Kinder in Vietnam
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Über Vietnam

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Vietnam Basics

Fast Facts Vietnam

Sehenswertes

Sa Pa

Cuc Phuong Nationalpark

Hanoi

Mai Chau

Ninh Bin (trockene Halongbucht)

Halong Bucht 

Hai Phong

Hoa Binh

Nha Trang

Da Nang

Cham-Museum

Hue

Der Wolkenpass  (Hai Van)

Hoi An

Die Tempelstadt My Son

Buon Me Thuot

Pleiku

Da Lat

Saigon

Cu Chi Tunnel

Das Mekong-Delta

My Tho

Ben Tre

Can Tho

Cai Rang

Chau Doc

Nui Sam

Soc Trang

Phan Thiet

Mui Ne

Die Insel Phu Quoc

Klima

Durch seine große Nord-Süd-Ausdehnung liegt Vietnam in zwei Klimazonen:
Der Norden hat subtropisches Klima. Es gibt zwei Jahreszeiten, der Winter dauert etwa von November bis April, der Sommer von Mai bis Oktober. Die kühlsten Monate sind meist Dezember, Januar und Februar (15-20°C). In den Bergen um Sapa kommt es auch vor, dass zeitweise etwas Schnee fällt. Der Sommer ist im Norden sehr heiß, 30 °C und mehr sind im Juni/Juli die Regel.
Der Süden hat tropisches Klima. Man unterscheidet drei Jahreszeiten: Die kühle Zeit von November bis Januar (in Ho-Chi-Minh-Stadt mit tagsüber 28 °C–30 °C, nachts kühlt es oft unter 20 °C ab), die heiße Jahreszeit von Februar bis Mai (schwül und oft über 35 °C) und die Regenzeit von Juni bis Oktober, während der es ebenfalls heiß ist, aber häufig ein bis zwei Stunden lang gießt. Tagelange Regenfälle sind auch mitten in der Regenzeit die absolute Ausnahme. Besonders um Hoi An, aber auch im Mekong-Delta gibt es in dieser Jahreszeit jedoch oft Überschwemmungen.
Die Klimagrenze liegt beim Wolkenpass zwischen Hue und Da Nang. (Quelle: Wikitravel)

Impfungen

Detaillierte und immer aktuelle Impfempfehlungen finden Sie auf der Website des Tropeninstitutes Hamburg.

Kleidung

Zu empfehlen ist leichte, luftige Kleidung aus Baumwolle oder aus modernen Kunststofffasern. Wegen der Klimaanlagen und in kühleren Regionen (in den Wintermonaten) brauchen Sie zudem einen Pullover.

Kleidungsstandards

Vietnamesen achten sehr auf ein gepflegtes Äußeres. Männer tragen fast immer (Kurzarm-)Hemden, Frauen meistens lange Hosen und Seidenblusen. Wer als Tourist etwas auf seine Kleidung achtet, wird merken, dass die Vietnamesen dies durchaus zu schätzen wissen. Also jeden Tag ein sauberes T-Shirt und statt der ausgebeulten Shorts eine leichte lange Baumwollhose. Unverzichtbar sind Sandalen oder Flip-Flops, denn vor jedem Tempel oder Privathaus müssen die Schuhe ausgezogen werden. In Vietnam ist Respekt vor der älteren Generation besonders wichtig. Wird die Familie von Freunden besucht, ist es angebracht, mit einer kurzen Verbeugung den Älteren Respekt zu zeigen. Innerhalb der Familie werden beim Besuch normalerweise die ältesten Familienmitglieder mit verschränkten Armen begrüßt. Anders als in westlichen Ländern, leben meist mehrere Generationen unter einem Dach. Da ist das Wort der älteren Generation oberstes Gebot.

Respekt

Höflichkeit ist in Vietnam selbstverständlich. Auch zu Leuten, die sie überhaupt nicht mögen, sind die meisten Vietnamesen sehr höflich. Dies sollte man beachten, wenn man sich irgendwo über etwas beschweren möchte. Kritik kann zum Beispiel gut in einem kleinen Scherz untergebracht werden, denn ein offener Streit bedeutet für beide Seiten einen Gesichtsverlust, und das ist für einen Vietnamesen unerträglich.
Wer sich einige der vietnamesischen Verhaltensregeln verinnerlicht, kann bei der Bevölkerung Pluspunkte sammeln. Beispielsweise übergibt man Bargeld und Geschenke immer mit beiden Händen (oder mit der rechten, niemals aber mit der linken Hand). Beim Händeschütteln (das in Vietnam nicht sehr verbreitet ist) berührt man mit der linken Hand den eigenen rechten Unterarm.

Visum

Touristen mit einer deutschen Staatsangehörigkeit können für einen Aufenthalt von maximal 15 Tagen vollkommen ohne Beantragung eines Visums nach Vietnam einreisen. Außer einem mindestens noch sechs Monate gültigen Reisepass benötigt man noch 2 aktuelle Passfotos. Für einen längeren Aufenthalt benötigen Sie ein Touristenvisum, . Das Touristenvisum wird in der Regel für vier Wochen zur einmaligen Einreise ausgestellt. Bei kombinierten touristischen Reisen (z.B. Weiterreise nach Laos, Kambodscha oder/und andere Länder und Wiedereinreise nach Vietnam) muss ein mehrmaliges Visum beantragt werden.

Falls Reisende eine von örtlichen zuständigen Behörden in Vietnam ausgestellte Einreisegenehmigung oder sog. Einlassgenehmigung oder Visa Approval bzw. Approval-Number haben, muss diese Genehmigung (sie ist nur die Grundlage für die Bearbeitung des Visum-Antrags bei der vietnamesischen Botschaft) zusammen mit dem ausgefüllten Visum-Antragsformular und den Originalreisepässen an die Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam, Elsenstr. 3, 12435 Berlin-Treptow geschickt werden. Einzelheiten dazu finden Sie im Internet unter
www.vietnambotschaft.org/konsularische-informationen/einreise-in-vietnam/

Visa upon Arrival

Das für die Einreise nach Vietnam notwendige Touristenvisum können wir für Sie auch in Form eines sog. Visa upon Arrival – Preis auf Anfrage, beschaffen. Sie teilen uns Ihr Geburtsdatum und Ihre Reisepassnummer mit und erhalten von uns ein Dokument, mit dem Sie bei der Einreise im Immigration Office auf dem Flughafen Saigon oder Hanoi gegen Zahlung von USD 45,- das Visum selbst in Ihren Pass eintragen lassen können (bitte zusätzliches Passfoto mitnehmen!)

Geld

Die Landeswährung ist der Vietnamesische Dong (Việt Nam Đồng, VND).

1 € = ca. 26.444 VND

1 US$ = ca. 23.195 VND

[Stand: Januar 2019].

Der Dollar ist immer noch das beliebteste Zahlungsmittel und es ist ratsam, Dollars in kleinen Scheinen mitzunehmen. In jedem Hotel werden auf Wunsch zu normalen Wechselkursen USD in Dong umgewechselt, was zu empfehlen ist, da Dong-Preise meist etwas günstiger sind als Dollarpreise. Unmöglich ist es allerdings, am Ende der Reise Dong wieder in USD zurückzutauschen.

Akzeptiert wird vor Ort in der Regel die Bezahlung mit Visa-Card, Master-Card und American Express Card. Umtausch von Euro (keine bekritzelten oder eingerissenen Scheine!) oder Traveller Cheques in Dong oder USD ist bei den Filialen der Vietcom-Bank problemlos möglich. Inzwischen gibt es auch Geldautomaten in allen Städten des Landes. Dort kann man mit EC-Karte (Gebühr

ca. € 3,-) und Visa- oder Mastercard (mit PIN-Nummer/Gebühren zwischen € 5,- und 15,-) Geld abheben.

Der VND ist gegenüber dem US-Dollar seit einigen Jahren ziemlich stabil, d. h. die Kurse gegenüber dem Euro schwanken mit dem Dollarkurs. Es dürfen maximal 15 Mio. VND aus dem Land ausgeführt werden, der Geldwechsel von und in VND ist im Ausland jedoch fast nirgends möglich.

Geldbezug aus dem Automaten mit EC- und Kreditkarten ist in größeren Städten und Touristenzentren problemlos möglich. Pro Bezug können meist nur 2 Millionen VND abgehoben werden. Bei der ANZ Bank können bis zu 20 Mio. VND abgehoben werden. Dabei wird in der Regel noch eine Gebühr von 20.000 VND erhoben. Mit der EC-Karte kann man (nur) in größeren Städten und Touristenzentren Geld abheben.

In Banken (nicht in allen!: die meisten wechseln nur Dollar und Euro!) können Travellerchecks und Devisen gewechselt werden, ebenso kann man mit der Kreditkarte größere Beträge beziehen. Dabei muss immer der Reisepass vorgelegt und ein Formular ausgefüllt werden, dessen Kopie man im Prinzip bei der Ausreise bei sich haben muss.

Trinkgeld

Es ist üblich, Kellnern, Portiers, Fremdenführern und Fahrern Trinkgeld zu geben. In Rechnungen sind Trinkgelder nicht enthalten.
Der Richtwert für Reiseleiter liegt bei 2$ pro Tag und für den Fahrer ist 1$ pro Tag zu rechnen. Voraussetzung für ein Trinkgeld ist natürlich eine entsprechende Leistung.

Einkaufen

In Vietnam gibt es viele tolle Mitbringsel! Das Land ist ein Einkaufsparadies für alle, die gerne exotische Souvenirs wie Kleidung, Kunsthandwerk oder Lackarbeiten von ihren Urlaubsreisen mit nach Hause bringen. Es ist empfehlenswert, immer viel Kleingeld bei sich zu tragen, da die Ladenbesitzer mit dem Wechselgeld teils eher knauserig sind und gerne ein kleines Trinkgeld für sich behalten. Auch ist es in Vietnam nach wie vor üblich, bei Ausländern und Einheimischen eine unterschiedliche Preispolitik anzuwenden. Lassen Sie sich davon aber nicht abschrecken, und seien Sie entspannt!

