 93 % der Bevölkerung dem Theravada-Buddhismus an, der neben Kambodscha in Thailand, Laos und Myanmar verbreitet ist. Weitere vertretene Glaubensrichtungen sind der Islam mit etwa 6 % (vor allem Sunniten bei den Cham) und das Christentum mit einem Prozent, vor allem Anhänger der katholischen Kirche Kambodschas, bei der Minderheit der Vietnamesen. Bei manchen Bergvölkern hat sich auch der Animismus gehalten, die Chinesen sind hauptsächlich Konfuzianer, Taoisten oder Mahayana-Buddhisten.
Der Theravada-Buddhismus, der ab dem 14. Jahrhundert den Hinduismus und den Mahayana-Buddhismus verdrängte, war bis 1975 Staatsreligion und wieder ab den späten Achtzigerjahren. Heute ist er gesetzlich in der Verfassung verankert. Unter den Roten Khmer wurden die meisten buddhistischen Mönche getötet und fast alle Wats und Moscheen zerstört. In den Neunzigern wurden die meisten Glaubensstätten wieder aufgebaut – heute gibt es wieder 59.500 Mönche und 3.980 Wats. In Phnom Penh wurde mit saudi-arabischem Geld eine internationale Moschee gebaut (Quelle: Wikipedia)

Völker

Die Hauptbevölkerungsgruppe Kambodschas sind die Khmer, die offiziell 85–90 % der Einheimischen ausmachen. Damit ist Kambodscha das homogenste Land Südostasiens. Größte Minderheiten sind die Vietnamesen (5 %), die Cham (bis 3 %) und die Chinesen (etwa 1 %). Kleinere Minderheiten gibt es von Thais, Laoten, sowie einer Reihe von Bergvölkern, die früher Moi genannt wurden und heute unter dem Namen Khmer Loeu zusammengefasst werden. Die offiziellen von der Regierung veröffentlichten Zahlen über den Anteil der Minderheiten an der Bevölkerung werden als etwas zu tief eingeschätzt.

Die Khmer leben seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. in ihren heutigen Siedlungsgebieten; woher sie kamen, ist nicht vollständig geklärt. Vietnamesen leben bereits seit Ende des 17. Jahrhunderts als Reisbauern in Kambodscha, weitere kamen im 19. und frühen 20. Jahrhundert ins Land, da die französischen Kolonialherren Ämter bevorzugt an sie vergaben. Während der vietnamesischen Besatzung nach dem Sturz Pol Pots von 1979 bis 1989 folgte eine zweite Einwanderungswelle. Aus historischen Gründen gibt es noch immer Konflikte zwischen Vietnamesen und Khmer, die ihre Höhepunkte immer wieder in Pogromen erreichte, zuletzt in den 1990er Jahren; auch in der Politik gelten anti-vietnamesische Parolen als normal, beispielsweise von Seiten der Sam-Rainsy-Partei oder der FUNCINPEC. Heute leben viele Vietnamesen als Fischer in schwimmenden Dörfern auf dem Tonle Sap.

Chinesen leben seit der frühen Neuzeit vor allem in den Städten, wo sie als Händler und Handwerker tätig sind. Bis 1975 kontrollierten sie die Wirtschaft und das Verkehrswesen des Landes, unter der Herrschaft der Roten Khmer aber wurden viele von ihnen, genau wie Angehörige anderen Ethnien, getötet oder flohen. Seit Anfang der Neunzigerjahre kehren sie langsam wieder zurück und sind mittlerweile, dank chinesischem Investment aus anderen Ländern, wieder eine wichtige ökonomische Kraft.

Die muslimischen Cham sind ein malaiisches Volk. Sie leben vor allem an den Küstengebieten und dem Unterlauf des Mekong, seit ihr Reich 1471 von Vietnam zerstört wurde und sie fliehen mussten. Ihr spirituelles Zentrum befindet sich in Chur-Changvra bei Phnom Penh. Die Cham sind traditionell Viehhändler, Seidenweber und Schlachter, da Letzteres den buddhistischen Khmer traditionell nicht gestattet ist.

Die Bergvölker, die heute unter dem Namen Khmer Loeu (Hochland-Khmer) geführt werden, sind Thaivölker, die in den bergigen Grenzgebieten zu Thailand und auch Vietnam leben. Die 21 Stämme leben traditionell als Halbnomaden, bauen Reis und Gemüse an, betreiben Brandrodung, halten Kühe, Hühner und Schweine als Nutztiere und sind animistischen Glaubens. Diese traditionelle Lebensweise wird immer mehr durch Sesshaftigkeit und Gebräuche der Khmer ersetzt. Im Gebiet um Battambang leben kleine Minderheiten der Shan, Thai und Lao. Sie sind Nachfahren von Bergleuten und Juwelieren, die in Kolonialzeit in den Rubinminen von Pailin angestellt waren. (Quelle: Wikipedia)

Feiertage und Feste

Ende Januar, Anfang Februar: Tet – Neujahrsfest der Mahayana-Buddhisten. Dieses wird von den chinesischen und vietnamesischen Minderheiten gefeiert
Mitte April: Choul Chhnam – Khmer-Neujahrsfest. Dieses Fest dauert 3 Tage
Mai: Visakha Puja – wichtigstes religiöse Fest
September/Oktober: Pchum Ben – Fest der Verstorbenen
Oktober/November Bon Oumtouk – Fest der wechselnden Strömungen (Wasserfest)
weitere Feiertage
7. Januar: Gedenktag zur Befreiung Kambodschas
1. Mai: Tag der Arbeit
9. Mai: Gedenktag des Völkermordes
9. November: Nationalfeiertag
(Quelle: Wikipedia) (map © by wikimedia.org)

Simple Share Buttons