Zeitzonen

Zeitzonen: UTC + 7
Deutschland-Vietnam: + 5
Stromspannung: 230 V, 50 Hz; ein Adapter ist meist nicht notwendig.
Quelle: Wikipedia, Reise-Wikipedia

Vietnam

Vietnam ist eine faszinierende Mischung aus chinesischer, indischer und europäischer Kultur und bietet neben seinem warmen Klima (tropisch im Süden, subtropisch im Norden) traumhafte Berg- und Küstenlandschaften sowie paradiesische Badestrände. Zur Zeit verändert sich hier alles rasend schnell. Seit Einführung der Doi Moi, der vietnamesischen Perestroika, boomt die Wirtschaft. Die außenpolitische Isolation ist überwunden. Noch gehört das Land zwar zu den ärmsten Staaten der Welt, aber es ist auf dem Weg in eine erfolgversprechende Zukunft. Lächelnde Gesichter, farbenfrohe Kleidung, frisch restaurierte Häuser und Straßen, endlose Ströme von Motorrädern, Märkte voll von regionalen und ausländischen Produkten – das sieht man überall in den größeren Städten.

Neben dem pulsierenden Leben der Großstädte wie Hanoi und Saigon sind besonders die Denkmäler vietnamesischer Kultur, z.B. im Gebiet von Hue, der letzten Kaiserstadt, oder das ländliche Leben im fruchtbaren Mekong-Delta, wo die Bauern noch in ihren jahrhundertealten, bewährten Traditionen leben, oder auch das Leben im Hochland bei den Minderheitenvolksstämmen interessant. Lässt man die Großstadt hinter sich und fährt durch das Land, duftet es nach Reisfladen. Überall laden Stände ein zum Probieren frisch geernteter Früchte oder delikater einheimischer Gerichte, wie z.B. Pho (die traditionelle vietnamesische Nudelsuppe), oder gedämpfter Reisfladen ein. Zu Recht blicken die Einheimischen mit Optimismus aber auch Pragmatismus und Gleichmut in die Zukunft. Heutige Besucher empfangen sie mit Interesse, Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

Vietnam ist anders

Es ist anders als alle seine Nachbarn in Asien. Geographisch wie klimatisch und historisch wie kulturell genau im Schnittpunkt der Einflusssphären Indiens und Chinas gelegen, präsentiert sich „Indochina“ als Schmelztiegel unterschiedlichster Sitten, Gebräuche und Religionen und gleichzeitig als eines der eigenständigsten und homogensten Länder, die man sich vorstellen kann. 90% seiner Bevölkerung sind ethnische Vietnamesen, die auf eine lange, gemeinsame Geschichte zurückblicken. Das Schreckgespenst einer „uniformen Volksrepublik“, in der man nur im täglichen Kleinkrieg gegen die Bürokratie und mit Hilfe „harter Dollars“ weiterkommt, wird man vergeblich suchen. Weder allgegenwärtiges Militär noch nationalistische Kulte schüchtern den Reisenden ein.

Von der Außenwelt jahrelang abgeschnitten aufgrund des erst 1994 aufgehobenen US-Embargos hat sich das neue, zwar immer noch sozialistische, aber der Marktwirtschaft zugewandte Vietnam zu einem der sich am raschesten verändernden Länder der Welt entwickelt. Nicht nur Saigon, auch Zentren wie Vung Tau, Nha Trang, Da Nang, Hanoi oder Haiphong wandeln sich in rasantem Tempo. Vietnam ist anders. Anders als noch vor fünf oder vor drei Jahren. Ein Alltag, eine Realität, die sich oft nur zwei Blocks vom Touristenhotel entfernt oder jenseits der asphaltierten Landstraße abspielt. Denn noch schöpft man mit Holzkübeln das Wasser von einem Reisfeld zum anderen. (Text frei nach Reise Know-How Vietnam, Bühler/Kothmann, Peter Rump Verlag 1998)

Land und Leute

Als Teil der indochinesischen Halbinsel grenzt Vietnam im Norden an China, im Westen an Laos und Kambodscha, im Süden an den Golf von Thailand bzw. im Osten an das Südchinesische Meer. Im Vergleich zu Landesgrenzen von über 3200 km und einer Küstenlänge von über 3700 km ist die Landfläche mit ca. 330.000 km eher klein, nämlich etwa so groß wie Deutschland. Trotz seiner Lage am Meer ist Vietnam ein extrem gebirgiges Land. Fast ¾ seiner gesamten Fläche bestehen aus Höhenzügen und Hochebenen. Während der größte Teil bis heute kaum besiedelt ist, drängen sich die Menschen im fruchtbaren Flachland auf engstem Raum. Auf weniger als ¼ der Fläche leben und arbeiten mehr als ¾ der gesamten Bevölkerung. Vietnam wird aufgrund seiner extrem langgestreckten Form oft mit zwei Reisschalen verglichen, die an den Enden einer langen Tragestange hängen. Die nördliche Reisschale bildet das Delta des Roten Flusses, die südliche das Delta des Mekong. Der schmale mehr als 1000 km lange Streifen Landes zwischen dem Südchinesischen Meer und der Grenze zu Laos und Kambodscha ist an seiner engsten Stelle nicht einmal 50 km breit.

Die Küsten

Südlich von Saigon im Schwemmland des Mekongdeltas und am Golf von Thailand ist das Land flach, sumpfig und z.T. von dichten Mangrovenwäldern bedeckt. Nördlich von Saigon rücken die Ausläufer des Truong-Son-Gebirges immer näher an die Küste heran, die im Bereich von Zentralvietnam oft zu einer einzigartigen Folge von Fels-Kaps, Buchten, Dünen und Lagunen werden. Weite, idyllische Sandstrände findet man hier fast überall. In der grandiosen Halong-Bucht im Norden Vietnams ragen Tausende von Kalksteininseln, Felsenriffen und Klippen wie seltsame Meeresungetüme steil aus dem Meer empor. Die bis 3000 m hohen Gebirge und Hochplateaus Vietnams sind die Heimat zahlloser Bergstämme, die vor Jahrhunderten aus den umliegenden Ländern eingewandert sind und hier ihre Sprache und Kultur weitgehend erhalten haben. Fast 1000 Jahre chinesischer Herrschaft, 100 Jahre französischer Kolonialisierung und 20 Jahre amerikanischer Besatzung hat Vietnam erlitten, aber der sehnliche Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit hat diesem Volk immer wieder die Kraft gegeben, sich zu wehren und seine Feinde zu besiegen. (Text z.T. frei nach Reise Know-How Vietnam, Bühler/Kothmann, Peter Rump Verlag 1996).

Ethnische Minderheiten in Vietnam

Im Bergland des Nordens und auf den Hochplateaus Zentralvietnams leben auf 65% der Landfläche 54 ethnische Minderheiten, insgesamt etwa 7 Millionen Menschen. Außer den Khmer und den Cham, die Nachfahren von Kulturen sind, die früher große Teile des Landes beherrschten, lassen sich die Bergvölker Vietnams in die mongolischen und sino-tibetischen des Nordens und die malaiisch-polynesischen und Mon-Khmer-Gruppen des Zentralen Hochlands unterscheiden. Einige dieser Völker leben schon seit Jahrtausenden in Vietnam wie die Muong, andere sind erst während der letzten Jahrhunderte eingewandert. Die meisten sind weder ethnisch noch sprachlich miteinander verwandt, und jedes Volk, das sich wiederum in zahlreiche Untergruppen aufsplittert, hat seine eigenen Kultur- und Gesellschaftsformen. Einige leben als sesshafte Bauern wie die Nung, andere als Halbnomaden wie die Hmong, die auf Brandrodungsflächen Opium anbauen. Wiederum andere führen bis auf den heutigen Tag eine nomadische Existenz als Pferde- und Rinderzüchter.

Die Bergregionen

Im Gegensatz zu den Vietnamesen, die in ebenerdigen Häusern wohnen, bevorzugen die Bergstämme hölzerne Pfahlbauten. Ihre religiösen Vorstellungen reichen von Magie, Animismus und Fetischismus, über Geister- und Ahnenkulte bis zu Assimilation der Haupt- und Staatsreligionen wie Buddhismus und Katholizismus. Rein äußerlich unterscheiden sich die Angehörigen der ethnischen Gruppen durch ihre unterschiedlichen Trachten, oft in kräftigen Grundfarben mit geometrischen oder rituellen Mustern und ergänzt durch Schmuckgegenstände aus Silber, Elfenbein oder Perlmutt. Der geflochtene Tragekorb auf dem Rücken gehört fast zur Grundausstattung jedes Bergbewohners.

NORD VIETNAM

Sapa

Eine Fahrt in die Bergregion Nordvietnams führt Sie in dem Höhenkurort Sa Pa (Sa Pa wurde wahrscheinlich zuerst von Menschen der Bergstämme der Hmong und Dao bewohnt, die noch heute in dem Gebiet siedeln. Um 1880 gründeten die französischen Kolonialherren an diesem Ort eine Bergstation, auch Chapa genannt. Diese wurde 1922 zu einer Ortschaft ausgebaut und von den Franzosen als Erholungsort genutzt. Geplant war gar ein Da Lat des Nordens, doch scheiterten die Franzosen an den unzureichenden Verkehrsverbindungen), der 1560 m hoch am Fuße des Fan Si Pan liegt, dem mit 3.143 m. höchsten Berg Vietnams. Eine der Hauptattraktionen von Sa Pa ist der Markt, der an den Wochenenden besonders stark von bunt gekleideten Volksgruppen der vielen verschiedenen Minderheiten der Region besucht wird. Eine Fahrt durch die Berglandschaft führt Sie in die Siedlungsgebiete verschiedener Minoritätenstämme wie z.B. der weißen und schwarzen Thai, der Dao und der H’Mong. zurück   Karte    Angebote Vietnam

Hanoi

Die zweitgrößte Stadt Vietnams, am Ufer des Red River gelegen, ist mit heute ca 7,7 Mio Einwohnern eine der ältesten Hauptstädte der Welt. Die französisch-koloniale Stadt ist bekannt für ihre exquisite Küche, ein rauschendes Nachtleben und die multikulturelle Bevölkerung. Eines der wichtigsten Wahrzeichen ist der Hoan Kiem See: Ein Park in dem sich die Einheimischen zum Joggen, Kaffeetrinken, Tai Chi und Line Dance treffen. In der Mitte des Sees steht der Ngoc Son Tempel, eine Pagode auf einer kleinen Insel, die als Jadeinsel bekannt ist und über eine rote Holzbrücke im typischen vietnamesischen Design zugänglich ist. See und Tempel sind die berühmtesten Orte in Hanoi und ein toller Platz, um den Alltag der Leute hier auf sich wirken zu lassen. Ein phänomenales Stück neoklassischer französischer Architektur ist das Hanoi Opera House: Das größte Theater Vietnams spricht Bände als historisches und kulturelles Zeugnis Vietnams unter französischer Herrschaft. Opern, traditionelle Musikstücke, Ballettaufführungen und internationale Konzerte finden hier statt. Dann sollte man auch unbedingt das berühmte Thang Long Wasserpuppentheater für einen Besuch in dieser wunderbaren Stadt einplanen. zurück   Karte   Angebote Vietnam

Cuc Phuong  Nationalpark

Der Nationalpark Cuc Phuong liegt rund 100 Kilometer südlich von Hanoi in der vietnamesischen Provinz Ninh Bình. Der mit 22.200 Hektar sechstgrößte Nationalpark des Landes befindet sich etwa 56 Kilometer (Luftlinie) nördlich der Provinzstadt Ninh Bình, 46 Kilometer von der N 1 entfernt in bergigem Gelände, das Teil der „Trockenen Halong-Bucht“ ist. Seine Topographie wird im Wesentlichen durch Kalksteinklippen, deren höchste die Sein May Bac („Silberne Wolke“) mit einer Höhe von 656 m ist und das Schwemmland des Roten Flusses (Song Hong) gestaltet. Sie entspricht in ihrer geologischen Entstehung den gleichen Prozessen im tropischen Karst wie bei der Halong-Bucht bei Hanoi und in Khao Sok in Thailand. Tropischer Regenwald ist die dominierende Vegetationsform. Der Park wurde 1962 als erster Nationalpark in Vietnam eröffnet. Der Nationalpark Cuc Phuong besitzt einen großen Artenreichtum. Im Park leben 89 Säugetier-, 110 Reptilien-, 65 Fisch- und 320 Vogelarten. Mit etwa 450 größeren Tierarten sind rund 38 Prozent der nationalen Fauna vertreten. Daneben gibt es eine vielfältige Insektenwelt mit etwa 1800 Arten, von denen im Frühjahr die Millionen Schmetterlinge besonders augenfällig sind. Anfang März beginnt langsam die Schmetterlingssaison, die Anfang Mai ausläuft. In dieser Zeit ist die Luft derartig erfüllt, dass selbst Fahrradfahren ohne Brille unmöglich wird. Auch sind hier schätzungsweise 2000 Pflanzenarten vertreten, wovon 37 auf der Roten Liste Vietnams stehen. Quelle: wikipedia   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Mai Chau

Mai Chau liegt etwa 40 km südwestlich von Hoa Binh. Hier leben weiße Thai in verzierten Stelzenhäusern. Traumhafte Bergpanoramen, fotogene Reisterrassen  machen diese Region zu einer besonderen Highlight in Vietnam.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Ninh Bin

Die Region der Trockenen Halong Bucht ist eine fast märchenhafte Landschaft mit steil aufragenden, wild bewachsenen Kalksteinfelsen, die zwischen den Reisefeldern in der Umgebung der Stadt Ninh Binh liegt. Unbedingt Bootsfahrt durch die Kanäle zu den Grotten von Tam Coc.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Halong Bucht

Die Halong-Bucht (vietnamesisch: Vịnh Hạ Long) ist ein rund 1500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin in der Provinz Quảng Ninh im Norden Vietnams. Nach offiziellen Angaben ragen 1969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, das die Bucht beheimatet, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe.Der Name Vịnh Hạ Long (Hán Nôm: 泳下龍) bedeutet „Bucht des untertauchenden Drachen“ im Gegensatz zu Thang Long (aufsteigender Drache, dem alten Namen von Hanoi). Der Legende nach entstand die Bucht durch einen Drachen, der nahe am Meer in den Bergen lebte. Als er zur Küste lief, zog er mit seinem Schwanz tiefe Furchen in das Land, das vom Meer überflutet wurde, nachdem der Drache ins Wasser abgetaucht war.Die mit 354 km² größte Insel ist Cát Bà, auf der etwa 12.000 Insulaner vorwiegend vom Fischfang, der Austernzucht und dem zunehmenden Tourismus leben.Während des Indochinakriegs und des Vietnamkriegs wurden einige der Inseln und große Höhlen darauf zu Auffanglagern für Flüchtlinge und Kranke und als Nachschubdepots ausgebaut. So existierte auf Cát Bà in einer Höhle ein Krankenhaus, in dem sich zeitweilig bis zu 300 Personen aufhielten.   zurück   Karte    Angebote Vietnam

Hoa Binh

Hoa Binh liegt etwa 73 km westlich von Hanoi am Schwarzen Fluss (Song Da). Die Stadt ist Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Bergstämmen der Muong und der weißen und schwarzen Thai. Die Vietnamesen kennen Hoa Binh meist nur als Standort des größten Wasserkraftwerks von Vietnam. In der Umgebung der Stadt hat man Werkzeuge und Skelette von Menschen aus vorgeschichtlicher Zeit gefunden. Die Ethnologen sprechen von einem Hoa-Binh-Menschen, der hier etwa 8000 Jahre vor unserer Zeitrechnung als Jäger und Fallensteller gelebt haben soll.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Hai Phong

Die drittgrößte Stadt Vietnams ist wirtschaftlich als wichtigster Hafen Nordvietnams bedeutsam. Verwaltungstechnisch besitzt Haiphong Provinzstatus. Die einer Provinz gleichgestellte Stadt hat ca. 1,9 Mio Einwohner, davon leben im eigentlichen Stadtgebiet etwa 900 000. Metall und Marmor werden hier bearbeitet, und Flecht- und Korbwaren sowie Lack- und Intarsienarbeiten hergestellt. Berühmt sind vor allem die Wollteppiche aus Haiphong. Die Wirtschaft hier war seit Beginn der Kolonisation, außer von der traditionellen Fischerei, vom Hafen und Schwerindustriellen Betrieben geprägt. Nordvietnams zugänglichstes Stadtzentrum bilden Boulevards gesäumt von Bäumen und Gebäuden der Kolonialzeit mit Bürgersteigen voller Cafés. Abgesehen von der Kaffeekultur nutzen die meisten Reisenden Haiphong als Zwischenstopp, z.B. nach Cat Ba Island, oder auf dem Weg zu den 20 km südlich bei Do Son gelegenen attraktiven Stränden. Wer Zeit hat, in Haiphong Pause zu machen, erlebt eine freundliche Stadt, die entspannende Abwechslung zu den wichtigsten Tourismuszentren Vietnams bietet. Leider ist laut Prognosen des Weltklimarates auch Haiphongs Zukunft durch das Ansteigen der Meeresspiegel begrenzt. zurück   Karte   Angebote Vietnam

ZENTRAL VIETNAM

Nha Trang

Die südvietnamesische Küstenstadt in der Provinz Khánh Hòa liegt an der Mündung des Song Cai in das südchinesische Meer, etwa 447 km nordöstlich von Saigon und hat etwa 535 000 Einwohner. Fischerei und Tourismus sind die bedeutendsten wirtschaftlichen Standbeine der Stadt die direkt am Meer liegt und umgeben ist von Reisfeldern die in Bergen übergehen. Weißer Strand mit kristallklarem Wasser, Palmen, vorgelagerte Inseln, Wassersport und das Nachtleben machen den Charakter von Nha Trang aus. Nicht zu vergessen: die Durchschnittstemperatur von 27 Grad. Schon die französischen Kolonialherren erkannten die Schönheit der Bucht und begannen Resorts anzusiedeln. Auch amerikanische Soldaten mochten den Strand und verbrachten hier ihre Ferien während des Vietnamkriegs. Heute ist Nha Trang auch für Taucher interessant. Die Sicht unter Wasser ist an klaren Tagen über 25 m weit und die Unterwasserwelt ist reich. Stachelrochen, Haie und andere Meerestiere können beobachtet werden. Der Cham Turm und die Long Son Pagode, die größte Pagode der Stadt mit der beeindruckenden 14m hohen Buddha Statue sind einen Besuch wert. An den heißen Quellen von Thap Ba kann bei einem warmen Schlammbad voller Mineralien relaxen. zurück   Karte   Angebote Vietnam

Po Klong Garai

Der Tempel Po Klong Garai ist ein religiöser Cham-Komplex im Fürstentum Cham von Panduranga, im heutigen Phan Rang und befindet sich 7 km westlich des Zentrums von Phan Rang Stadt im Süden Vietnams. Es wurde zu Ehren des legendären Königs Po Klaung Garai, der von 1151 bis 1205 Panduranga regierte, vom historischen König Jaya Sinhavarman III erbaut. Quelle: Wikipedia

Danang

Die hektische Großstadt mit 1,2 Mio Einwohnern versprüht nüchternen Charme. Sie liegt direkt am Wolkenpass, der Nord- und Südvietnam voneinander trennt. Ein Fünftel aller im Vietnamkrieg eingesetzten Soldaten war hier stationiert, und Da Nang entwickelte sich damals zu einer der größten Städte des Landes. Amerikanische Soldaten verbrachten ihre Kurzurlaube am “China Beach”, der heute wieder “Danang Beach” heißt und Luxus-Resorts direkt am Wasser bietet. Der Hafen ist immer noch einer der bedeutendsten Handelspunkte im gesamten Pazifik. Am Fluss Han sind glänzende Fassaden und Shoppingcenter entstanden und konkurrieren mit den wichtigen Sehenswürdigkeiten: Die Kathedrale mit der roten Fassade und den bunten Fenstern und das Cham-Museum mit seiner großartigen Sammlung von Kunst aus der Zeit der Champa-Herrschaft. Vor allem die Skulpturen aus Sandstein sind sehenswert. Und die fünf Marmorberge: 10 km außerhalb der Stadt mit einer Reihe von Höhlen und Grotten mit buddhistischen Tempeln und Skulpturen aus Marmor. Zu Zeiten des Vietnamkriegs versteckte sich ein ganzes Vietkong-Krankenhaus in diesen Höhlen, nur wenige Kilometer von den wichtigen Militärbasen der Amerikaner entfernt. zurück   Karte   Angebote Vietnam

Kolonialzeit
Im Jahr 1847 bombardierten französische Kriegsschiffe die Stadt, vorgeblich aufgrund einer angeblichen Verfolgung katholischer Missionare. Bei der Cochinchina-Campagne im Jahre 1858 besetzten französische Truppen des Zweiten Kaiserreichs mit spanischer Unterstützung die Stadt, wurden jedoch 1860 durch vietnamesische Truppen zum Rückzug gezwungen. Da die Franzosen inzwischen Saigon und andere Gebiete im Süden Vietnams bereits erobert hatten, konnten sie sich 1862 im Vertrag von Saigon die Herrschaft über drei südliche Provinzen sichern. In der Folgezeit weiteten die Franzosen ihren Besitz aus und auch Da Nang geriet als Teil des Protektorats Annam unter ihre Herrschaft.

Vietnamkrieg
Im Vietnamkrieg diente Da Nang als wichtige Marinebasis der Amerikaner. In jener Zeit entwickelte sich Da Nang zu einer der größten Städte in Südvietnam.

Zu Beginn des Vietnamkrieges gingen 1965 die ersten US-Kampftruppen am China Beach südlich von Đà Nẵng in Vietnam an Land. Đà Nẵng war 1967–1972 zudem auch Ankerplatz des Lazarettschiffes „Helgoland“, eines umgebauten Seebäderschiffs der deutschen Reederei HADAG, von der es das Deutsche Rote Kreuz charterte. Ärzte, Krankenschwestern und Pflegepersonal des Malteser-Hilfsdienstes leisteten in Da Nang humanitäre Hilfe für zivile Opfer des Vietnamkrieges. Fünf Malteser-Helfer wurden von einer Vietcong-Einheit entführt. Zwei wurden später freigelassen, die drei anderen kamen ums Leben.

Kurz vor der Tet-Offensive wurde am 21. Januar 1968 von den Nordvietnamesen damit begonnen, die Festung Khe Sanh zu belagern (Schlacht um Khe Sanh). Ein Entsatz durch die 1. US-Kavalleriedivision gelang erst am 6. April 1968. Die etwa 6.000 eingekesselten Marines mussten über eine Luftbrücke versorgt werden. Da Nang Air Base war der nördlichste Luftstützpunkt in Südvietnam und war daher für die Versorgungsflüge von großer Bedeutung.

Am 30. März 1975 wurde die Stadt im Vietnamkrieg von kommunistischen Truppen eingenommen.

Beispiele für halbtägige Ausflüge:

– Besuch des Cham-Museums, eine Sammlung von über 300 interessanten Statuen und Flachreliefs aus verschiedenen Teilen des Cham-Königreiches, wie Tra Kieu, Dong Duong und My Son. Die Exponate stammen aus der Zeit zwischen dem 4. und 14. Jh.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

– Der mitten in der Stadt gelegene Han-Markt ist sehr lebendig und gut besucht.

– Ein Ausflug nach China Beach, einem Gelände, das durch eine amerikanische Fernsehserie Berühmtheit erlangt hat. Es ist einer der schönsten und längsten weißen Sandstrände Vietnams.

– Besuch der Marmorberge und Besichtigung der hochgelegenen Grotten und buddhistischen Pilgertempel. Am Fuße der Berge gibt es eine Reihe von Steinmetzbetrieben, in denen aus Marmor Skulpturen, Reliefs und Schmuck angefertigt werden.

Hue – die alte Kaiserstadt

Hauptstadt der Provinz Thua Thin Hue mit 250.000 Einwohnern und Sitz einer bedeutenden Universität. Doch kaum ein Gebäude dieser Stadt hat mehr als zwei Stockwerke. Die ruhige Schönheit und Anmut der Stadt am „Fluss der Wohlgerüche“ vermittelt stets das Gefühl, in einer ehrwürdigen Kaiserstadt zu sein. Der Zauber Hues läßt sich nicht mit Fakten und Zahlen messen und stellt sich auch nicht auf Anhieb ein, man braucht Zeit für Hue.Die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt (eigentlich die Palastanlage der Nguyen-Dynastie, die von 1802 bis 1945 die vietnamesischen Kaiser stellte), die nach dem Vorbild in Peking entstand, wurde 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Anlage war während der Tet-Offensive (Schlacht um Hue) 1968 stark beschädigt worden und zeigt sich inzwischen so restauriert, dass sie – obwohl noch nicht vollständig wieder hergestellt – ein Magnet für Touristen aus nah und fern ist. Die touristische Infrastruktur der Stadt Huế ist mit zahlreichen Hotels, Restaurants und Ausflugsangeboten in jeder Preisklasse – auch im Spitzenbereich – gut aufgestellt.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Der Wolkenpass – Hai Van

Der Pass war bis ins 15. Jh. hinein die natürliche Grenze zwischen Vietnam und Champa, zwischen ostasiatischer und südostasiatischer Kultur, und bildet bis heute die Klimagrenze und Wetterscheide zwischen dem tropischen Süden und dem subtropischen Norden Vietnams. Der 22 km lange und 496 m hohe Pass beginnt knapp 20 km nördlich von Da Nang. An keiner Stelle Vietnams reichen die Ausläufer des Truong-Son-Gebirges so nahe und massiv ans Meer heran und erreichen dabei Höhen von bis zu 1400 m. Die Ausblicke auf die Bucht von Da Nang mit den Marmorbergen, schneeweißen Sandstränden und grün flimmernden Reisfeldern oder etwas später auf die paradiesisch anmutende, palmengesäumte Lagune von Lang Co sind wahrhaft spektakulär, es sei denn, tiefhängende Wolken schränken die Sichtweite zu sehr ein.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

SÜD VIETNAM

Hoi An

Hoi An, 30 km südlich von Danang am Thu Bon Fluss, hatte einst den größten Hafen Südostasiens und war ein wichtiger Teil der Seidenstraße. Chinesische und japanische Kaufleute vertrieben von hieraus ihre Waren. Aus dieser Zeit stammt die überdachte Japanische Brücke mit Pagode, die Verbindung zwischen dem chinesischen und dem japanischen Viertel. Später kamen die Europäer. Briten, Franzosen und Niederländer handelten von hier. Im 18 Jhd verlor der Ort durch die zunehmende Versandung des Hafens komplett an Bedeutung, denn die großen Handelsschiffe wichen nach Da Nang aus. Hoi An geriet in Vergessenheit. Zum Glück, denn weil es so unwichtig war, erlitt es im Vietnamkrieg kaum Schäden. Das historische Stadtbild blieb erhalten, und in den 1990er Jahren begann Hoi An wieder aufzublühen. Heute ist es UNESCO Weltkulturerbe und ein entspannter Ort mit 152 000 Einwohnern und einer historischen Altstadt, in der es sich wunderbar flanieren lässt. Gerade abends ist ein Spaziergang durch die Gassen großartig, denn überall leuchten bunte Lampions, sogar auf dem Fluss. Tagsüber kann man mit dem Rad zum nahegelegenen Strand fahren, sofern man nicht sowieso schon in einem Resort dort logiert.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Die Tempelstadt My Son

Die Ruinen der Tempelstadt My Son, des religiösen Zentrums der Champas, liegen südwestlich von Da Nang. Im Unterschied zu anderen Cham-Stätten ist die heilige Stadt My Son in eine idyllische Talsenke eingebettet und umgeben von Bergen und üppiger Natur. Die Gründung des Shiva geweihten Heiligtums wird König Bhadravarman zugeschrieben, dessen Hauptstadt Sinhapura sich im 4. Jh. Auf dem Gebiet des heutigen Tra Kieu 28 km weiter östlich befand. Von den über 70 Bauwerken aus fast allen Epochen, die noch die französischen Archäologen an dieser Stelle vorfanden, sind jetzt nur noch die Überreste von knapp 20 erhalten, die die Bombenteppiche der amerikanischen Luftwaffe mehr oder weniger unversehrt überstanden haben. Die majestätische Abgeschiedenheit des stillen Ortes und die bröckelnden, von Lianen überwucherten Ziegelkolosse inmitten des Dschungels üben einen besonderen Reiz auf den Besucher aus.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Buon Me Thuot

Dieser Ort liegt im Hochland, etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel. Mit 75.000 Einwohnern ist Buon MeThuot das Zentrum der Rade-Minderheit. Es ist die zivilisierteste und meistbesiedelte Hochlandregion. Früher wurde dort gejagt. Der vulkanische Boden ist sehr fruchtbar. Aus diesem Grund werden im Gebiet um Buon Ma Thuot auch Kaffeepflanzen und Gummibäume angepflanzt. Des Weiteren gibt es große Weinberge und eine eigene Weinsorte.Während des Krieges befand sich hier ein bedeutender amerikanischer Stützpunkt. Heute ist die Gegend bekannt für ihre interessante Flora und Fauna. Außer den Rade leben hier noch viele andere ethnische Gruppen wie z.B. die Mnong, die Bahnar, die Sedang. Reisende haben hier Gelegenheit, auf Elefanten durch den Urwald außerhalb der Stadt zu reiten.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Pleiku

Die Stadt mit dem schönen Fichten- und Kiefernwald steht auf ursprünglich vulkanischem Gebiet. Die Erde ist rot und eignet sich für den Anbau von Gummibäumen und Kaffee. Pleiku hat ungefähr 45.000 Einwohner mit einer großen Anzahl verschiedener ethnischer Gruppen. Elefantenreiten und Wandern sind beliebte Aktivitäten für Touristen. Der hier angebaute Wein bietet dem Reisenden neue Geschmackserlebnisse.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Da Lat

Dalat wurde Ende der 1890er Jahre gegründet und hatte schon damals das Image eines Ferienortes mit sauberer kühler Luft aufgrund seiner Lage im zentralen Hochland auf 1500 m Höhe. Obwohl es nur 135 km vom Seebad Nha Trang entfernt ist, wähnt man sich hier wegen des gemäßigten Klimas eher in Europa als in Asien. Die kolonial-europäisch anmutenden Gebäude bestärken diesen Eindruck. Die Hauptstadt der Provinz Lam Đong mit 410 000 Einwohnern verfügt über eine Universität und mehrere Forschungsinstitute. Gemüseanbau, Blumenzucht und Tourismus sind die wichtigsten Wirtschaftszweige. Dalat ist von Seen, Wasserfällen und Wäldern umgeben und gilt wegen des milden Klimas, der parkähnlichen Umgebung und der immergrünen Wälder als beliebtes Urlaubsziel ausländischer und vor allem einheimischer Touristen. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind: die zahlreichen tosenden Wasserfälle, die Minderheitendörfer in der Umgebung, der Sommerpalast des Kaisers Bao Dai, heute ein Museum, und die buddhistischen Pagoden. Im French Quarter, unweit des Stadtzentrums gibt es noch gut erhaltene französische Villen und Chalets zu besichtigen und man kann sogar eine Fahrt mit der Straßenbahn machen. zurück   Karte   Angebote Vietnam

Saigon

Ho Chi Minh City, die heimliche Hauptstadt Vietnams, ist die größte Stadt (7,4 Mio Einwohner) und das wirtschaftliche Zentrum Vietnams. Unter ihrem alten Namen Saigon, der heute auch parallel verwendet wird, war sie bis 1975 Hauptstadt der Republik Vietnam. 1976 wurde sie nach dem 1969 verstorbenen nordvietnamesischen Staatschef benannt. In Ho Chi Minh City (HCMC) ist alles 10 mal so schnell wie im übrigen Vietnam. Von hier aus wurde das Land mit seiner pulsierenden Energie schwindelerregend schnell vorangetrieben, und als Tourist reißt einen die Geschwindigkeit sofort mit. Von den teuersten Hotels bis hin zu den billigsten Pensionen, vom nobelsten Restaurant bis hin zu den leckeren Straßenständen, von den edelsten Boutiquen bis hin zu den riesigen Märkten, wie z.B. der überdachte Benh Tanh Markt. Saigon ist Energie und Entdeckung. Der Palast der Wiedervereinigung, das Kriegsmuseum, die Pagode des Jade-Kaisers, die Kathedrale Notre Dame. Zeitlose Gassen mit von Weihrauch durchsetzten Tempeln. Schicke Designer-Malls unter schlank in der Sonne blinkenden Wolkenkratzern.  Autos, Rikschas, Fahrräder. In Saigon rast alles in alle Richtungen. Da muss man einfach mit! zurück   Karte   Angebote Vietnam

Cu Chi

Cu Chi ist ein Landkreis im Verwaltungsgebiet von Ho-Chi-Minh-Stadt. Bekannt sind die Tunnel von Cu Chi, in denen sich vietnamesische Partisanen im Vietnamkrieg von 1965 bis 1975 versteckt hielten. Das Tunnelsystem ist nach dem gleichnamigen Dorf im Landkreis benannt. Die ersten Tunnel sind 1948 entstanden. In den 1960er Jahren gruben nordvietnamesische Partisanen immer weiter und tiefer, bis das Tunnelsystem auf eine beachtliche Länge von 200 km auf drei Ebenen angewachsen war. Unter der Erde entstanden richtige Städte mit Schulen, Lazaretten, Büros und Schlafgelegenheiten. Alle unterirdischen Gebäude waren mit Tunneln von maximal 80 cm Höhe und 70 cm Breite verbunden. Zur Außenwelt konnte man durch Klapptüren, die mit Laub und Gras bewachsen waren, gelangen. Alle Eingänge waren durch primitive, aber wirkungsvolle Fallen gesichert.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

Das Mekong-Delta

Wer ins Mekong-Delta kommt, wird sofort verstehen, warum es die „Reiskammer Vietnams“ genannt wird und warum ein an einer Kokusnusspalme vertäuter Sampan nostalgische Gefühle wecken kann. Hier trifft man die einfachen Menschen, die sich wenig um den Luxus des Stadtlebens scheren. Schlendern Sie doch einfach einmal herum in My Tho, Vinh Long oder Can Tho und entdecken Sie das Alltagsleben der Vietnamesen auf dem Fluss und seinen kleinen Nebenarmen, probieren Sie frische süße Kokusnussmilch und riechen Sie den typischen Duft der Reisfelder. In Soc Trang versteckt sich die geheimnisvolle Kultur der Khmer hinter den Toren der Hinayanatempel. Mit seinen verschlungenen Nebenarmen wird Sie der Mekong von einer Überraschung zur nächsten führen. Am meisten beeindruckt die Gastfreundschaft der Menschen. Man wird aufgenommen wie ein heimkehrender Verwandter. Das Mekong-Delta ist nicht nur der größte Reiskorb, sondern auch der größte Obstgarten Vietnams. Das Obst schmeckt hier auch anders als anderswo.   zurück   Karte   Angebote Vietnam

My Tho

My Tho ist das Tor zum Mekongdelta. Hier finden wir die größten Obstgärten. Interessant ist ein Besuch der alten Pagode von Vien Trang, die Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. In der Pagode befinden sich 18 hölzerne Arhat-Statuen. Auch die Schlangenfarm von Dong Tam fasziniert viele Besucher.

Cai Be

Cái Bè ist eine Fluss-Land-Mischstadt in Vietnam. Es ist ein ländlicher Distrikt von Tiền Provinz Giang in der Region Mekong-Delta in Vietnam. Entlang des Flusses gibt es Docks, die Passagiere und Waren abfertigen, und den schwimmenden Markt. Cái Bè ist das Nordufer der Brücke Mỹ Thuận, das Tor zur Stadt Vĩnh Long und das Cửu Long River Delta.

Can Tho

Can Tho, früher Tay Do (Hauptstadt des Westens) ist das Epizentrum des Mekong-Deltas und besitzt die größte Hängebrücke Südostasiens. Die größte Stadt im Mekong-Delta hat 1,6 Mio Einwohner und fühlt sich nach ein paar Tagen der Erkundung des Backwaters absolut wie eine Metropole an. Tatsächlich ist es die viertgrößte Stadt Vietnams und verwaltungstechnisch einer Provinz gleichgestellt. Als politisches, wirtschaftliches, kulturelles und verkehrstechnisches Zentrum des Mekong-Deltas ist es eine pulsierende Stadt mit lebendiger Uferpromenade und einer bunten Mischung aus engen Gassen, breiten Boulevards und internationalem Publikum. Obwohl es ziemlich groß ist, gibt es einen sehr kompakten zentralen Bereich, in dem sich die Hotels, Märkte und Restaurants befinden. Wie in anderen vietnamesischen Städten im Delta wird er nach Sonnenuntergang wirklich lebendig und ist Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Ein großartiger Ort, um in den zahlreichen authentischen Shops einzukaufen oder in den Restaurants zu essen. Hier bekommt man ein Gefühl für das „echte“ Vietnam. Die zahlreichen Industrieunternehmen Can Thos ermöglichen zusätzlich einen intensiven Einblick in das Leben hier.

Ben Tre

Obwohl nur 20 Minuten mit der Fähre vom geschäftigen My Tho entfernt, scheint dies eine ausreichende Barriere zu sein, um der Stadt ein echtes Backwater-Feeling zu geben. Touristen sind immer noch eine knappe Spezies und die Einheimischen sind offen und freundlich.

Die Provinz Ben Tre bietet einige der schönsten Landschaften im Mekong-Delta. Das milchkaffeefarbene Wasser schlängelt sich entlang kleiner Kanäle, die von Wasserpalmen gesäumt sind, Strohdach und Bambushäuser schmiegen sich in die üppigen Obstgärten. Der berühmte vietnamesische Dichter Nguyen Dinh Chieu wurde in der Provinz Ben Tre geboren, aber bis heute hat diese Tatsache keine touristische Ausbeutung hervorgebracht.

Cai Rang

Cai Rang ist einer der größten, schwimmenden Märkte in Can Tho, insbesondere für den Obst und Gemüsehandel. Früh morgens stehen hier tausende Boote nebeneinander.

Chau Doc 

Die kulturelle Vielfalt von Chau Doc, Heimat vieler Khmer, Cham und Chinesen und nur wenige Kilometer von der kambodschanischen Grenze entfernt, ist bemerkenswert: Die kleine Stadt hat viele historische Stätten, wie das Thoai Ngoc Hau Grab und den Quan Cong Tempel. Chau Doc befindet sich direkt an der Gabelung des Hau Giang (Bassac River). Hier gibt es einen regen Bootsverkehr und auch einen schwimmenden Markt. Auch der Straßenmarkt ist einen Besuch wert. Seit der Eröffnung der Grenzübergänge im Jahr 2000 gab es hier einen regelrechten Boom. Viele Reisende, die von Vietnam nach Kambodscha reisen, kommen auf ihrem Weg durch die freundliche Kleinstadt. Von hier aus gibt es tägliche Schnellbootverbindungen nach Phnom Penh (Dauer ca. 5h).

Nui Sam

Nur wenige Kilometer von Chau Doc entfernt erhebt sich der 230 m hohe Berg Nui (Berg) Sam (Taschenkrebs) aus der flachen Landschaft. Viele kleine Tempel und Pagoden liegen ihm zu Füßen oder sind in seine Felsen und Höhlen gebaut. Hunderttausende von Pilgern kommen jedes Jahr zwischen dem 22. und 26. des vierten Mondmonats dorthin, um Glück, Segen und Reichtum von der legendären Ba Xu zu erbitten. Der Blick von oben bis weit nach Kambodscha ist spektakulär.

Soc Trang

Hier gibt es mehrere Khmer-Pagoden. Im Wäldchen neben der Ma Toc-Pagode leben Tausende von Flughunden, die von manchen Vietnamesen als Delikatesse verspeist werden. Faszinierend ist das Khmer-Museum mit seinen uralten vorgeschichtlichen Werkzeugen. Alle Exponate spiegeln eine Kultur voller geheimnisvoller Mythen wieder. Wenn Sie die unverfälschte Natur genießen möchten, fahren Sie nach Bac Lieu, Ca Mau. Sie Können problemlos in die Vogelschutzgebiete hineingehen. Die Mangrovenwälder bergen eine ungeheuer reiche Tierwelt, wie Fledermäuse, Schildkröten, Schlangen, Garnelen, Krebse und Fische sowie eine Vielfalt von Vogelarten. Dong Thap ist das Gebiet der seltenen Rotkopfkraniche.

Phan Thiet

Diese Hafenstadt liegt an der Südostküste Vietnams und ist die Hauptstadt der Provinz Bình Thuận. Das Zentrum ist ein belebter kleiner Fischerhafen mit zahlreichen bunten Booten, Märkten und Fischrestaurants. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist der Vạn Thủy Tú-Tempel. In seinem Inneren sind mehrere Wal-Skelette zu sehen, da die Meerestiere als heilig verehrt werden.

Mui Ne

Der Badeort Mui Ne liegt 25 km von Phan Thiet entfernt. Mit seinem langen, palmengesäumten Sandstrand und konstanten Winden ist er während der Trockenzeit ein idealer Ort für Windsurfen, Kitesurfen, Segeln und andere Wassersportarten. Er hat eine belebte Hauptstraße mit Resorts, Restaurants und Geschäften.

Phu Quoc

Phu Quoc liegt im Süden Vietnams, 45 km vom vietnamesischen Festland entfernt, vor der Küste Kambodschas. In der Hängematte liegen und zwischen Strand, Restaurant und Hotel pendeln. Das ist hier die liebste Beschäftigung der Urlauber. Die 40 km lange Insel ist ein Idyll mit abgelegenen Stränden – perfekt zum Baden und Schnorcheln – und florierenden Dörfern. Die meisten Resorts liegen an der von Palmen gesäumten Südwestküste. Mit dem Moped oder mit dem Rad lässt sich die im Inneren relativ bergige, mit dichtem Regenwald bedeckte, Insel gut erkunden und auch die abgelegenen Strände und Fischerdörfer erreichen. Wanderungen im Nationalpark von Phu Quoc sind auch möglich. Vom Hafen in An Thoi fahren Boote zu den kleineren südlich gelegenen Inseln. Außerdem gibt es eine Reihe Pfeffer-Plantagen auf Phu Quoc, die man besichtigen kann. Besonders bekannt ist die Insel für die frischen Meeresfrüchte und die Fischsoße (Nuoc Mam) von hier soll weit und breit die beste sein. Zur Kolonialzeit entstand im Norden ein Gefängnis, das später von den Amerikanern übernommen wurde, um hier Mitglieder des Vietcong zu inhaftieren. Heute ist das “Coconut Tree Prison” ein Museum.

NATURSCHUTZRESERVATE IN VIETNAM

Pflanzenwelt

Ursprünglich waren mehr als zwei Drittel der Landfläche Vietnams mit tropischem Wald bedeckt, auf dem pro m² bis zu 150 verschiedene Baumarten stehen können (in Mitteleuropa entfallen auf die gleiche Fläche nur 8-10 Arten). Im Landesinnern herrschte immergrüner Regenwald vor, mit bis zu 50 m hohen Baumriesen, und die Mangrovenwälder im Süden schützten die Flachküsten vor den Kräften des Meeres. Der natürliche Reichtum des Landes an Edelhölzern, Gewürzen (z.B. Zimt), Heilkräutern, Orchideen, Palmen, Bambus, Zuckerrohr und tropischen Früchten hat seit mehr als zwei Jahrtausenden fremde Eroberer nach Vietnam gelockt. Auf Grund der Kriege und der traditionelle Brandrodung der Bergvölker sowie der gewerbsmäßigen Gewinnung von Feuerholz und Holzkohle, ist Holz für Millionen von Vietnamesen immer noch die einzige Energiequelle, obwohl heute nur noch weniger als ein Drittel der Landfläche Vietnams von ursprünglichen Wäldern bedeckt ist.

Tierwelt

Vietnams Bestand an Wildtieren ist durch die Bomben und Gifte der Amerikaner erheblich dezimiert worden. Allein im Süden Vietnams kam eine Million Wasserbüffel ums Leben. Umso erstaunlicher ist es, dass in den letzten Jahren vermehrt Tierarten wieder aufgetaucht sind, die nicht in Vietnam, sondern auch in der übrigen Welt bereits als ausgestorben galten. Vor allem in den entlegenen Regenwäldern des Nordwestens konnten seltene Arten im Verborgenen überleben. Vietnam ist die Heimat von 275 Säugetierarten sowie von über 800 Vogel- und 2600 Fisch- und Reptilienarten. Warane, Gürteltiere, Tapire, Bären, Pangoline, riesige Pythons und junge Wildkatzen kann man manchmal auf den Tiermärkten der Städte bewundern, obwohl der Handel mit bedrohten Arten auch in Vietnam inzwischen verboten ist. Seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten, die in Vietnam vorkommen: Vu-Quang-Wildrind, Riesen Muntjak, Wildrind Kouprey, der „Kurze-Hosen-Affe“ Delacour-Langur, Elefant, Tiger, Java-Nashorn u.a. Beispiele seltener Vögel, die in Vietnam beobachtet worden sind: Sarus-Kranich, Blauracke, Nashornvogel, (Riesen-) Eisvogel, Schlangenhalsvogel, Smaragd-Fliegenschnäpper, Schlangenadler, Fischeule, Schwarze Rohrdommel, seltene Fasanenarten, Sonnenvögel u.v.a.

Ba Be Nationalpark
Der Nationalpark Ba Be liegt in der Provinz Bac Kạn im bergigen Norden Vietnams. Das Schutzgebiet umfasst ein Gebiet von 10.048 ha. Die Landschaft des Nationalparks ist geprägt von ausgedehnten Waldflächen, Bergen, Steilhängen, tief eingeschnittenen Tälern, Flüssen, Kulturland sowie der Seenlandschaft Ho Ba Be, den einzigen natürlichen Bergseen in Vietnam.

Der Nationalpark hat eine Fläche von ca. 7510 Hektar und befindet sich ca. 250 Kilometer nördlich der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi in der Provinz Bắc Kạn. Die Parkverwaltung setzt zahlreiche Projekte um, die sowohl die Schutzfunktion des Parks (Schutz der Wälder, Schaffung von Lebensraum für Wildtiere), als auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region (Ökotourismus, Schaffung von Arbeitsplätzen in der Land- und Forstwirtschaft) beinhalten. Um diese nachhaltigen und langfristigen Ziele umzusetzen, wurden innerhalb der Grenzen des Nationalparks vier funktionale Zonen geschaffen, die jeweils eine unterschiedliche Intensität an Naturschutz- bzw. wirtschaftlicher Entwicklungsfunktion aufweisen (streng geschützte Zone, ökologische Rehabilitationszone, administrative Zone und die an den Park angrenzende Pufferzone). Die streng geschützte Zone umfasst ein Gebiet von 3662,2 ha und befindet sich im Westen des Parks um die Siedlung Nam Mẫu. Diese Zone fungiert als Rückzugsort für Wildtiere und ist vor menschlichem Einfluss (Landwirtschaft, Jagd) geschützt. Mit 4083,6 ha ist die ökologische Rehabilitationszone die flächengrößte. In dieser Zone liegt der Fokus auf der Wiederaufforstung der zuvor gerodeten Wälder. Viele Gebiete, die einfach zugänglich (d. h. nicht zu steil) sind, wurden durch menschliche Aktivität ausgebeutet. Intensive Jagd hat außerdem dazu geführt, dass in den 1960er Jahren lokal einige Arten ausgerottet wurden. Diese Zone hat damit nicht nur den die Regeneration der Wälder, aber auch der Waldfauna zum Zweck. Die administrative Zone (300,2 ha) beherbergt Wohngebiete, Verwaltungs- und Tourismusgebiete. Quelle Wikipedia

Cat Ba Nationalpark

Die Insel Cat Ba ist Vietnams schönster Nationalpark. Es gibt dort viele Seen, Wasserfälle und Grotten in den spektakulären Kalksteinbergen, von denen die höchsten 331 m über dem Meeresspiegel liegen. Die meisten oberirdischen Flüsse und Seen führen nur zeitweilig Wasser, weil der größte Teil des Regenwassers versickert und in unterirdischen Strömen zum Meer fließt. So herrscht hier in der Trockenzeit Wassermangel. Obwohl Teile der Landfläche der Insel unter dem Meeresspiegel liegen, ist der größte Teil leicht hügelig und zwischen 50 – 200 m hoch. Das Wasser um Cat Ba beherbergt 200 Fischarten, 500 Weichtierarten (Schnecken und Muscheln) sowie 400 Arten von Gliedertieren wie Krebse und Spinnen. An größeren Seetieren gibt es Seehunde und drei Arten von Delphinen. Der Nationalpark ist die Heimat von 15 Säugetierarten, wie z.B. der Affe Presbytis francoisi poliocephalus, das Wildschwein Sus scrofa, Rehwild, Eichhörnchen und Igel. 21 Vogelarten, einschließlich Habicht, Hornschnabel und Kuckuck sind hier beobachtet worden. Cat Ba liegt auf einer der Flugrouten von Wasservögeln. Enten, Gänse und Strandvögel brüten in den Mangrovenwäldern und an den Stränden. Die 620 Pflanzenarten, die auf Cat Ba wachsen, schließen 118 Gehölze und 160 Heilkräuter ein.

Cuc Phuong Nationalpark

Vietnams erster Nationalpark, 1962 eingerichtet, ca. 80 km südwestlich von Hanoi, ist eines der wichtigsten Naturschutzgebiete von Vietnam. Er besteht aus ca. 222 m² Urwald und ist die Heimat einer erstaunlichen Vielfalt von Wildtieren. Es gibt 1967 Pflanzenarten mit 217 Familien und 749 Gattungen, 1800 Insektenarten mit 30 Ordnungen und 200 Familien, 137 Vogelarten und 33 Reptilienarten. Unter der Vielfalt von Tieren gibt es einige Arten, die hier entdeckt worden sind, wie z.B. ein Baum namens Bressiaopsis Cucphuongensis und das endemische rotbrüstige Eichhörnchen Callosciurus erythrinaceus Cucphuongensis. Auch den Rhesusaffen Macaca mullata kann man hin und wieder in den Wäldern beobachten.In der Con Moong Höhle, einer der vielen Grotten des Parks, sind Steinwerkzeuge von Menschen aus vorgeschichtlicher Zeit entdeckt worden (ca. 6000-7000 v.Chr).

Bach Ma Nationalpark

Der Nationalpark Bạch Mã (vietnamesisch Vườn quốc gia Bạch Mã) ist ein Nationalpark in Vietnam. Er liegt 45 Kilometer südöstlich von Huế und 85 km nordwestlich von Hội An und bildet das Kernstück des letzten geschlossenen Waldgebiets in Zentralvietnam. Der 1991 gegründete Park ist 22.000 Hektar groß und beherbergt verschiedene Vegetationszonen von der Küstenebene bis zum fast 1500 Meter hohen Gipfel des Berges Bạch Mã. Die Nationalparkverwaltung unterhält mehrere Wanderpfade (Karte im Besucherzentrum erhältlich), die mit festem Schuhwerk leicht zu bewältigen sind. Vom höchsten Punkt des Berges hat man bei gutem Wetter einen Rundblick von den Höhenzügen der annamitischen Kette bis zur Lagune von Cau Hai und der vorgelagerten Küste. Sehenswert ist der 200 m hohe Rhododendron-Wasserfall. Eine Treppe mit 689 Stufen führt zum Fuß des Wasserfalls. Entlang des Fünf-Seen-Wanderpfads oder des Fasanenpfads findet man weitere Kaskaden.

Die Parkverwaltung bewirtschaftet mehrere Gasthäuser am Parkeingang und auf dem Gipfelplateau, die sich als Ausgangslage für Tagesexkursionen anbieten. Einige der alten Kolonialgebäude im Park wurden stilvoll renoviert und werden nun als Gästehäuser genutzt. Mit mehr als 8.000 mm Jahresniederschlag führt der Berg Bach Ma die Regenstatistik Vietnams an; während der Regenzeit von November bis Januar kann es oft tagelang regnen. Quelle: Wikipedia

Dong Hoi

Dong Hoi (vietnamesisch Đồng Hới) ist die Hauptstadt der Provinz Quảng Bình in Zentral-Vietnam. Es liegt ungefähr 500 km südlich von Hanoi, 260 km nördlich von Đà Nẵng und 1200 km nördlich von Ho-Chi-Minh-Stadt, 50 km südlich von Phong Nha-Ke Bang Nationalpark, UNESCO-Weltnaturerbe. Die Stadt befindet sich an der schmalsten Stelle Vietnams, das hier von der See bis zur Westgrenze nur 40 km misst. Die Provinz liegt zwischen Laos im Westen und dem Südchinesischen Meer im Osten. Dong Hoi ist für seinen feinen Sandstrand bekannt. 50 km nördlich der Stadt liegt der Nationalpark Phong Nha-Ke Bang, der zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt, und in dem auch Höhlenforschung betrieben wird. Dort wurde 2009 die vermutlich ältesten Höhlen (Paradies-Höhle und Hang-En-Höhle) Asiens entdeckt. Quelle: Wikipedia

Tam Dao Hill

Das 930 m hoch gelegenen Arcade d’Argent, das „Dalat des Nordens“, wurde ab 1907 als Kurort und Sommerfrische für die wohlhabenden französischen Kolonisten errichtet. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über 6-8° niedriger als in der Ebene. Die Region ist als Naturschutzgebiet noch heute reich an ursprünglicher Flora und Fauna, seltenen Hölzern, Orchideen, Wild, Vögeln und Myriaden von Schmetterlingen. Tam Dao liegt etwa 70 km nordwestlich von Hanoi.

Cat Tien Nationalpark

Der Nationalpark Cát Tiên (vietnamesisch Vườn quốc gia Cát Tiên) ist ein wichtiger Nationalpark im Süden von Vietnam, ungefähr 150 Kilometer nördlich von Ho-Chi-Minh-Stadt. Er schützt eines der größten verbleibenden Gebiete von tropischem Tieflandregenwald in Vietnam.  Das Gebiet des Nationalparks Cat Tien wurde 1978 unter Schutz gestellt und bestand damals aus den beiden Teilen Nam Cat Tien und Tay Cat Tien. Cat Loc, der dritte Teil des heutigen Parks, wurde 1992 unter Schutz gestellt, nachdem dort eine Population des äußerst seltenen Java-Nashorns entdeckt wurde. Da man bereits geglaubt hatte, diese Unterart des Java-Nashornes wäre ausgestorben, brachte diese Entdeckung dem Park internationale Aufmerksamkeit. 1998 wurde aus diesen drei Teilen ein einziger Park. Während des Vietnamkrieges wurden Teile des Gebietes mit Herbiziden wie Agent Orange besprüht. In den betroffenen Gebieten wachsen bis heute keine Bäume, sondern lediglich Bambus und Gras. Ungefähr 50 Prozent des Parks sind von immergrünem Wald bedeckt, hauptsächlich von Flügelfruchtgewächsen. Weitere 40 Prozent bestehen aus Bambuswäldern, die restlichen 10 Prozent sind Ackerland, Feuchtgebiete oder von Gras bewachsen.

Die Tierwelt des Parks ist beeindruckend, aber teilweise stark bedroht. So gibt es im Park asiatische Elefanten und Malaienbären. Für den Gaur stellt das Schutzgebiet immer noch ein wichtiges Refugium dar. Im Gegensatz dazu sind der Banteng, der wilde Wasserbüffel und der Kouprey im Park ausgestorben.[1] Das Gleiche gilt wohl auch für das stark bedrohte Java-Nashorn, welches hier mit einer von weltweit zwei Populationen vorkam. Einige Quellen nennen auch Tiger, Leoparden, Nebelparder, Rothunde sowie asiatische Schwarzbären, eine kürzlich durchgeführte Serie von Untersuchungen konnte dies allerdings nicht bestätigen.

Im Park leben viele kleinere Säugetiere, unter anderem Kleideraffen, Gelbwangen-Schopfgibbons, Javaneraffen, Schleichkatzen, Hirschferkel und Spitzhörnchen. An Vögeln leben im Park unter anderem die Malaienente und der Doppelhornvogel. Quelle: Wikipedia

Politisches System

Vietnam ist eine sozialistische Republik mit Einparteiensystem, die derzeit gültige Verfassung ist von 1992. Die Nationalversammlung mit 493 Abgeordneten, die für eine Amtszeit von fünf Jahren vom Volk gewählt sind, ernennt den Staatspräsidenten (seit Juni 2006 Nguyen Minh Triet) für eine Amtszeit von fünf Jahren. Der Staatspräsident ernennt den Ministerpräsidenten als Chef der Regierung (seit Juni 2006 Nguyen Tan Dung) und auf Empfehlung des Ministerpräsidenten die Mitglieder des Kabinetts. Die Nationalversammlung tritt zweimal jährlich zusammen.
Die Richtlinien der Politik werden vom Politbüro der Kommunistischen Partei Vietnams bzw. von dessen Generalsekretär bestimmt. Höchstes Parteiorgan ist das Zentralkomitee (ZK) der Partei, das normalerweise zweimal im Jahr tagt. Alle fünf Jahre wird ein Parteikongress abgehalten. Auch die Armee des Landes untersteht der Partei, nicht dem Parlament.
(Quelle: Länder-Lexikon)

Rechtssystem

Vietnam verfügt de facto über keine unabhängige Judikative. Die im vietnamesischen Rechtssystem handelnden Personen sind alle unmittelbar oder mittelbar durch die kommunistische Partei bzw. die Vietnamesische Vaterlandsfront ausgewählt, wobei politische Zuverlässigkeit ein wichtiges Auswahlkriterium darstellt. Die Partei nimmt auch auf Rechtsentscheidungen Einfluss, welche die Monopolstellung der KPV in Frage stellen könnten. Darüber hinaus fehlt es an Richtern und Anwälten mit adäquater Ausbildung. Allerdings haben die Schöffen in Vietnam im Gegensatz zum deutschen System eine juristische Ausbildung.
Die oberste Instanz des vietnamesischen Rechtssystems ist der Oberste Volksgerichtshof, welcher der Nationalversammlung unterstellt ist und dessen Mitglieder auf Vorschlag des Staatspräsidenten von der Nationalversammlung ernannt werden. Die Nationalversammlung bestimmt auch das Budget der Judikative. Dem Obersten Volksgerichtshof sind die Volksgerichte auf Distrikts- und Provinzebene, die Militärtribunale sowie die Verwaltungs-, Wirtschafts- und Arbeitsgerichte unterstellt.
Die Todesstrafe ist in Vietnam nicht abgeschafft; sie wird unter anderem gegen Personen verhängt, die der Korruption oder des Drogenhandels überführt wurden.
(Quelle: Wikipedia)

Bildungswesen

Im Jahr 2000 wurden laut Schätzungen 92 % aller Kinder eingeschult. Jedoch nur zwei Drittel absolvierten die fünf Grundschuljahre. Speziell auf dem Land verlassen viele Kinder vorzeitig die Schule, wobei die Gründe in den Kosten für Schulgeld, Bücher und Uniformen sowie der Notwendigkeit, Geld für den Familienunterhalt verdienen zu müssen, zu suchen sind. Regional gibt es riesige Unterschiede: In einigen ländlichen Gegenden gehen nur 10 bis 15 % der Kinder länger als drei Jahre zur Schule, während in Ho-Chi-Minh-Stadt 96 % der Schüler die Grundschuljahre beenden. Nur 62,5 % der Kinder beginnen die Mittelschule.
Etwa 6 % der Einwohner über 15 Jahre sind Analphabeten; Analphabetismus betrifft 4,2 % der Männer und 7,7 % der Frauen. In Vietnam gibt es keine Schulpflicht. Da die Ausbildung selbst bezahlt werden muss und einige Familien dafür nicht genug Geld haben, schicken sie ihre Kinder nicht in die Schule.
Die Grundschule geht bis zur 5. Klasse, die Mittelschule bis zur 9.; dann muss man eine Prüfung bestehen, um in die Oberschule zu kommen (10., 11. und 12. Klasse). Wird diese nicht bestanden, bleibt man immer wieder sitzen. Dies gilt für Gymnasium und Realschule (vorausgesetzt, man bricht die Ausbildung nicht ab).
Besucht man ein Gymnasium bzw. eine Realschule, kann und darf man nicht mehr wechseln.
Es gibt staatliche und private Universitäten, die renommiertesten davon sind die Staatliche Universität Hà Nội und die Staatliche Universität Hồ-Chí-Minh-Stadt; der Zugang wird durch eine Aufnahmeprüfung der jeweiligen Universität geregelt.
Die bei weitem populärste Fremdsprache in Vietnam ist heute Englisch. Aus Gründen, die mit der Geschichte des Landes und der früheren Einbindung in den Ostblock zusammenhängen, trifft man oft Leute an, die Französisch, Russisch oder Deutsch sprechen; so haben etwa 100.000 Vietnamesen in der DDR studiert, gearbeitet oder eine Ausbildung genossen. Immer mehr Vietnamesen lernen auch Japanisch und Chinesisch.
(Quelle: Wikipedia)

Religion

Genaue Angaben über die Religionszugehörigkeit in Vietnam sind schwer zu machen. Die große Mehrheit der Vietnamesen bekennt sich zu keinem Glauben. Laut einer 2004 veröffentlichten Studie sind 81,5 % der Vietnamesen Atheisten. Schätzungen gehen von ca. 20 Millionen Buddhisten und 6 Millionen Katholiken aus. Weitere Konfessionen sind (2 Millionen Anhänger), Cao Dai (1 Million), Protestantismus (500.000) und Islam (50.000). Hoa Hao Im Religionsverständnis der Vietnamesen gibt es keine strikte Trennung verschiedener Konfessionen. Die Religiosität ist zumeist eine historisch gewachsene Mischung mit vielen Aspekten unterschiedlicher religiöser Ursprünge. Es ist üblich, regelmäßig buddhistische Pagoden zu besuchen und die Ahnen zu verehren.

Die Alltagsreligiosität, bzw. vielmehr die Lebensweise, ist im Allgemeinen am ehesten durch den Theravada- und/oder Mahayana-Buddhismus, den Taoismus, den Konfuzianismus sowie einen Animismus und insbesondere auch einen Ahnenkult beeinflusst, ohne dass es dabei zu Dogmen kommt. Rituelle Handlungselemente der unterschiedlichen Einflüsse können beim Individuum je nach Alltagssituation auftreten. Anders als in anderen asiatischen Staaten existiert in (Süd-)Vietnam seit 1963 auch eine zentrale Vereinigung von Ordensleuten und Laien aller buddhistischen Schulen, die „Kongregation der Vereinigten Vietnamesischen Buddhistischen Kirche“ (KVVBK).

Die Verfassung Vietnams sieht generell eine Religions-/Glaubensfreiheit vor. Da religiöse Institutionen aber immer auch eine gewisse Konkurrenz zum staatlichen Einfluss auf die Bevölkerung darstellen, wurden Religion und deren Institutionen zumindest in der Vergangenheit seitens der Kommunistischen Partei Vietnams mit Misstrauen behandelt.
Der katholische Glaube kam erstmals im 16. Jahrhundert mit französischen, spanischen und portugiesischen Missionaren ins Land. Er wurde unter Druck der französischen Kolonialherrschaft verbreitet. Nachdem der Katholizismus in den ersten Jahren der kommunistischen Herrschaft aktiv bekämpft wurde, bemüht sich die Regierung nun um ein besseres Verhältnis zum Heiligen Stuhl. Der Besuch von Ministerpräsident Nguyễn Tấn Dũng bei Benedikt XVI. 2007 hat die Hoffnung auf eine weitere Öffnung hin zu einer größeren Religionsfreiheit gestärkt, aber die katholische Kirche wird weiterhin als „reaktionär“ angesehen. (Quelle: Wikipedia)

Völker

Etwa 88 % der Bevölkerung sind ethnische Vietnamesen (Việt oder Kinh). Daneben sind 53 ethnische Minderheitengruppen anerkannt. Die größte davon sind die „Auslandschinesen“ (vietnam.: Hoa), deren Zahl auf etwa 1,2 Millionen geschätzt wird. Die Mehrzahl von ihnen sind Nachfahren von Einwanderern, die 1644, nach dem Zusammenbruch der Ming-Dynastie, ins Land gekommen waren. Weitere Volksgruppen sind Thai, Khmer (vor allem im Süden, der Region des Mekong-Delta, die über Jahrhunderte zu Kambodscha gehörte) und die unter der Sammelbezeichnung „Bergvölker“ (Montagnards) bekannten Bewohner der Bergregionen. Letztere, die als die ursprünglichen Bewohner des kontinentalen Südostasien gelten, wurden im Verlauf der Geschichte in Vietnam, Thailand, Myanmar und Laos von den zugewanderten Mehrheitsvölkern aus den fruchtbareren Regionen der Flussebenen und Küsten in die unzugänglichen Bergregionen verdrängt.

Da einige Angehörige der „Bergvölker“ im Indochinakrieg und im Vietnamkrieg jeweils auf Seiten Frankreichs bzw. der USA kämpften, gab es nach der Wiedervereinigung Vietnams Repressionen gegen diese Völker und sie sind in der vietnamesischen Gesellschaft teils nicht gut angesehen. Aber auch Minderheitenvölker, die auf vietnamesischer Seite gekämpft haben, finden kaum positive Beachtung. Diese Völker sind bis heute von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes weitgehend abgeschnitten und leben vergleichsweise in Armut. Kultur und Sprache der Minderheiten unterscheiden sich meist sehr stark von jener der Vietnamesen. (Quelle: Wikipedia)

Feiertage und Feste

Einige Feiertage richten sich nach dem vietnamesischen Mondkalender. Die entsprechenden Daten sind in der Tabelle mit (Mond) gekennzeichnet.
1. Jan. Neujahr 1. 1. (Mond) Tết Nguyên Ðán – vietnamesisches Neujahrsfest, bekannt als Tet
30. April Befreiung von Saigon – Jahrestag der Befreiung Saigons 1975
1. Mai – Tag der Arbeit
2. Sep. Nationalfeiertag – Jahrestag der Ausrufung der Republik Vietnam 1945 und Gedenktag für Ho Chi Minh
15. 8. (Mond) Tết Trung Thu – Mittelherbstfest, Kinderumzüge mit Lampions
(Quelle: Wikipedia, Wikitravel) (map © by wikimedia.org)

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